Die Bürgerinitiative “Grüne Lunge 3 Sterkrade“ kämpft gegen die Zerstörung des Sterkrader Grüngürtels und der Gartenanlagen.

Vielen Mitbürgern ist unbekannt, dass sich in unmittelbarer Nähe des MAN-Industriegeländes (Werk II und Werk III) auf der Rückseite der Häuser der Steinbrinkstrasse, der Ackerfeld¬straße bis hin zur Bodenstraße ein großer Grüngürtel befindet, der aus einer Vielzahl von Gär¬ten besteht. Diese sind seit der Nachkriegszeit zu einer einzigartigen grünen Oase inmitten der weitgehend versiegelten Fläche dieses altindustrialisierten Raumes entstanden. Hier befin¬det sich alter Baumbestand, Biotope sowie ein hinsichtlich der Artenvielfalt von teils un¬ter Naturschutz stehenden Pflanzen und Tieren schützenswertes Areal (u.a. Laub- u. Nadelge¬hölze, Farne, Aronstab, Blumen und Nutzpflanzen; Eichhörnchen, Igel, der gehörnte Laufkäfer, di¬verse Vogelarten, Insekten, etc.)

Schon auf den ersten Blick zeugen prächtige Blumen, aber auch naturbelassene Biotope, eine Igelstation, und eine Vielzahl von Vogelhäusern und Insektenhotels von der Liebe zur Natur und dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber bedrohten Lebensräumen von Pflanzen und Tieren in einer durch Industrie geprägten Stadt. Diese Zone ist für den Umwelt- und den Klima¬schutz von besonderer Bedeutung!

Kulturhistoriker, Architekten und Geographen zeigten sich sowohl von der Ensemblewirkung der teils unter Denkmalschutz stehenden Häuser in der Ackerfeldstraße und der angrenzen-den Grünzone von der Steinbrinkstraße bis zur Bodenstraße beeindruckt. Wir fordern den Fortbestand der Biotope und Gartenanlagen, den Schutz von Biodiversität, die nun durch die Kündigung aller Pachtverträge durch die GHH-Immobiliengesellschaft bedroht ist. Die Gemeinschaft ist zu-tiefst beunruhigt und empört über die Kündigung dieses aus ökologischer und sozialer Sicht bedeutsamen Gebie¬tes. Der Eigentümer fordert die Vernichtung aller mehr als einjährigen Pflanzen und Bäume und den Abriss der Lauben, etc. Die Pächter - ob jung oder alt - sind wie gelähmt, entrüstet über die fehlende Wertschätzung ihres jahrzehntelangen Engagements für die Natur, Umwelt und soziale Gruppen. Einige ließen ihren Tränen freien Lauf.

Es ist auch darauf hinzuweisen, dass es sich durch die Nähe zum benachbarten Johanniterkranken¬haus um eine sensible Zone handelt, in der auch Verkehrsberuhigung und die Verbesserung des Stadtklimas eine erhebliche Rolle spielen. In den Gärten werden um mehrere Grad niedri¬gere Temperaturen gemessen als auf der Straßenseite in der Nähe der Wärme abstrahlenden Häuser!

Gerade in einer Zeit, die verantwortliches Handeln zur Abwendung der drohenden Gefahr des Kli¬mawandels erforderlich macht, ist dieses Gebiet im Rahmen des in Planung befindlichen Bebauungsplanes mit der funktionalen Zuweisung der Erhaltung des gesamten Grüngürtels inklusive der Gartenanlagen in der jetzigen Form unabdingbar.

Eine sogenannte „Überplanung“ des Gebietes ist auch weiterhin nicht erforderlich. Bereits vor ca. 30 Jahren hat eine Bürgerinitiative mit Hilfe des bekannten Kulturwissenschaftlers Prof. Dr. Roland Guenter den Bau einer Straße durch die Gartenanlage abwenden können und auch ein erneuter Plan (ca. 2003), eine Erschließungsstrasse zu einem geplanten Gewerbegebiet in dieser Zone zu bauen, wurde nicht umgesetzt. Das Personal im Bereich Stadtplanung und Poli¬tik mag sich möglicherweise inzwischen geändert haben, die Bewohner sind zum Teil immer noch die Gleichen. Sie haben diese Fehlplanungen nicht vergessen. Und die Gärten? Ja die Gär¬ten, sie wurden – mit Unterstützung auch neu hinzugezogener Bürger - immer schöner und wertvoller – ein unverzichtbarer attraktiver Lebensraum in dieser verstädterten Region.

Wir erinnern uns immer noch an die Zeiten, als die Gutehoffnungshütte ein renommierter Weltkonzern war, der seine internationale Bedeutung u. a. durch den Brückenbau, den Bau von Stahlwerken z.B. in Rourkela, Indien und in Venezuela erlangte. Es darf nicht vergessen werden, dass auch die Pächter als Arbeiter und Angestellte Monteure, Konstrukteure, Bau-ingenieure, usw. zum Teil ihr gesamtes Berufsleben zu diesem Erfolg beitrugen. Es wäre ein wahrlich schmähliches Ende dieses ehemaligen Weltkonzerns, wenn die kontinuierlich ge-pflegte „Grüne Lunge Sterkrades“ zerschlagen und verscherbelt würde!

Begründung

Wir, die Bürgerinitiative „ Grüne Lunge 3 Sterkrade“ stehen ein für:

  • Den Natur- und Umweltschutz insbesondere den Tier- und Pflanzenschutz

  • Biodiversität statt Versiegelung der Landschaft

  • Den Erhalt und Schutz der Grünzone (Flur 22) in Sterkrade in der gegenwärtigen Form.

  • Das Fortbestehen der sich über ca. 1 km erstreckenden Gartenanlage in diesem Bereich, die vom Eigentümer dem Boden gleichgemacht werden soll.

  • Soziale Projekte, die in Gemeinschaftsarbeit mit den Gartenbesitzern durchgeführt werden, zum Beispiel kümmern wir uns um verwilderte Katzen und haben eine Igelstation in den Gärten. Kindergartenkinder waren bei uns um die Natur und das Anbauen von Obst und Gemüse in den Gärten kennen zu lernen. Kinder haben die Möglichkeit abseits von den Gefahren der Straße im Freien zu spielen und Sport zu treiben, Arbeitnehmer finden hier Erholung, Senioren vereinsamen nicht, sondern haben die Möglichkeit gemeinsam mit ihren Nachbarn in der Natur ihren Lebensabend zu verbringen.

  • Die unter Naturschutz stehenden Pflanzen: Walnussbäume, Aronstab und eine Vielzahl an Blumen, Farnen, Laub- und Nadelgehölzen.

  • Den Lebensraum bedrohter Tierarten, wie Maulwürfe, Fledermäuse, der gehörnte Laufkäfer, der Eichelhäher, der Kernbeißer und andere Vogelarten sowie die besonders schützenwerten Insekten wie Bienen, etc.

  • Klimaschutz! Verantwortungsbewusstsein, den Gefahren des Klimawandels entgegenzuwirken und diese grüne Lunge in Sterkrade zu erhalten. Auch für das Kleinklima ist dieser Bereich von nachgewiesener Bedeutung.

  • Verkehrsberuhigung und soziale Verantwortung gegenüber ruhebedürftigen Patienten des benachbarten Johanniter-Krankenhauses.

  • Die Gartengemeinschaft hat über Jahrzehnte eine ausgeprägte Kultur entwickelt, bei der die gemeinschaftlichen Aktivitäten und unsere gegenseitige Hilfe ganz im Sinne einer Solidargemeinschaft stehen. Jeder hilft Jedem.

Erklären Sie sich solidarisch und unterstützen Sie die Bürgerinitiative „Grüne Lunge 3 Sterkrade.“

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Frank Endemann aus Oberhausen
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Neuigkeiten

  • Hallo Unterstützer,
    Schon bald werden wir die nötigen Unterschriften erreicht haben. Wir nutzen die Vorweihnachtszeit nochmals für die Sammlung von Unterschriften in Papierform.
    Sobald wir unser Ziel von 1900 Unterschriften aus Oberhausen erreicht haben, werden wir einen Termin zur Übergabe bekannt geben. Stand heute: 1990 gesamt, davon 1450 aus Oberhausen. Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden...
    Gruß die GRÜNE LUNGE 3 STERKRADE

Pro

Natur und Artenschutz ist genau so wichtig wie Klimaschutz und der Erhalt der Gärten. Weil auch wir schutz brauchen. Die Gärten schützen uns vor allen einflüßen von aussen. Ob Stress, Lärm oder anderen negativen Umwelteinflüßen.Die Grüne Lunge fördert unsere Gesundheit und der Menschen in unserer Nachbarschaft. Z.b.dem Krankenhaus genau gegenüber.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.