Der öffentliche Raum ist als gemeinschaftlich genutzter Stadtraum, Möglichkeitsraum und Ort der Aneignung zu sehen. Er ist die Grundlage für lebenswerte und lebendige Städte, in denen sich jeder frei bewegen und seine Meinung äußern kann. Der Verein für Freie Stadterforschung fordert auf Bundesebene den öffentlichen Raum als räumliche Kategorie unter (Arten-) Schutz zu stellen (ähnlich einem Naturschutzgebiet), um seine Nutzungsvielfalt zu bewahren. Der öffentliche Stadtraum droht als lebenswerter Raum unter Anderem durch den motorisierten Verkehr, Überwachung und Privatisierung in seiner freien Nutzung eingegrenzt zu werden.

Wir möchten durch konkrete Maßnahmen wie neue Gesetze und Richtlinien die Verknappung des frei nutzbaren Stadtraums stoppen, das Interesse an ihm stärken, einen zukunftsweisenden und nachhaltigen Umgang mit ihm etablieren und seine Potentiale für alle Bürger bewahren.

Begründung

Der Stadtraum ist ähnlich einem Landschaftsschutzgebiet ein besonders schützenswerter Raum. Es gibt Phänomene, Rituale, Besonderheiten, die nur im öffentlichen Raum existieren und die auf lange Sicht durch seine Reduzierung zu verschwinden drohen. Der öffentliche Stadtraum ist stetigen Veränderungen unterworfen. Schon immer ist er ein Konfliktraum in dem unterschiedliche Ansichten und Interessen aufeinanderprallen. Dies ist sein großes Potential. Jeder Mensch hat ein Recht darauf den öffentlichen Stadtraum nach seinen Bedürfnissen benutzen zu können, natürlich ohne andere in ihrer Freiheit zu beschneiden. Auf der Straße treffen Menschen mit unterschiedlichsten Interessen, Herkünften und Anschauungen aufeinander. Hier wird protestiert, postuliert, debattiert, beobachtet, erzählt, getauscht, geflirtet, gespielt, flaniert…

Der Verein für Freie Stadterforschung setzt sich zum Ziel das Städtische zu bewahren. Wir sind eine Organisation deren Mitglieder sich gerne frei im Stadtraum bewegen dort experimentieren oder unsichtbare Dinge zum Vorschein bringen und thematisieren. Wir wollen einen freien uneingeschränkten Zutritt zu unserem EXPERIMENTIERFELD STADT und sehen dieses durch Überwachung, Privatisierung, Kommerzialisierung und mangelndes Interesse bedroht. Der öffentliche Raum darf nicht nur als bloßer Verkehrsraum gesehen werden, durch den man von A nach B gelangt. Nicht nur wir, jeder Bürger benutzt täglich den öffentlichen Stadtraum, sei es aus touristischen Gründen, zur Freizeitgestaltung oder um zur Arbeit zu gelangen. Was uns hier als selbstverständlich erscheint könnte in naher Zukunft teilweise schon nicht mehr möglich sein. Deshalb gilt es die für jeden Bürger frei zugänglichen Stadträume durch Schutzmaßnahmen - wie durch die Bundesregierung verabschiedete Gesetze - als Schutzgebiete auszurufen und neue Freiräume zu sichern.

Der Verein für Freie Stadterforschung

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