Der jetzt vorgelegte Lärmaktionsplan für den Flughafen Frankfurt ist absolut ungenügend. Er stellt die Belastungen für die Menschen in der Region falsch dar und stellt überhaupt keinen wirksamen Schutz in Aussicht. Der Lärmzuwachs wird nicht vermindert.

Fluglärm macht krank! Ich unterstütze darum die folgenden Forderungen nach wirksamem Schutz der Bevölkerung: Nachtflugverbot von 22.00 bis 06.00 Uhr, Ausbaustopp des Flughafens, Begrenzung der Flugbewegungen auf 380.000 pro Jahr, mehr Schutz vor Schadstoffen und vor Abstürzen, Schließung der neuen Landebahn Nordwest.

Dementsprechend habe ich beim Regierungspräsidium Darmstadt zum vorgelegten Lärmaktionsplan Stellung genommen bzw. werde ich beim Regierungspräsidium Darmstadt bis zum Ablauf der Frist am 19. Oktober 2012 entsprechend Stellung nehmen. Weitere Hinweise und Argumente für Stellungnahmen zum Lärmaktionsplan finden sich hier: www.fluglaermaktionsplan.wordpress.com

Begründung

Am 3.9.2012 wurde der "Entwurf Lärmaktionsplan Hessen - Teilplan Flughafen Frankfurt/Main" veröffentlicht, damit alle Menschen, die vom Fluglärm betroffen sind, dazu Stellung nehmen können. Jeder, der den Lärmplan betrachtet und mit der Wirklichkeit vergleicht, erkennt schnell, dass die tatsächliche Belastung für die Menschenin der Region falsch dargestellt wird und dass keine Aussicht auf Lärmminderung besteht. Der Lärmaktionsplan ist ungenügend. Darum sind alle Menschen in der Region um den Flughafen aufgerufen, von ihrem Recht Gebrauch zu machen und beim Regierungspräsidium in Darmstadt schriftlich Stellung zu nehmen, ihre persönliche Sicht der Dinge und ihre Argumente vorzutragen und wirksamen Schutz für sich und ihre Kinder zu fordern. Denn schon jetzt sind die Belastungen für die Menschen im Hinblick auf Fluglärm- und Schadstoffe unerträglich. Und in Zukunft wird sich die Situation durch die die Folgen des Ausbaus und die Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest und die geplante Steigerung der Kapazitäten um mehrere hunderttausend Flugbewegungen pro Jahr noch dramatisch verschlimmern!

Viele werden zum Lärmplan Stellung nehmen und wirksamen Schutz vor Fluglärm und Schadstoffen fordern.

Sie alle sind aufgerufen, sich dann auch noch zusätzlich an der Unterschriftenaktion hier zu beteiligen.

Damit die Region wieder lebenswert wird, sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  1. Stilllegung der Landebahn Nord-West

  2. Verringerung der Flugbewegungen und der bestehenden Belastungen durch Fluglärm, Luftverschmutzung und Bodenverbrauch durch Flugverkehr im Rhein-Main Gebiet durch Begrenzung der Flugbewegungen auf 380.000 pro Jahr.

  3. Schaffung von rechtlich einklagbaren Grenzen der Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger

  4. Verhinderung des Ausbaus des Frankfurter Flughafens, des Flughafens Wiesbaden-Erbenheim, des Luftlandeplatzes Egelsbach und aller anderen Flughäfen, Flugplätze und sonstigen Einrichtungen, die der Kapazitätssteigerung des Luftverkehrs in der Rhein-Main-Region dienen könnten

  5. Schaffung von nächtlicher Ruhe durch ein absolutes Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr

  6. Mehr Schutz vor Abstürzen durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Begründung: Das vom Fluglärm des Flughafens Frankfurt betroffene Region ist ein dicht besiedeltes Gebiet. Über 1 Million Menschen leben in unmittelbarer Nähe. Im Oktober 2011 wurde der Flughafen durch eine neue Landebahn erweitert. Dadurch wurde die vorher schon erhebliche Belastung unerträglich gesteigert und weitere Zunahme der Flugbewegungen ist geplant. Das Leben für die Betroffenen ist unerträglich geworden.

Flugzeuge starten und landen jede Minute, fliegen über Wohnungen, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Altenheime in einer Höhe von zum Teil weniger als 250 Metern. Die schon jetzt äußerst hohe Zahl der Flugbewegungen soll durch den Ausbau auf über 700 000 im Jahr gesteigert werden.

Lärm und Abgase quälen jung und alt, groß und klein. Die Menschen bekommen nicht genug Ruhe und nicht genug Nachtschlaf, einige gehen in den Keller, um überhaupt schlafen zu können. Kinder können nicht draußen spielen und können in der Schule nicht gut lernen.

Wissenschaftliche Gutachten belegen, dass Fluglärm krank macht. Viele Betroffene haben bereits Herzprobleme, Bluthochdruck und Depressionen.

Ein großer Anteil der Bevölkerung lebt hier seit mehreren Generationen, viele Familien sind seit Hunderten von Jahren hier ansässig. Niemand will sein Zuhause, seine Heimat hier verlassen. Für die meisten wäre außerdem aus finanziellen Gründen ein Wegziehen gar nicht möglich.

Die Mehrheit der Politiker stellt jedoch wirtschaftliche Interessen über die Gesundheit und das Leben der Menschen und lässt so die Betroffenen im Stich. Als einzige Möglichkeit bleibt der öffentliche Protest.

Die bisherige Entwicklung muss gestoppt werden und die Region muss wieder lebenswert werden. Der unmenschlichen Flughafenausbau muss beendet werden.

Der Flughafen darf mit dem Ausmaß seines Verkehrs die Region nicht zerstören.

Gesundheit und Leben der Menschen muss über Wirtschaftsinteressen stehen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Unterschriftenaktion "Der Laermaktionsplan zum Flughafen Frankfurt ist ungenuegend, wir brauchen wirksamen Schutz!",
    auch wenn am 19.10.2012 die Frist für die Stellungnahme zum Lärmaktionsplan für den Frankfurter Flughafen abläuft, ist diese Unterschriftenaktion noch nicht beendet. Schließlich sollen alle, die vielleicht erst in den letzten Tagen zum Lärmaktionsplan kritisch Stellung genommen haben, Gelegenheit haben, die Petition noch unterzeichnen können.
    Bitte helfen Sie mit, in Ihrem Umfeld diese Information bekannt zu machen.
    Für alle, die zum Lärmaktionsplan Stellung genommen haben, besteht noch bis zum 11.11.2012 Gelegenheit, die Petition zu unterzeichnen.
    Ich werde mich rechtzeitig melden und über die nächsten Schritte im Zusammenhang mit der Petition/Unterschriftenliste informieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Knut Dörfel, Frankfurt

Pro

Die Region wird sich maßgeblich verändern. Die, die es sich leisten können werden mittelfristig wegziehen. Wir leben jedoch von denen, die es sich leisten können, die dann nicht mehr da sind. Es besthet Gefahr, daß weitere Geschäfte u. Betriebe schließen u. Arbeitsplätze im Mittelstand wegfallen. Es werden weitere Menschen wegziehen. Arbeitsplätze, die angeblich durch die Fraport geschaffen werden, verschwinden an anderer Stelle. . Das kann man nicht wirklich wollen. Auch nicht als Unternehmer.

Contra

Es fehlt eine klare Aussage zur Reduzierung der Flugbewegungen zur Südbahn. Die ausschließliche Forderung nach Schließung der Nordwestbahn lässt eine Verlagerung dorthin befürchten. Und hier sind bei Beibehaltung der bisherigen Anflugroute, die wie bei der Anflugroute zur Nordwestlandebahn auf verdichtete Siedlungsbereiche keine Rücksicht nimmt, ebenfalls zigtausende Anwohner betroffen!