Region: Hamburg
Education

Die geplante Präsenzlehre im Wintersemester ermöglichen!

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Präsidium der Universität Hamburg
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  1. Launched 02/11/2020
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In den letzten Monaten ist viel Arbeit in die Erstellung von Schutz- und Hygienekonzepten für die Realisierung von Präsenzlehre investiert worden, mit denen sowohl die Einhaltung des Mindestabstands als auch die Erfassung von Kontaktdaten überall gewährleistet werden kann. So sind für Seminare mit 20-30 Teilnehmern Hörsäle mit mehreren Hundert Sitzplätzen beplant worden.

Trotz dessen erteilte das Präsidium der Universität Hamburg mit abendlichem Schreiben vom 30.10.2020 plötzlich jeglicher Lehre in Präsenz bzw. mit Präsenzanteilen (bis auf Schul- und Laborpraktika) eine Absage.

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Pandemie besteht in der sorgfältigen Realisierung von Lehre in Präsenz, von Lernen und Begegnung in den Hochschulen. Zudem sind diese Begegnungen das beste Mittel gegen Vereinsamung, Frustration und Stress. Wer die Gefährlichkeit der aktuellen Krise ernstnimmt, fördert die wissenschaftliche Arbeit in den Hamburger Hochschulen.

Die Wissenschaftssenatorin Fegebank führte auf der Pressekonferenz am 30.10.2020 in Bezug auf die Hochschulen aus: „Das heißt nach wie vor: so viel Präsenzlehre wie möglich, soviel digital wie möglich.“ (https://youtu.be/FKe90U0BcGs?t=792).

Solange Präsenzlehre an Hochschulen gemäß der Hamburger SARS-CoV2- Eindämmungsverordnung rechtlich zulässig ist, muss die Entscheidung über die Abhaltung von Präsenzveranstaltungen den Lehrenden überlassen bleiben. Dies gebietet schon das Grundrecht der Freiheit der Lehre (Art. 5 (3) GG; § 11 (1) HmbHG; vgl. dazu auch den Beschluss des Akademischen Senats in seiner 774. Sitzung am 23.04.2020, TOP 13).

Die Unterzeichnenden fordern das Präsidium der Universität in diesem Sinne dazu auf, die geplanten Präsenzveranstaltungen im vollen Umfang zu ermöglichen, selbstverständlich auf Grundlage der entwickelten Schutzkonzepte

Reason

„Die Mitglieder der Universität wollen die universitären Aufgaben in der Verbindung von Forschung und Lehre, Bildung und Ausbildung in wissenschaftlicher Unabhängigkeit erfüllen. Sie wollen zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft beitragen und Frauen und Männern gleichen Zugang zu Bildung und Wissenschaft eröffnen.“ (Leitbild der Universität Hamburg)

Hochschulen und Wissenschaft sind von Bedeutung für eine solidarische, nachhaltige Bearbeitung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Analyse und rationale Argumentation sind hochwirksam gegen Angst, Fake-News, Verschwörungstheorien und Demagogie. Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung und die universitäre Gemeinschaft brauchen Begegnung, Bezugnahme, Diskussion, Mimik, Gestik, spontane Anregungen in einem gemeinsam – unter den aktuellen Bedingungen besonders sorgfältig – belebten Raum.

Thank you for your support, Dr. Marc-Olivier Hinzelin from Hamburg
Question to the initiator

News

Die Lehre an anderen Hochschulen zeigt: Präsenzlehre ist auch aktuell möglich. Dass an diesen Hochschulen sogar Menschen, die in Präsenzveranstaltungen waren, positiv auf Corona getestet wurden, es aber in keinem Fall eine Übertragung auf andere Teilnehmende gab, zeigt dass das Konzept der geschützten Präsenz mit Abstandsregeln gut funktioniert.

Ich finde es unverantwortlich Studierende & Lehrende zur Präsenz zu drängen, wenn sie zur Risikogruppe (RG) gehören/im engen Kontakt mit Personen aus der RG stehen. Ich hatte Studierende, die letztes Semester, genau aus diesen Gründen, ihre Klausuren nicht mitschrieben. Das Problem nicht die Uni selbst, sondern auch der Weg dahin. Auch wenn die Infektionen im ÖPVN nicht nachgewiesenermaßen riesig ist, ist sie defintiv nicht gleich 0. Oftmals ist es auch nicht zurückzuverfolgen, wo sich die Leute anstecken. Wieso sollte man Leuten der RG diesem Risiko aussetzen, wenn es auch anders geht?

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