Im Entwurf der 2 KIBIZ Revision findet man viel Gutes und Neues. Elternwünsche, wie flexiblere Öffnungszeiten und mehr Mitbestimmung werden berücksichtigt. Auch die Individualität und Selbstbildung der Kinder (§13) sollen stärker gefördert werden. Der Delfin 4 Test zur Sprachförderung wird abgeschafft. Stattdessen werden zusätzliche Gelder zur allgemeinen Sprachförderung zur Verfügung gestellt. Wir fordern jedoch mehr Fachkräfte für alle Gruppenformen und eine an die Lohnsteigerung angepasste Erhöhung der Kindpauschalen. So heißt es in § 13 Absatz 2 KIBIZ Gesetz (Entwurf zur zweiten Änderung), Kitas schaffen eine „anregungsreiche Umgebung, wobei das Personal besonders wichtig ist: „Das Personal beachtet dabei auch, dass verlässliche Bindung, Vertrauen und emotionale Sicherheit den Bildungsprozess des Kindes besonders unterstützen“. Dieses kann nur erzielt werden, wenn das Land NRW Kitas für die Schaffung von zusätzlichen Fachkräften mehr Gelder zur Verfügung stellt. Weitere Infos gibt es unter www.kibiz-forum.de Textformulierung von JAEB Bielefeld // Daniela Kloss.

Begründung

Bereist jetzt werden im KIBIZ Gesetz Fortbildungen, Krankheiten und Urlaube nicht berücksichtigt, so dass der festgelegte Betreuungsschlüssel nicht der Realität entspricht. Wenn beispielsweise im U3 Bereich eine Erzieherin krank ist und die Praktikantin in der Schule ist, werden zwischen 10 Kindern und mehr von einer Erzieherin betreut, welche durch Ergänzungskräfte unterstützt wird. Durch die zur Verfügung gestellten 100 Millionen Euro zusätzlich erhält jede Kita zwar zwischen 4 und 10.000 Euro mehr pro Jahr. „Davon lassen sich jedoch lediglich Aushilfen zur Unterstützung aber keine Fachkräfte zur wirklichen Entlastung einstellen. Diese Vertretungskräfte sind nur kurzzeitig anwesend und können keine verlässliche Bindung bieten. Die in KIBIZ geforderte Bildungsdokumentation erscheint so auch kaum möglich.

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  • Übergabe der Online-Petition
    „Mehr Fachkräfte für Kitas“
    am 09.04.2014, Düsseldorf / Landtag


    18.674 Unterschriften für mehr Fachkräfte in Kitas
    +++ Vielen herzlichen Dank an alle Petitionsunterstützer! +++

    Unter dem Motto „Die KiBiz-Revision muss zu mehr Fachkräften in Kitas führen“ hatte der JAEB Bielefeld seit dem 01.02.2014 auf eine Verschärfung des Personalproblems in den Kitas als Folge der 2. Revisionsstufe des Kinderbildungsgesetzes aufmerksam gemacht und sich für eine Verbesserung des Personalschlüssels eingesetzt.

    Heute möchten wir uns ganz herzlich bei allen Petitionsunterstützern dafür bedanken, dass Sie und Ihr unser Anliegen mit Ihrer und Eurer Unterschrift unterstützt habt!

    Ein weiterer Schritt ist nun getan: Am Mittwoch, den 09.04.2014 übergaben Vertreter des JAEB Bielefeld dem Sprecher des Familienausschusses Wolfgang Jörg und der Bielefelder MdL Regina Kopp-Herr (beide SPD) die insgesamt 18.674 Unterschriften der Online-Petition für mehr Fachkräfte in Kitas.

    Wolfgang Jörg (SPD), Sprecher des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend begrüßte bei der Petitionsübergabe dieses Engagement und bemängelt gleichzeitig die seit Jahren bestehende chronische Unterfinanzierung des Elementarbereiches auf Landesebene.

    Daher trifft sich der JAEB Bielefeld mit Ministerin Ute Schäfer, um mit ihr über die KiBiz-Revision zu diskutieren und konkrete Vorschläge für eine Verbesserung der Situation in den Kitas und für die Kinder zu machen.

    Susanne Pancratz für den JAEB Bielefeld

Pro

1,5% jährliche Steigerung gleichen noch nicht einmal die Personalkostensteigerung (3%) aus. Die Reform wird also auf Kosten des Personals finanziert.

Contra

Insgesamt ist die Petition vollkommen berechtigt, geht meiner Meinung nach jedoch nicht weit genug. Punkt die m.E.nach fehlen: - Deutliche Reduzierung von 1 oder 2 Jahresverträgen mit Erzieher/innen, vor allem in U3 Gruppen - Abbildung eines "normalen" Familienalltages in der KiTa, d.h. einbindung der Kinder in die alltäglichen Pflichten und Aufgaben innerhalb einer Familie wie Einkaufen, putzen, kochen etc. -dereglemntierung und entbürokratisierung des KiTa Alltags z.B. durch Begrenzung der Dokumentationpflichten