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Bild zur Petition mit dem Thema: Ein entschiedenes NEIN zu 18 Stunden Selbstständigen Unterricht (SU) Ein entschiedenes NEIN zu 18 Stunden Selbstständigen Unterricht (SU)
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landesregierung NRW
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 635 Unterstützende
    543 in Nordrhein-Westfalen
    Sammlung abgeschlossen

Ein entschiedenes NEIN zu 18 Stunden Selbstständigen Unterricht (SU)

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1. Die Einführung des Selbstständigen Unterrichts (ehemals bedarfsdeckender Unterricht) galt der Vorbeugung von Unterrichtsausfall in Jahren von Lehrermangel – die aktuelle Lage erfordert dies nicht mehr! 2.
Der eigentliche Hintergrund für die Weiterführung des eigenverantwortlichen Unterrichts ist eine Kostenreduzierung im Bildungsbereich durch den Einsatz von „billigen“ Studienreferendarinnen und –referendaren, die für die Mehrarbeit in den eigenverantwortlichen Klassen nicht bezahlt werden. Der vermeintliche Mehrwert für die Ausbildung, da dieser Teil nicht reflektiert wird, ist zu vernachlässigen. a) Durch den eigenverantwortlichen Unterricht werden Vollzeit-Planstellen eingespart, so dass angehende Referendarinnen und Referendare den Lehramtsassessoren die Stellen wegnehmen. b)
Im Zuge der schlechten Einstellungssituation müssen sich die Studienreferendarinnen und -referendare prospektiv um alternative Anstellungen bemühen, wozu sie aufgrund der hohen Arbeitsbelastung zeitlich nicht in der Lage sind. c)
Die Studienreferendarinnen und –referendare erhalten keine Betreuung in lehrprobenrelevanten Klassen, die sie eigenverantwortlich unterrichten. d)
Durch den eigenverantwortlichen Unterricht werden Studienreferendarinnen und –referendare zusätzlich mit Arbeit belastet, die Ihnen Zeit für die Vorbereitung auf das 2. Staatsexamen nimmt. e)
Durch die ungleichmäßige Verteilung des eigenverantwortlichen Unterrichts innerhalb des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes entsteht eine Chancenungleichheit bei der Examensvorbereitung. f)
Die Reduzierung des Vorbereitungsdienstes von 24 auf 18 Monate führt gleichzeitig dazu, dass die verschiedenen Einstellungstermine für das Referendariat und die Auswahlmöglichkeiten der beschäftigten Studienreferendarinnen und –referendare bei Kursen und Klassen sinkt. g)
Eine Unterstützung durch Ausbildungslehrerinnen und –lehrer, entfällt im SU und die Studienreferendarinnen und –referendare müssen eine hohe Verantwortung z.B. bei der eigenverantwortlichen Notenvergabe übernehmen, obwohl sie noch nicht vollständig ausgebildet sind. h)
Durch den eigenverantwortlichen Unterricht erfahren viele Klassen zusätzliche Belastungen bei unnötigen Lehrerwechseln zum Halbjahr oder z.T. mitten im Schuljahr, die teils große Umstellungen (Lehrstil, Stundenplan etc.) mit sich bringen.

  1. Wir fordern daher die Landesregierung auf, statt des Selbstständigen Unterrichts, Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen!
Begründung:

Die Debatten um die Lehrerausbildung und die Veränderungsvorschläge für das Referendariat sind so zahlreich wie die Anzahl der Betroffenen, die sich diesen Experimenten ausgesetzt sehen.

Ziel einer Ausbildung sollte es sein, die Auszubildenden auf ihr berufliches Leben kompetent und fachlich gut vorzubereiten. Sicherlich ist es wichtig, dass man seine Grenzen austestet. Leider hat die Reformflut der letzten Jahre nur dazu geführt, dass die Referendarinnen und Referendare konsequent und regelmäßig weit über ihre Grenzen gedrängt wurden.

Die Landesregierungen haben sich rücksichtslos auf das schwächste Glied der Personalkette gestürzt. Für das Land sind Referendarinnen und Referendare günstige, qualifizierte Arbeitskräfte, die aufgrund ihrer Abhängigkeit in der Ausbildung und ihres befristeten Arbeitsverhältnisses schutz- und wehrlos sind. Der 18-stündige „Selbstständige Unterricht (SU)“ ist für die Referendare in seiner jetzigen Form eine zu große Belastung. Eine Reduzierung zugunsten des Ausbildungsunterrichts führt zu einer besseren Förderung im Unterricht.

Wir von den Jungen Philologen NW fordern alle Kolleginnen und Kollegen auf, sich gegen diese unsägliche Form der Fremdbestimmung durch Unterzeichnung unserer Petition auszusprechen.

Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns im Namen aller Referendarinnen und Referendare in Nordrhein-Westfalen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Krefeld, 20.09.2014 (aktiv bis 19.03.2015)


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