Petition richtet sich an:
Rat der Stadt Köln
Stoppt die Bebauung der Grünfläche in Köln-Deutz – Grün erhalten statt weiter versiegeln!
Wir fordern die Stadt Köln auf, die geplante Bebauung der Grünfläche in Deutz zu stoppen. Statt weitere Flächen zu versiegeln, müssen bestehende Grünflächen erhalten und neue Flächen entsiegelt werden.
Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen wir mehr statt weniger Grün. Die Fläche trägt zur Kühlung des Stadtteils bei, speichert Regenwasser, schützt die Artenvielfalt und dient den Menschen als wichtiger Erholungsraum. Eine Bebauung würde die Hitze im Viertel verstärken, die Lebensqualität verschlechtern und den Klimaschutzzielen der Stadt widersprechen.
Unsere Forderung ist klar: Erhalt der Grünfläche – keine weitere Versiegelung in Deutz.
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großer Sorge verfolgen wir die Planungen, auf der Grünfläche in Köln-Deutz ein Hotel- und Bürogebäude zu errichten. Als Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Deutz fordern wir Sie nachdrücklich auf, dieses Vorhaben zu überdenken und stattdessen den Weg einer konsequenten Entsiegelung und Stärkung bestehender Grünflächen einzuschlagen.
Nach unserem Eindruck lehnt ein großer Teil der Anwohnerinnen und Anwohner in Deutz dieses Vorhaben ab. Die geplante Bebauung würde einen weiteren wertvollen Freiraum unwiederbringlich zerstören – in einer Zeit, in der Städte eigentlich alles daran setzen sollten, Grünflächen zu erhalten und auszubauen.
Köln leidet bereits heute unter den Folgen des Klimawandels. Immer längere Hitzeperioden, Starkregenereignisse und eine sinkende Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sind längst Realität. Jede weitere Versiegelung verschärft diese Entwicklung.
Die geplante Bebauung hätte aus unserer Sicht erhebliche negative Folgen:
• Verlust einer ökologisch wertvollen Grünfläche.
• Verstärkung des Urban-Heat-Island-Effekts mit höheren Temperaturen im dicht bebauten Stadtteil Deutz.
• Verringerung der natürlichen Regenwasserversickerung und dadurch erhöhtes Risiko lokaler Überschwemmungen bei Starkregen.
• Verlust von Lebensräumen für Vögel, Insekten und andere Tierarten sowie weiterer Rückgang der Biodiversität.
• Verschlechterung der Luftqualität durch den Wegfall natürlicher CO₂-Speicherung sowie der Filterwirkung von Bäumen und Vegetation.
• Verlust einer wichtigen Erholungsfläche für Anwohnerinnen und Anwohner.
• Zusätzliche Verkehrsbelastung, Lärm und Emissionen durch Hotel- und Büronutzung.
• Weitere Verdichtung eines Stadtteils, der bereits heute unter einem hohen Nutzungsdruck steht.
Besonders kritisch sehen wir, dass dieses Vorhaben den erklärten Klimaschutzzielen der Stadt Köln widerspricht. Während einerseits Strategien zur Klimaanpassung, zur Förderung der Biodiversität und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität entwickelt werden, soll andererseits eine bestehende Grünfläche bebaut werden. Diese Entwicklung ist aus unserer Sicht weder nachvollziehbar noch zukunftsfähig.
Eine nachhaltige Stadtentwicklung muss heute andere Prioritäten setzen: Erhalt statt Zerstörung, Entsiegelung statt Neuversiegelung, Natur statt weiterer Betonflächen. Grünflächen sind keine ungenutzten Reserven für Bauprojekte, sondern unverzichtbare Bestandteile einer klimaresilienten Stadt. Sie kühlen das Stadtklima, speichern Regenwasser, verbessern die Luftqualität, schützen die Artenvielfalt und tragen maßgeblich zur Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung bei.
Wir bitten Sie daher eindringlich,
• die Planungen für dieses Bauvorhaben einzustellen,
• die Grünfläche dauerhaft zu erhalten,
• stattdessen gezielt Maßnahmen zur Entsiegelung weiterer Flächen in Deutz umzusetzen,
• die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und ernsthaft in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, prägen das Gesicht unserer Stadt für Jahrzehnte. Wir appellieren deshalb an Sie, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen und ein deutliches Zeichen für Klimaschutz, ökologische Nachhaltigkeit und lebenswerte Stadtquartiere zu setzen.
Bitte verzichten Sie auf eine weitere Versiegelung dieser wertvollen Grünfläche und entscheiden Sie sich stattdessen für ihren dauerhaften Erhalt.
Quellen:
Ich wohne in Deutz