Im Jahr 2020 soll die Anlage "Grüner Wehr", ein 800 Jahre altes Kultur- und Industriedenkmal abgerissen und durch eine verkleidete Betonkonstruktion erneuert werden.

Geplant sind in diesem Zug die Errichtung eines sogenannten Borstenfischpasses (Art einer Fischtreppe) in Verbindung mit einer Kanurutsche und dazugehörigen Betonpodesten für Wartungsarbeiten sowie eines Betonaussichtspodestes oberhalb der Wehranlage. Durch den Einsatz schweren Gerätes sollen im Zuge der Errichtung eines Zufahrtsweges u.a. mehr als ein Dutzend hundert Jahre alter Linden am Rande des Trojedamms gefällt werden.

Die BI-Grüner Wehr fordert eine schonende und denkmalgerechte Sanierung des "Grünen Wehr" ohne Kanurutsche und Betonpodeste und einer Fischtreppe, die in dieses Erscheinungsbild minimalistisch integriert werden kann. Die Natur im Bau-Bereich zwischen Hirsefeldsteg und Wehr muss erhalten bleiben. Der Bürgerworkshop hierzu ist in allen Fragen offen zu halten.

Der Magistrat wird aufgefordert, bei der Planung von Anfang an Aspekte der Gewaltprävention und Sicherheit städtebaulich zu berücksichtigen, um ein Entstehen von Plätzen oder öffentlichen Flächen zu vermeiden, die ein Potential an Gefährdung oder einen Mangel an subjektivem Sicherheitsgefühl jeder Art mit sich bringen können. Deshalb keine Wartungs- oder Aussichtsplattform!

Begründung

Seit 1965 wird in Abständen die Sanierungsnotwendigkeit des 800 Jahre alten Bau- und Kulturerbes zuletzt in einem Gutachten von 2008 festgestellt. Auch wenn das beauftragte Ingenieurbüro zu dem Schluss kommt, dass eine Erneuerung des Wehres aufgrund der gefundenen Schäden notwendig ist, sind die in dem vorliegenden Gutachten beschriebenen Mängel kein zwingender Grund, die Wehranlage abzubrechen und durch eine verkleidete Betonkonstruktion zu ersetzen.

Es ist bislang nicht ausreichend geprüft worden, welche Sanierungsmöglichkeiten bestehen, um das Erscheinungsbild der gesamten Anlage zu erhalten. Die geplante Kanurutsche ist aufgrund der Gesamtsituation der Lahn für Kanuten in und um Marburg unattraktiv und stellt als Bauvorhaben einen starken optischen Eingriff dar. Die geplanten Betonpodeste verschandeln nicht nur das schönste barrierefreie Naherholungsgebiet im Zentrum von Marburg, sondern errichten neben den nahe gelegenen Lahnterrassen eine weitere Problemzone als nächtliche "Partymeile".

Der geplante "Bürgerworkshop" setzt für eine angemessene Bürgerbeteiligung einen zu engen Rahmen mit den aktuell bestehenden Einschränkungen des Mitsprache- und Mitdenkenrechtes.Bitte nur unterschreiben, wer sich noch NICHT in der aktuellen Unterschriftenliste eingetragen hat!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Frank Harries aus Marburg
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Neuigkeiten

Pro

Das Faellen der alten Baeume ist nicht rueckgaengig zu machen, aber gerade sie machen den Charme des Ufers an dieser Stelle des Flusslaufes aus - m.M. eine der schoensten Stellen an der Lahn. Die Kinder spielen im Sommer im seichten Wasser, Spaziergaenger flanieren - das wuerde mit Beton wohl kaum so viel Spass machen...

Contra

Das jetztige Fundament ist bereits ein Betonfundament und wird nur saniert. Die aktuell aufliegenden "alten" Sandsteine werden zuerst entfernt, restauriert und anschließend wieder aufgetragen.

Warum Menschen unterschreiben

  • am 24.12.2018

    Weil ich möchte, dass Marburgs Panorama möglichst naturbelassen bleibt und nicht durch Ausweitung von Wassersport Attraktionen, des Tourismus oder Kommerz wegens "verschönert" werden sollte. Nötige Umbauten sollten Resourcensparen und nachhaltig für die dortige Flora und Fauna sein.

  • am 10.12.2018

    Erhaltung der Natur

  • Inge Koch Marburg

    am 07.12.2018

    Umweltschutz und Gemeinwohl

  • am 07.12.2018

    Naturerhaltung

  • Marc Miran Marburg

    am 07.12.2018

    Die schon ohnehin durch Menschen kleingemachte Natur muss nicht noch kleiner gemacht werden, sondern natur-treu in Ruhe gelassen werden.

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