Einführung einer reziproken Rentenerhöhung

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Bundesministerium für Arbeit und Soziales

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Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2020
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Künftige Rentenerhöhungen zum Schließen der sozialen Schere nutzen. Finanzielle Besserstellung für Menschen mit geringer Rente.

Da im reichen Deutschland schändlicherweise viele alte Menschen von dreistelligen Monatsrenten leben müssen, gilt bei uns bei Rentenerhöhungen leider der unsoziale Grundsatz – „Wer hat, dem wird gegeben.“

Deshalb ist es dringend nötig, bei künftigen Rentenerhöhungen ein ausgleichsförderndes Umkehrprinzip einzuführen.

Begründung

Einfaches Beispiel:

  • Bei einer 3%igen Rentenerhöhung erhält ein 3000 € - Rentner bisher zusätzlich 90 €, die er nicht unbedingt nötig hat.
  • Der 700 € - Rentner erhält 21 €, wodurch sich seine prekäre Situation nicht ändert. Künftig muss hier reziproker Ausgleich geschaffen werden, so dass der Arme 90 € und der Wohlhabende 21 € Rente erhält.

Dies darf nicht daran scheitern, weil die wohlhabenden Rentner systembedingt die lautere Stimme haben als das Prekariat.

Außer der Tatsache, dass der Staat damit wirklich etwas Gutes gegen die soziale Schere unternimmt, entstehen für ihn vermutlich keine nennenswerten Mehrkosten.

Kritiker sollten Folgendes bedenken:

Der Wohlhabende wird z. B. seit Jahrzehnten bei den Beiträgen zur Krankenversicherung bevorzugt, da seine Beiträge ab einer bestimmten Einkommenshöhe nicht mehr ansteigen. Hier hört man keine Beschwerden über Ungleichbehandlung.

Der wenig Verdienende kann und konnte sich in der Vergangenheit keine Zusatzrente ersparen, was für den gut Verdienenden möglich ist. Diese Problematik hat sich seit der Einführung der Agenda 2010 mit der verbundenen starken Rentenkürzung extrem verschärft.

Auch herrscht eine Ungleichheit zwischen Arbeitern aus Kleinbetrieben, die im Gegensatz zu vielen in der Industrie tätigen Personen keinerlei Betriebsrente, Regelungen zu einem Vorruhestand oder gar Abfindungen bei betriebsbedingten Kündigungen erhalten oder erhielten.

Letztlich ein weiterer Hinweis unter der Rubrik „Christ“ und „Gerechtigkeit“.

Ein Mensch, der auf Grund seiner Veranlagung sein Leben lang eine schlecht bezahlte Arbeitsstelle hatte, konnte sich im Gegensatz zu gut Verdienenden bei der Berufswahl nie richtig nach seinen Interessen orientieren. Er war in seiner Erwerbszeit sehr fremdbestimmt und musste oft Tätigkeiten verrichten, die nicht wirklich Freude bereiteten, oft eher belastend waren. Kurz gesagt, er war nicht sonderlich glücklich während seiner jahrzehntelangen Arbeit. Unser bisheriges System ist so unchristlich gestrickt, dass es ganz selbstverständlich ist, dass dieser Mensch auch nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben keine Verbesserung seiner Situation erfahren darf.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.02.2020
Sammlung endet: 07.02.2021
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

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