Region: Bavaria
Health

Einführung von „Lolli-PCR Test“ in allen Einrichtungen der Kindertagespflege in Bayern

Petition is directed to
Bayerischer Landtag
302 Supporters 211 in Bavaria
Collection finished
  1. Launched June 2021
  2. Collection finished
  3. Filed on 02 Aug 2021
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  5. Decision

Notiz zur Änderung der Petition vom 09.07.2021:

Aus den Medien ist zu entnehmen, dass die Bayerische Landesregierung die Einführung von Lolli-PCR Tests (oder "Spuck-Tests") für Grundschulen zwischenzeitlich beschlossen hat. Damit ist man unserer Petition zum Teil zuvor gekommen und es sind sehr gute Nachrichten für Grundschüler und ihre Familien:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/neues-corona-testkonzept-fuer-bayerische-grundschulen,ScNE2AR

Dennoch bleibt die Petition bestehen und relevant, denn: Es gibt nach wie vor KEIN Testkonzept für Kita-Kinder. Diese Kinder sind ebenso gefährdet wie Grundschüler und sind altersbedingt zudem nicht einmal in der Lage, zum Eigenschutz eine Maske zu tragen. Daher bleibt die Petition bestehen mit dem Ziel, Lolli-PCR Tests auch für die Altersgruppe der Kita-Kinder einzusetzen.

Unsere Forderung:

Standardmäßige und verpflichtende Einführung und Durchführung von regelmäßigen "Lolli-PCR"-Tests (mindestens 2x wöchentlich) in allen Einrichtungen der Kindertagespflege, inkl. Krippen, Kindergärten, Tagesmütter- und väter, sowie allen Grundschulen in Bayern. Diese Tests sollen die z.T. freiwilligen Schnelltests ersetzen.

Warum gerade "Lolli-PCR" Tests?

Die Schnelltestes mittels Nasenabstrich werden von vielen Familien als Problematisch in der Durchführung empfunden.

Dazu kommt, dass die Schnelltests in vielen Fällen eine Infektion gar nicht, oder erst sehr spät erkennen. Bei symptomfreien Verläufen erkennen die Schnelltests teilweise nicht mal in 40% der Fälle eine Infektion (siehe Quelle 6).

Die Durchführung der „Lolli-PCR Tests“ ist schnell und unkompliziert. In Nordrhein-Westfalen werden Sie bereits erfolgreich routinemäßig angewendet.

Wie funktionieren die Tests?

https://www.schulministerium.nrw/animiertes-erklaervideo-zum-lolli-test

Eine Zusammenfassung:

  • Das Kind lutscht jeweils 30 Sekunden zwei Tupfer.
  • Einer der Tupfer kommt mit den Tupfern der anderen Kinder in ein Pooling-Röhrchen.
  • Der zweite Tupfer kommt einzeln in ein Nachtestungs-Röhrchen
  • Labor macht PCR; nur wenn positives Ergebnis vorliegt muss nachgetestet werden, um die infizierte Person zu identifizieren

Vorteile:

  • Kein Testergebnis direkt vor Ort, Anonymität der Infizierten wird gewahrt
  • Kein Abstrich im Nasenraum
  • Sicheres Ergebnis
  • Schnelle und einfache Durchführung

Reason

Ausbreitung der Virus-Variante "Delta" und zu erwartende steigende Fallzahlen im Herbst

Die Ausbreitung der Virusvariante "Delta" des SARS-CoV-2 Virus steigt deutschlandweit kontinuierlich an (Quelle 1). Es ist zu erwarten, dass diese Virusvariante innerhalb der nächsten Wochen dominierend sein wird und zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen führt, so wie es derzeit bereits in Großbritannien und Israel beobachtet wird.

Bereits in der Bundespressekonferenz am 25.06.2021 wurde seitens des Robert-Koch-Institutes auf die verstärkte Ansteckungsfähigkeit dieser Virusvariante hingewiesen, sowie auf die Empfehlung von Spuck- und Lolli-Tests, da die üblichen Schnelltests akute Infektionen oftmals gar nicht, oder erst zu spät erkennen würden (Quellen 2 und 3).

Kinder im Kita- und Grundschulalter werden der Infektion schutzlos ausgesetzt sein. Es ist mit Schulschließungen und Quarantänemaßnahmen zu rechnen.

Die flächendeckende Einführung von Lolli-PCR Tests würde einen großen Beitrag dazu leisten, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen. Dies würde die Notwendigkeit von Quarantänemaßnahmen, sowie Schulschließungen massiv reduzieren. Die Durchführung wird in Nordrhein-Westfalen bereits seit Wochen erfolgreich praktiziert (Quelle 4). Auch in zahlreichen Kitas wird die Testmethode erfolgreich eingesetzt (Quelle 5).

Wir möchten den Kindern nach Möglichkeit weitere Isolation, Schulausfälle, Kitaschließungen, etc. ersparen, indem durch eine optimale Teststrategie Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden können.

Die Erfahrungen aus NRW zeigen, dass die Umsetzung der Lolli-PCR Tests möglich und mit minimaler Belastung für die Kinder verbunden ist. Die Ergebnisse der Lolli-PRC Tests wären von maximaler Sensitivität und Spezifität, während die Schnelltests bei symptomlosen Verläufen oft nicht einmal 40% der Infizierten korrekt erkennen würden (Quelle 6).

Wir fordern die Einführung der verpflichtenden Lolli-PCR Tests, um den Kindern die Teilnahme an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu ermöglichen, und um unerkannte Infektionsketten zu vermeiden.

Wir möchten auch die Anzahl an infizierten Kindern so gering halten wie möglich.

Die meisten Kinder dieser Altersgruppe überstehen eine akute Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus zunächst problemlos. Es zeigt sich jedoch zunehmend, dass ein Teil der Kinder einige Wochen nach der akuten Infektion an einem schweren Entzündungssyndrom erkrankt ("PIMS"). Die Kinder müssen oftmals intensivmedizinisch betreut werden, die Fallzahlen werden auf etwa 1:1000 Fälle geschätzt (Quelle 7).

Zusätzlich ist das Auftreten von Langzeitfolgen ("Long-Covid") bei Kindern dieser Altersklasse noch nicht vollständig eingeordnet. Es werden zunehmend Studien veröffentlicht, in denen das Andauern von zum Teil belastenden Krankheitssymptomen bei Kindern mehr als 12 Wochen nach der Infektion zunehmend beschrieben wird (Quelle 8).

Auch hiervor sollen die Kinder bewahrt werden, so gut es die Möglichkeiten erlauben.

Quellenangaben:

Quelle 1: RKI Berichte zum Anteil Virusvarianten (laufend aktualisiert): https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/DESH/Berichte-VOC-tab.html

Quelle 2: Video zur Bundespressekonferenz vom 25.06.2021 zur aktuellen Corona-Lage: https://www.youtube.com/watch?v=7UMXH2XeOPc

Quelle 3: Bericht zu Bundespressekonferenz vom 25.06.2021: https://www.tagesspiegel.de/politik/spahn-zur-ausbreitung-der-delta-variante-aus-einem-zu-sorglosen-sommer-darf-kein-sorgen-herbst-werden/27363730.html

Quelle 4: Informationen zu den Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen in NRW: https://www.schulministerium.nrw/lolli-tests

Quelle 5: Lolli-Test an Kitas in NRW: https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/lolli-tests-kitas-nrw-faq-100.html

Quelle 6: Diskussion zur Aussagekraft von Schnelltests: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/in-der-praxis-deutlich-unzuverlaessiger-als-auf-dem-papier-123017/

Quelle 7: Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie: https://dgpi.de/pims-survey-update/

Quelle 8: Fachliteratur zum Auftreten von "Long-Covid" Symptomen bei Kindern und Jugendlichen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=long+covid+children

News

  • Ich wurde darüber informiert, dass die Petition eingegangen ist und bearbeitet wird. Sollte sie Bestandteil einer öffentlichen Anhörung werden, werde ich darüber informieren.

    Herzlichen Dank und viele Grüße!

  • Die Petition wurde am 02.08.2021 dem Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags übergeben.

  • Liebe Unterstützende,

    ich danke ganz herzlich für die Unterschriften! Da jedoch in den letzten Wochen nahezu keine Zunahme mehr an Unterschriften erfolgt ist, habe ich mich dazu entschieden, die Petition vorzeitig einzureichen. Ich hoffe, dass sie somit bis zum Ende der Bayerischen Sommerferien ggf. noch bearbeitet wird.

    Sollte die Petition Erfolg haben, sind nochmals alle herzlich eingeladen, die Texte und Quellen für eigene Petitionen in anderen Bundesländern zu verwenden; ich kann hier auch gerne unterstützen.

    Ich werde nochmals informieren, sobald ich eine Rückmeldung erhalten habe.

    Vielen Dank, alles Gute und bleibt gesund,
    Daniela Schindler

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