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Änderungen an der Petition
am 21.09.2026 -
Änderungen an der Petition
am 21.09.2026 -
Änderungen an der Petition
am 17.09.2026
Petition richtet sich an: Landrat Heiko Blume
§ 114 verpflichtet den Landkreis Uelzen als Schulträger zu einem zumutbaren Schülertransport:
"Die Landkreise und kreisfreien Städte sind Träger der Schülerbeförderung. Sie haben die in ihrem Gebiet wohnenden Kinder, [...] sowie die in ihrem Gebiet [...] wohnenden Schülerinnen und Schüler [...] unter zumutbaren Bedingungen zur Schule zu befördern".
Dies war bisher am Rande des Zumutbaren und ist mit dem seit dem Schuljahr 2026/2027 geltenden Busfahrplan unserer Meinung überhaupt nicht mehr gegeben. Der Busfahrplan wurde ohne Beteiligung und Berücksichtigung der Bedürfnisse der betroffenen Nutzergruppen zwischen Landkreis und VNO ausgearbeitet, ausgeschrieben und wird von der RBB ausgeführt. Der parallele Schülerverkehr wurde in den Linienverkehr integriert. Alle SchülerInnen müssen jetzt mit Linienbussen fahren, auch die GrundschülerInnen.
Der Landkreis beruft sich beim Busangebot auf das angeblich gesetzliche Minimum von Fahrten zur 1. Unterrichtsstunde und nach der 6., 8. und 10. Unterrichtsstunde zurück. Dabei dürfe eine Fahrt 90 Minuten dauern und einen Anspruch auf Sitzplatz gibt es nicht. Ein Stehplatz wäre ausreichend. Der Bus nach der 4. Stunde aus Uelzen Richtung Lüder wurde um 10 Minuten vorverlegt, so dass SchülerInnen ihn nicht erreichen können - es sei denn, die Lehrer lassen die Schüler eher aus dem Unterricht, womit die Kinder aber nicht versichert sind. SchülerInnen, die nach der 4. Stunde Schluss haben, müssen eben bis zur 6. Stunde warten...
Zusammengefasst: Die Anforderungen des § 114 NSchG sind nicht hinreichend übersetzt, benachteiligen FahrschülerInnen in noch erheblicherem Maß als vor der Änderung und belegen dass Kinder im Landkreis als Kostenfaktor statt als Zukunft unserer Gesellschaft gesehen werden: In der Zeitung hat der Landkreis stolz berichtet, dass mit dem neuen Fahrplan die Kosten für den Schülertransport von von 4.000 EUR auf 1.000 EUR je SchülerIn reduziert werden konnten.
WIR FORDERN
kurzfristig einen attraktiven Busverkehr für alle Nutzergruppen im Landkreis Uelzen (SchülerInnen, unsere Mitmenschen, die kein Auto oder Führerschein haben oder einfach für die Verkehrswende den ÖPNV nutzen wollen!). Das bedeutet:
Die Dezentralisierung der (gymnasialen) Schullandschaft im Landkreis, z. B. durch die Entscheidung zur Umgestaltung der Oberschule Bad Bodenteich zur IGS bzw. Angebot eines gymnasialen Zweigs im Südkreis. Dies böte die Möglichkeit, das Schulangebot im Landkreis vielfältiger und spezialisierter zu gestalten, z.B. durch Angebot spezialisierter Zweige. Viele SchülerInnen hätten kürzere Fahrwege, Leerfahrten von Uelzen könnten besser genutzt werden, indem z.B. die Schule an den unterschiedlichen Schulen asynchron beginnt.
WIR BIETEN
unsere Erfahrung und unseren Blick auf die Bedürfnisse von Nutzenden des Busverkehrs. Gerne begleiten und beraten wir bei der Ausarbeitung eines attraktiven Fahrplans, der die Bedürfnisse der Fahrgäste berücksichtigt und damit mehr Akzeptanz für das Busangebot bzw. den Nahverkehr schafft.
Mit dem neuen Schuljahr trat der neue Busfahrplan mit weiteren Beeinträchtigungen für die FahrschülerInnen nach Uelzen, aus Wrestedt, Stederdorf zur Oberschule nach Bad Bodenteich und zur KGS nach Clenze in Kraft:
Vielfach haben wir Eltern die Fahrten übernommen, wenn Umstiege nicht erreicht wurden und die Kinder anriefen "der Bus kommt nicht, ich muss doch zur Schule".
Die Aufgabe der Eltern ist es aber nicht, bei Fahrplanausfällen die Busse zu ersetzen. Es kann nicht die Erwartungshaltung des Schulträgers sein, dass Eltern dann ihre Kinder zur Schule bringen und Verdienstausfall, Sprit- und Fahrzeugkosten übernehmen. Die Einsparungen für den Schülertransport dürfen nicht auf Kosten der Eltern erfolgen!
Das Bild der FahrschülerInnen am Beispiel von Lüder zeichnet sich aktuell wie folgt: Aufstehen morgens um 5:30 Uhr, zur Bushaltestelle laufen um 6:15 Uhr, den Bus um 6:26 Uhr nehmen (der Bus wurde seit 14. September um 10 Minuten in der Abfahrt vorverlegt, um Anschlusssicherheit zu gewährleisten - das geht auch über Echtzeitfahrtinformation, Kommunikation der Fahrer und vor allem: Festlegung in den Vergabekriterien!), Ankunft in Uelzen um 7:24 Uhr.
Bei Besuch der KGS in Clenze Umsteigen in Bad Bodenteich Neustädter Str., 19 Minuten warten ohne Wetterschutz, Ankunft Clenze KGS 7:34 Uhr.
Schulschluss am HEG nach der 6. Stunde um 12:50 Uhr, Abfahrt um 13:20 Uhr Ankunft Lüder Grundschule um 14:10 Uhr - zu Hause 14:25 Uhr.
6 Schulstunden bedeuten schon ab der 5. Klasse einen 8-Stunden-Tag außer Haus. Wie ein Arbeitstag!
Unsere FahrschülerInnen erleben durch die Gestaltung des Busverkehrs eine so große Erschwernis, dass die Situation als diskriminierend bezeichnet werden kann. Wie sollen morgens gute Schulleistungen oder auch nur die Aufnahmefähigkeit zum Lernen möglich sein nach so langer Anreisezeit? Klassenarbeiten in den ersten Schulstunden werden zum Stress, wenn der Bus wie häufig Verspätung hat.
Gegenüber den Stadtkindern werden den Fahrschülerinnen am Tag mehrere Stunden geraubt. Stunden, die Kraft kosten und erschöpfend sind.
Statt die Situation für die SchülerInnen und alle anderen Fahrgäste der Busse im Kreis Uelzen zu verbessern, hat der neue Busfahrplan zu einer gravierenden Verschlechterung geführt.
Statt durch ein attraktives ÖPNV-Angebot die SchülerInnen vom Busverkehr zu überzeugen und damit die Verkehrswende auch im ländlichen Raum zu fördern, werden die Busse so unattraktiv gemacht, dass jede/r SchülerIn mit dem Führerschein gerne aufs Auto umsteigen wird, sofern sie es sich leisten können. Wer fährt 80 Minuten von Haus-zu-Haus mit dem Bus, wenn es mit dem Auto 30 Minuten dauert?
Schlechter öffentlicher Nahverkehr grenzt Menschen aus, die nicht mobil sind. Kurzfristig Kosten für den öffentlichen Nahverkehr zu sparen führt zu gesellschaftlichen Folgekosten.
Niemand wird auf die Dörfer in unserem Landkreis ziehen, die gesamte Infrastruktur wird weniger, die Orte überaltern und beginnen zu verwahrlosen...die politischen Folgen davon sehen wir in Sachsen-Anhalt.
Statt den Nahverkehr rein aus der Kostenbrille zu planen, lohnt sich langfristig ein attraktives Angebot: Ein guter Nahverkehr ist eine Investition - nicht nur in die Zukunft unserer Kinder, weil wir ihnen mehr Lebensqualität während der Schulzeit schenken, sondern insbesondere in die Zukunft unseres Landkreises und unserer Umwelt.
Petition gestartet:
16.09.2026
Sammlung endet:
15.03.2027
Region:
Uelzen
Kategorie:
Bürgerrechte
Dass SchülerInnen auch ohne Elterntaxi zuverlässig und sicher in die Schule kommen (insbesondere Grundschüler) ermöglicht vielen Familien, dass die Eltern parallel mit der Arbeit beginnen können, ohne sich zu sorgen. Es entlastet zudem die Straßen und verhilft den Kindern zu mehr Selbstständigkeit. Kinder im Altern von 6-10
Jahren zwei Stunden warten zu lassen bis sie nach Hause kommen, ist nicht zumutbar.
Der Busverkehr hat sich in den letzten 2 Jahren massiv verschlechtert! Schülerinnen müssen bereits in der Grundschule teilweise 30 min auf die Abfahrt des Busses warten für eine Fahrt von 10 min! Dies betrifft nicht nur die Schüler aus Lüder. In der Gemeinde Bienenbüttel ist es aufgrund der Fahrpläne zu massiven Schwierigkeiten gekommen. Neben den fahtplanmäßigen Wartezeiten, kommt es täglich auch noch zu deutlichen Verspätungen! Und das wird vom Landkreis einfach so hingenommen!
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Weil meine Tochter auch mit dem Bus fährt und oft berichtet, wie schlimm die Busfahrer sind.