Der Bundestag möge beschließen, dass die Kosten eines Wertpapierkredits (Zinsen, Gebühren etc.) für den Kauf von Wertpapieren als Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen in Abzug gebracht werden können.

Begründung

Dient der Kredit zum Kauf von Wertpapieren und damit zur Erzielung von Einkünften handelt es sich um Werbungskosten, genauso wie Aus- oder Weiterbildungskosten zur Erzielung von Einkünften dienen. Genau hier sehe ich auch die Ungleichbehandlung. Natürlich ist mir die Schwierigkeit der Abgrenzung zum Konsumkredit bewusst, deswegen muss ein zeitgleicher Nachweis über den Kauf von Wertpapieren erfolgen, oder, um es noch einfacher zu gestalten, man beschränkt das Gesetz generell auf Wertpapierkredite.

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Neuigkeiten

  • Pet 2-18-08-6110-035005

    Einkommensteuer


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 01.06.2017 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung

    Der Petent möchte erreichen, dass die Kosten eines Kredits (Zinsen, Gebühren etc.)
    für den Kauf von Wertpapieren als Werbungskosten bei den Einkünften aus
    Kapitalvermögen in Abzug gebracht werden können.
    Zur Begründung wird ausgeführt, der Kredit zum Kauf von Wertpapieren und damit
    zur Erzielung von Einkünften sei steuerlich wie Aus- oder Weiterbildungskosten zu
    behandeln.
    Die Petition wurde auf der Internetseite des Deutschen Bundestages veröffentlicht.
    Sie wurde von 13 Personen unterstützt, es gab insgesamt fünf Diskussionsbeiträge.
    Der Petitionsausschuss hat der Bundesregierung Gelegenheit gegeben, zu der
    Eingabe Stellung zu nehmen. Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung lässt sich
    unter Einbeziehung der seitens der Bundesregierung angeführten Aspekte wie folgt
    zusammenfassen:
    Mit Einführung der Abgeltungsteuer wurden der Sparer-Freibetrag und der
    Werbungskosten-Pauschbetrag zum Sparer-Pauschbetrag zusammengefasst. Der
    Sparer-Pauschbetrag beträgt 801 Euro für Ledige bzw. 1.602 Euro für
    Verheiratete/Lebenspartner. Die Abgeltungsteuer fällt nur dann an, wenn der Sparer-
    Pauschbetrag ausgeschöpft ist. Mit dem Sparer-Pauschbetrag werden typische
    Werbungskosten berücksichtigt, denn die ganz überwiegende Mehrzahl der
    Steuerpflichtigen hat geringere Werbungskosten als 800 Euro. Lediglich bei
    Steuerpflichtigen mit hohen Einkommen fällt im Durchschnitt ein höherer
    Werbungskostenbetrag an. Diese profitieren dann aber bereits von dem einheitlichen
    Abgeltungsteuersatz von 25% anstelle einer Versteuerung analog des individuellen

    Steuersatzes. Dass die Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen
    pauschaliert über den Sparer-Pauschbetrag abgegolten werden, steht im Einklang
    mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben. Die Möglichkeit, auch über den
    Pauschbetrag hinaus Werbungskosten in Abzug bringen zu können, würde zu
    Steuerausfällen führen. Diese wären auch deshalb nicht begründet, weil die
    Einkünfte aus Kapitalvermögen mit dem sehr niedrigen Abgeltungssatz von 25 %
    besteuert werden. Dadurch unterscheidet sich die Situation auch grundlegend von
    der Berücksichtigung von Aus- oder Weiterbildungskosten bei der Ermittlung des
    steuerpflichtigen Arbeitseinkommens.
    Vor dem Hintergrund des Dargelegten kann der Petitionsausschuss ein weiteres
    Tätigwerden nicht in Aussicht stellen.
    Er empfiehlt daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht
    entsprochen werden konnte.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.