Petition an die Bürgermeisterin und an den Rat der Stadt Leer zur Einrichtung einer würdigen, öffentlich zugänglichen Gedenkstätte am Ort der ehemaligen Synagoge in Leer:

Bis zur Brandstiftung während der Novemberpogrome hat an der Heisfelder Straße in Leer in der Nähe des "Bummert" die jüdische Synagoge gestanden. Das Gelände ist heute in Privatbesitz. Neben einer kleinen Gedenkstätte auf der gegenüberliegenden Straßenseite erinnert am eigentlichen ehemaligen Standort der Synagoge nur eine kleine Gedenktafel an der Wand eines leerstehenden Gebäudes an die grausame Vergangenheit dieses Ortes.

Mit der Petition, die von verschiedenen Schulen im Landkreis Leer initiiert wurde, sollen die Bürgermeisterin und der Rat der Stadt Leer aufgefordert werden, alles ihnen Mögliche dafür zu tun, dass unmittelbar an dem Ort, wo bis 1938 die Synagoge in Leer gestanden hat, eine würdige, öffentlich zugängliche Gedenkstätte entstehen kann und dass das ehemalige Synagogengelände nicht einfach überbaut werden kann.

Begründung

Mit dieser Initiative wollen wir nicht zuletzt Albrecht Weinberg danken, der an den Schulen im Landkreis Leer immer wieder seine Lebensgeschichte in unnachahmlicher und beeindruckender Weise erzählt hat. Wir bitten darum, unser Anliegen zu unterstützen, um mit möglichst vielen Unterstützern und Unterstützerinnen bei der Stadt Leer vorstellig werden zu können.

Erstunterzeichner/-innen:

Ulrike Janssen, Schulleiterin Gymnasium Rhauderfehn

Anke Chudzinski-Schubert, Gymnasium Rhauderfehn

Heike Focken, Vorsitzende "Freunde und Förderer des Gymnasiums Rhauderfehn e.V."

Kalle Puls-Janssen, stv. Vorsitzender "Freunde und Förderer des Gymnasiums Rhauderfehn e.V."

Andrea Fussy, Elternratvorsitzende Gymnasium Rhauderfehn

Ali Remmo und Rieke Heykants, Schülervertretung Gymnasium Rhauderfehn

Holger Klempin, Schulleiter KRO Overledingerland

Friedhelm Buchholz, Schulleiter Erich Kästner Schule Rhauderfehn

Ulf Rott, Schulleiter Teletta-Gross-Gymnasium Leer

Claudia Lax, Teletta-Gross-Gymnasium Leer

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gymnasium Rhauderfehn aus Rhauderfehn
Frage an den Initiator

Diese Petition wurde bereits in folgende Sprachen übersetzt

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer*innen,
    in der Anlage sende ich das Ankündigungsplakat für die Veranstaltung am 15. Mai 2018 um 18.00 Uhr in der Baptistenkirche Leer, das gerne weiter verbreitet werden darf.
    Wir freuen uns auf viele Mitstreiter*innen.
    Herzliche Grüße,
    Ulrike Janssen

  • Liebe UnterstützerInnen,

    am Montag, 16. April, haben ca. 30 Vertreter*innen der Schulen der Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und zwei anwesenden Ratsmitgliedern die insgesamt 2.500 Unterschriften übergeben, die seit Mitte Februar gesammelt wurden. In einer beeindruckenden Rede legten Schülerinnen des Gymnasiums Rhauderfehn ihre Beweggründe und die wesentlichen Fakten zur Initiative dar. Besonders bewegend war, dass auch der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg an der Übergabe der Petition teilgenommen hat.
    In der Anlage sende ich den Pressebericht der Ostfriesen-Zeitung.

    Inzwischen hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, zu der VertreterInnen des Gymnasiums Rhauderfehn, des Teletta-Gross-Gymnasiums, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Leer gehören. Schnell war nämlich klar, dass weitere Schritte folgen sollen.

    Unter dem Motto
    „Der Würde Raum geben“ - Das ehemalige Synagogengrundstück in Leer umgestalten
    organisieren die Initiatorinnen und Initiatoren der Unterschriftenaktion für eine Synagogengedenkstätte, die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Rhauderfehn und des Teletta-Groß-Gymnasiums Leer, am 15. Mai eine Veranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger in der Baptistenkirche in Leer, Ubbo-Emmius-Str. 2 (neben dem UEG). Beginn ist um 18:00 Uhr.

    Unter Beteiligung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Ostfriesland (GCJZ), Vorsitzender Wolfgang Kellner, und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Leers (ACKL), Sprecher Uwe Wiarda, wird die Forderung zur Umgestaltung des ehemaligen Synagogenplatzes erläutert werden. Schülerinnen und Schüler werden über das jüdische Gemeindeleben in Leer sowie die Bedeutung von Erinnerungskultur informieren. Auch wird noch einmal der Weg von der Idee bis zur Übergabe der Petition nachgezeichnet werden. 2500 Menschen hatten in den vergangenen Wochen mit ihrer Unterschrift die Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Synagogengelände gefordert.
    Für einen musikalischen Rahmen sorgen Bläsergruppen beider Gymnasien.

    Die Initiatorinnen und Initiatoren erhoffen sich eine große Resonanz aus der Bevölkerung.

    Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

    Wir würden uns über die Teilnahme möglichst vieler UnterstützerInnen der online-Petition sehr freuen.

    Herzliche Grüße,
    Ulrike Janssen
    Europaschule Gymnasium Rhauderfehn
    Werftstr. 2
    26817 Rhauderfehn
    Tel. 04952 8273-0
    Fax 04952 8273-18
    leitung@gymnasium-rhauderfehn.de

  • Am Montag, 16. April, haben ca. 30 Vertreter*innen der Schulen der Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und zwei anwesenden Ratsmitgliedern die insgesamt 2.500 Unterschriften übergeben, die seit Mitte Februar gesammelt wurden. In einer beeindruckenden Rede legten Schülerinnen des Gymnasiums Rhauderfehn ihre Beweggründe und die wesentlichen Fakten zur Initiative dar. Besonders bewegend war, dass auch der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg an der Übergabe der Petition teilgenommen hat.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Hallo sehr geehrte Leser*innen. In diesem kurzen Kommentar, möchten wir ein ContraPunkt anbringen und hoffen auf Verständnis und einen möglichen Kompromiss. Dieser "Schandfleck", der zu einer Gedenkstätte werden soll, steht neben mehreren Schulen, die von der Pausen-"Austattung" sehr miserabel gehalten sind und in einer Stadt, die kaum "Jugend-Treffpunkte" bietet, was die Kinder vor den Pcs und Handys Zuhause hält. Unser Vorschlag ist, anstatt einer reinen Gedenkstätte, etwas zu errichten, an denen sich die Schüler ebenfalls erfreuen können. Im Sinne schweben uns Pavillions mit Grünen Flächen