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Bild zur Petition mit dem Thema: Eisenbahnliegenschaftswesen - Keine Verwendung staatlicher Subventionen für den Abriss von Architekturdenkmälern (im Rahmen der Modernisierungsoffensive von Bahnhöfen in NRW) Eisenbahnliegenschaftswesen - Keine Verwendung staatlicher Subventionen für den Abriss von Architekturdenkmälern (im Rahmen der Modernisierungsoffensive von Bahnhöfen in NRW)
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 30 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Kurzlink

Eisenbahnliegenschaftswesen - Keine Verwendung staatlicher Subventionen für den Abriss von Architekturdenkmälern (im Rahmen der Modernisierungsoffensive von Bahnhöfen in NRW)

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, staatliche Subventionen des Bundes für die Modernisierungsoffensive zur Erneuerung von Bahnhöfen in NRW nicht für den Abriss von Architekturdenkmälern zu verwenden und - konstruktiv und kompromissorientiert - die historischen Bahnsteighallen des Duisburger Hbf ganz oder teilweise zu erhalten und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG sowie den zuständigen Ministerien und Fachaufsichten die Pläne zu überarbeiten.

Begründung:

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrter Herr Bundestagspräsident!Die Deutsche Bahn AG hat angekündigt, noch in diesem Jahr im Kontext eines Investitionsprogrammes zur Modernisierung der Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen mit dem Abriss der von 1931-34 in Stahlskelettbauweise errichteten Gleishallen mit schwebenden Dächern, die ohne Stützpfeiler auskommen - auch für heutige Verhältnisse ein Meisterwerk der Baukunst -, und somit Barrierefreiheit gewährleisten, zu beginnen. An ihrer Stelle soll eine wellenförmige Dachkonstruktion entstehen, die gegenüber ihrem Vorgänger ingenieurstechnisch einen Rückschritt bedeuten würde, weil die Dächer in diesem Entwurf wieder konventionell von - parallelen - Rundpfeilern oder Säulen getragen werden.Die Frage steht im Raum, ob mit dem Abriss eines bedeutenden Kulturdenkmals öffentliche Gelder zweckentfremdet werden, statt sie für die Sanierung und Restaurierung zu verwenden?Die Petition fordert daher einen Stopp und eine Überarbeitung der Pläne.Im Falle der Realisierung des von der Deutschen Bahn AG vorgestellten Plans für einen Dachneubau in Duisburg, dessen Kosten sich im Rahmen des 1-Milliarde-Euro-Programms zur Erneuerung von 150 Bahnhöfen in NRW, an dem das Land neben der Hauptfinanzierung durch den Bund mit mehr als 300 Mio. Euro beteiligt sein wird, auf rund 150 Millionen Euro belaufen sollen (s. WAZ vom 09.06.2016: "Duisburger Hauptbahnhof bekommt bis 2022 gläserne Welle"), droht ein bedeutendes Stück Architekturgeschichte verloren zugehen, da bis dato kein Willen zu erkennen ist, wenigstens einen Teil oder eine der historischen Duisburger Bahnsteigbasiliken - ausgestattet mit Obergadenfenstern im Stile des Art Déco, die einen natürlichen Lichteinfall gewährleisten, und Seitenschiffen für die ein- und ausfahrenden Züge - aus der Zeit der Klassischen Moderne der ausgehenden Weimarer Republik, für die Nachwelt bzw. künftige Generationen als anschauliches und sinnlich erfahrbares Beispiel der Architekturgeschichte zu erhalten. Es würde damit auch ein Stück Weltkulturerbe aus der noch jungen Geschichte der Bahnhofsarchitekturen unwiderruflich verloren gehen.Die Petition spricht sich nicht gegen Neubauprojekte aus, es käme nach Ansicht des Verfassers jedoch darauf an, zu überlegen, wo - auch ästhetisch anspruchsvolle - Neubauten sinnvollerweise errichtet werden könnten. Da auch für den Dortmunder Hauptbahnhof umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen sind, und die dortigen Bahnsteigüberdachungen längst nicht so außergewöhnlich sind wie ihre älteren Duisburger "Geschwister", würde das neue Wellendach in Dortmund sicher eine architektonische Bereicherung darstellen, und die Baugeschichte chronologisch fortschreiben, ohne sich der Anschaulichkeit historischer Orte zu entledigen.Vielen Dank.Mit freundlichen Grüßen!

16.02.2017 (aktiv bis 17.07.2017)


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