Der Deutsche Bundestag möge einen Ausstiegsfahrplan für Strom aus Braun- und Steinkohle bis zum Jahre 2050 beschließen, im Einklang mit den angestrebten Zielen für den Ausbau für Erneuerbare Energien. Der Ausstieg soll sich an den Ausbaukorridoren für Erneuerbare Energien (EE) orientieren, d. h. bis 2025 45 % EE, mind. 20 % Erdgas, daraus ergibt sich ein Maximalanteil von Kohle im Jahr 2025 von 35 %, im Jahr 2035 von 20 % und im Jahr 2050 von 0 %.

Begründung

Mit den festgelegten Ausbaukorridoren für Strom aus Erneuerbaren Energien (EE) ergibt sich klar das Aus für Kohlestrom, da die Kohlekraftwerke nicht flexibel mit den EE kombiniert werden können. Dennoch wird dies nicht ausreichend thematisiert, im Koalitionsvertrag steht sogar, dass Kohle ein "unverzichtbarer Bestandteil" des Strommixes sei. Mit dem Aufbau von Überkapazitäten von Kohlekraftwerken verteuert sich die Energiewende unnötig, da Kohlekraftwerke nicht ohne wirtschaftliche Verluste flexibel abgeregelt werden können und dadurch das Netz verstopfen. Dies führt zu einem Preisverfall und teilweise kurzfristig zu negativen Börsenstrompreisen. Es ist schlicht nicht möglich, die Produktion von Kohlestrom mit den EE zu kombinieren. Um volkswirtschaftliche Kosten zu vermeiden, ist es daher jetzt nötig, eine Auslaufstrategie für Kohle zu entwickeln, da sonst Investitionen gefährdet werden. Da Kohlekraftwerke ca. 40 Jahre laufen müssen, um wirtschaftlich zu sein, ist es dringend nötig, sofort die nötigen Signale zu setzen, die weitere unnötige Investitionen verhindern. Mögliche Versorgungslücken müssen durch die Förderung hocheffizienter und flexibler Gaskraftwerke geschlossen werden.

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Neuigkeiten

  • am 08.06.2017

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