Region: Bergheim
Bild der Petition Erhalt der Christuskirche und  Schaffung einer Bürgerbegegnungsstätte in Zieverich

Erhalt der Christuskirche und Schaffung einer Bürgerbegegnungsstätte in Zieverich

Petition richtet sich an
Gemeinderat Bergheim

320 Unterschriften

27 %
245 von 900 für Quorum in Bergheim Bergheim

320 Unterschriften

27 %
245 von 900 für Quorum in Bergheim Bergheim
  1. Gestartet 24.04.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Gemeinderat Bergheim

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Zieverich,

am 24.04.2026 wurde im Ratsinformationssystem der Stadt Bergheim veröffentlicht, dass in der kommenden Ratssitzung am 04.05.2026 über das Bauvorhaben „Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage“ (AZ 00056-26-01) an der Aachener Straße 1 entschieden werden soll.
Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit 27 Wohneinheiten und Tiefgarage als gemeinschaftlich geprägtes Mehrgenerationen-Wohnprojekt. Bauherr ist die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft. Das Vorhabengebiet umfasst aktuell die Christuskirche, ein Pfarrhaus sowie ein weiteres Wohngebäude mit Nebengebäuden. Der geplante Gebäudekomplex soll als U-förmiger Baukörper mit Innenhof, Grünflächen, Spielplatz und gemeinschaftlichen Bereichen entstehen.

Was sich auf den ersten Blick wie ein modernes Wohnprojekt anhört, bedeutet in der Realität einen massiven Eingriff in das gewachsene Ortsbild und die bestehende Struktur unseres Ortsteils.
Denn damit steht nicht weniger als der Abriss der Christuskirche und des gesamten umliegenden Geländes im Raum.

Mit dem möglichen Abriss würde nicht nur die Christuskirche verschwinden, die seit jeher ein fester Bestandteil unserer Ortsarchitektur und unserer Identität ist. Es würde ein gesamtes Gelände verloren gehen, das für viele Menschen in Zieverich eine wichtige Rolle spielt.

Direkt neben der Kirche befindet sich das Ehrendenkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege – ein Ort des Gedenkens, der für viele, insbesondere für die Schützen, von großer Bedeutung ist. Doch was passiert mit diesem Denkmal? Wird es versetzt, integriert oder verliert es am Ende seinen würdigen Platz? Diese Ungewissheit ist nicht akzeptabel, denn ein solcher Ort verdient Schutz, Respekt und eine würdige Zukunft.

Besonders schwer wiegt außerdem die Art und Weise, wie mit uns Bürgerinnen und Bürgern umgegangen wurde. Die Beteiligung der Öffentlichkeit fand im Zeitraum vom 30.03.2026 bis zum 20.04.2026 statt – und damit mitten in den Osterferien. Ein Vorhaben dieser Größenordnung in eine Ferienzeit zu legen, in der viele Bürger abwesend sind oder sich nicht intensiv damit beschäftigen können, ist mehr als fragwürdig. Es entsteht der Eindruck, dass eine echte Beteiligung der Öffentlichkeit nicht gewollt war. Transparenz und Bürgernähe sehen anders aus.

Gleichzeitig drohen durch dieses Vorhaben wichtige soziale Strukturen wegzubrechen. Die Kleiderkammer als Anlaufstelle für bedürftige Menschen steht vor dem Aus – ohne erkennbare Alternative. Schon heute fehlt es in Zieverich an Orten der Begegnung für Vereine, Initiativen und Bürger. Treffpunkte verschwinden, Gemeinschaft wird erschwert.

Auch die Schützenbruderschaft steht vor großen Herausforderungen. Unser Schützenheim an der Erft wird laut Gutachten in den kommenden Jahren zurückgebaut werden müssen. Damit verlieren auch wir einen zentralen Ort unseres Vereinslebens. Wenn nun weitere Flächen und Möglichkeiten wegfallen, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wo soll Gemeinschaft in Zieverich künftig überhaupt noch stattfinden?

Wie soll unser Ort lebendig bleiben, wenn immer mehr Orte der Begegnung verschwinden? Welche Anlaufstellen bleiben uns noch? Und warum werden solche grundlegenden Veränderungen ohne echte Einbindung der Bürger vorangetrieben?

Diese Unterschriftenaktion richtet sich daher klar gegen den Abriss der Christuskirche und des gesamten Geländes in der aktuell geplanten Form. Gleichzeitig fordern wir eine transparente Aufarbeitung, echte Bürgerbeteiligung und vor allem tragfähige Lösungen für die Zukunft unseres Ortsteils.
Darüber hinaus braucht Zieverich einen zentralen Ort der Gemeinschaft: ein Haus der Begegnung – ein Vereinsheim für alle Vereine und gesellschaftlich engagierten Gruppen, ein Raum für Austausch, Zusammenhalt und gelebtes Miteinander. Auch die Ortsbürgermeisterin hat sich wiederholt dafür eingesetzt, einen solchen Raum für die Zusammenkunft der Zievericher zu schaffen, bisher jedoch ohne Erfolg.

Zieverich braucht nicht weniger Gemeinschaft – sondern mehr.
Zieverich braucht Orte der Begegnung – nicht deren Verlust.
Und Zieverich braucht eine Entwicklung mit den Bürgern, nicht an ihnen vorbei.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen.

Begründung

Diese Petition ist mir nicht nur als Mitglied eines Vereins wichtig – sie ist mir vor allem als Bürger von Zieverich wichtig.

Ich lebe hier, meine Kinder wachsen hier auf, und ich wünsche mir, dass sie in einem Ort groß werden, der von Gemeinschaft, Zusammenhalt und Begegnung geprägt ist. Zieverich ist für mich mehr als nur ein Wohnort. Es ist ein Stück Heimat.

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Christuskirche und das angrenzende Gelände machen mir große Sorgen. Es geht hier nicht nur um ein Bauprojekt oder um neue Wohnungen – es geht um die Frage, wie unser Ort in Zukunft aussehen soll. Es geht darum, ob wir gewachsene Strukturen erhalten oder ob sie nach und nach verschwinden.

Besonders bewegt mich, dass immer mehr Orte verloren gehen, an denen Gemeinschaft stattfinden kann. Vereine, engagierte Gruppen und Bürger brauchen Räume, um sich zu treffen, auszutauschen und gemeinsam etwas zu gestalten. Wenn diese Orte fehlen, geht mehr verloren als nur ein Gebäude – es geht ein Stück Zusammenhalt verloren.

Auch aus meiner Rolle im Vorstand der Schützen sehe ich diese Entwicklung mit großer Sorge. Unser Schützenheim muss dringend renoviert oder perspektivisch neu gebaut werden. Damit stehen wir vor einer großen Herausforderung – und wir sind damit nicht allein. Viele Gruppen und Vereine in Zieverich stehen vor ähnlichen Problemen und brauchen dringend verlässliche Perspektiven für ihre Zukunft.

Ich möchte nicht tatenlos zusehen, wie solche Strukturen verschwinden, ohne dass es Alternativen gibt.

Diese Petition ist für mich ein Aufruf, gemeinsam Verantwortung für unseren Ort zu übernehmen. Ich wünsche mir, dass wir als Bürger gehört werden, dass wir in Entscheidungen einbezogen werden und dass wir gemeinsam Lösungen finden, die Zieverich lebendig halten.
Denn ein Ort lebt nicht nur von Häusern – er lebt von den Menschen, die sich darin begegnen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Florian Naumann, Bergheim
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 24.04.2026
Sammlung endet: 23.10.2026
Region: Bergheim
Kategorie: Bürgerrechte

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Warum Menschen unterschreiben

Die Christuskirche ist ein wichtiges Denkmal für das Ortsbild von Zieverich. Sie ist im zweiten Weltkrieg vollkommen zerstört worden und wurde wieder aufgebaut. Wichtige Erinnerungen an meine Jugend werden unwiederbringlich ausgelöscht.

Seit 1951 bin ich Zievericher Bürger = 75 Jahre! Ich war bei der Wiedereinweihung dieser Kirche, die im 2. Weltkrieg stark zerstört wurde, dabei. Seit dem ist diese Kirche ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Hier habe ich im Laufe der vielen Jahre unzählige Gottesdienste und Weihnachtsfeiern feiern können. 1952 wurde ich hier konfirmiert, 1967 habe ich hier geheiratet, 1972 u. 1974 wurden meine beiden Kinder in dieser Kirche getauft.Im Übrigen war ich auch ca. 30 Jahre Mitglied des Kirchenchores.
Die Christuskirche ist zu einem Wahrzeichen der Kreisstadt Bergheim und unseres Ortsteiles Zieverich geworden. Ohne sie wäre die Ev. Kirche und ev. Leben in Bergheim kaum noch sichtbar. Deshalb geht es mir vorrangig darum, die Kirche als Gotteshaus zu erhalten. Sie liegt außerdem zentral in unserer Trinitatis Kirchengemeinde an der Erft, zu der Bergheim, Bedburg, Quadrath-Ichendorf u. Elsdorf gehören. Hier könnten, wie schon bisher, auch Konzerte durchgeführt werden und die vorhandene Silbermann - Orgel könnte mit ihrem guten Klang weiter die Herzen der Menschen erfreuen.

Dass deutsches Kulturgut und die Kirchen im Land bleiben und nicht nur wegen finanzieller Probleme alle dem Erdboden gleich gemacht werden.

Ich finde es wichtig, dass historische Orte/Gebäude bestehen bleiben, um die Einzigartigkeit und den Charakter einer Stadt zu erhalten. Um mehr Wohnraum in der Innenstadt zu schaffen würde ich mir ein ganzheitliches Konzept wünschen, was die Wünsche der Bürger berücksichtigt und den Erhalt von wichtigen Begegnungsstätten sichert.

Als ich 1997 nach Bergheim Thorr gezogen bin wurde ich schnell und freundlich in die evangelische Christusgemeinde Zieverich aufgenommen. In der Kirche erhielt ich 2006 meine Silberkonfirmation und kam so in Kontakt mit einigen aus dem Jubilate Chor, was mich einige Jahre später dazu führte diesem Chor bei zu treten. Ich hab sehr viele schöne Jahre dort verbracht oft in der Christuskirche und auch in den anderen Kirchen gesungen. Ich erinnere mich gerne an die zwei Weihnachts Gottesdienste wo ich mit unserm Chorleiter auf der Trompete spielte. Die Christuskirche war immer ein Ort an dem ich mich sehr wohl gefühlt habe und die Gottesdienste haben mir stets Kraft für den Alltag gegeben. Wenn ich jetzt an den Abriss denke bin ich sehr traurig. Die Geschichte dieser Kirche sollte man nicht aus den Augen verlieren. Ein geschenktes Grundstück von einem sehr frommen und großzügigen Mann ermöglichte es in schweren Zeiten ein Gotteshaus zu bauen in dem die Gemeinde endlich einen würdigen Platz bekam um gemeinsam mit Gott ins Gespräch zu kommen und auch innerhalb der Gemeinde Freunde zu finden. Der zweite Weltkrieg zerstörte die Kirche komplett und dennoch fanden sich wiederum Menschen, die dieses Haus Gottes wieder aufbauten. „ Was ein Segen „ Jetzt soll diese Gotteshaus wieder abgerissen werden was mich sehr traurig stimmt. Auch wenn immer mehr Menschen aus der Kirche austreten und nur wenige noch den Gottesdienst besuchen „warum auch immer“ stelle ich mir die Frage warum der Abriss dieses wundervollen Gebäude‘s vollzogen werden soll. Was ist in den ganzen Jahren schief gelaufen, das es zu so einem Kahlschlag kommen konnte.Es betrifft ja nicht nur die Zievericher Kirche, Elsdorf und Quadrath sind ja auch betroffen. Man kann jetzt den Wirtschaftlichen Aspekt als Grund nennen, aber was hat dazu geführt? Missmanagement ? Steht es nicht im 1.Korinther 3,17 Wer den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören.Denn Gottes Tempel ist heilig und der Tempel seid ihr. Werden also auch wir und damit ist die Gemeinde gemeint zerstört? Natürlich kann man sagen du kannst ja in eine andere Kirche gehen, aber das ist nicht die Lösung. Ich verliere ja nicht nur das Haus Gottes sondern auch meine Freunde. Möge Gott allen beistehen dieses traurige Schicksal zu meistern und wieder Hoffnung für die Zukunft geben. Wie sagte Martin Luther : Ein feste Burg für unsern Schmerz, das ist ein gläubig Menschenherz. 🔔⛪️

(Bearbeitet)

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