Region: Krefeld

Erhalt des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Krefeld – Nein zur Schließung dieses Startchancengymnasiums

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Frank Meyer

1.194 Unterschriften

36 %
716 von 2.000 für Quorum in Krefeld Krefeld

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  1. Gestartet 21.09.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Frank Meyer

Für den Erhalt des Hannah-Arendt-Gymnasiums in der Krefelder Innenstadt
Das Hannah-Arendt-Gymnasium erfüllt als städtisches Gymnasium in der Krefelder Innenstadt eine wichtige Funktion für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Zunächst leistet die Schule seit vielen Jahren wichtige Arbeit im Bereich Integration und Teilhabe, unter anderem als integratives Gymnasium und durch internationale Vorbereitungsklassen, in denen neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler zunächst gezielt sprachlich gefördert und auf den Regelunterricht vorbereitet werden. Als Startchancen-Gymnasium erhält es seit dem Schuljahr 2024/2025 für einen Zeitraum von zehn Jahren gezielte zusätzliche Unterstützung, um Schülerinnen und Schüler in einem sozial und wirtschaftlich besonders herausfordernden Umfeld zu fördern und Bildungsbenachteiligungen abzubauen. Zu einem Zeitpunkt, wo dieses wichtige Förderprogramm noch in der Anfangsphase steckt und ergriffene Maßnahmen noch keine Gelegenheit hatten, Früchte zu tragen, würde eine auslaufende Schließung der Schule diese Arbeit unmittelbar ausbremsen. Auch die Stadt Krefeld würde sich mit einer Schließung des Hannah-Arendt-Gymnasiums der Möglichkeit berauben, die Entwicklung der Krefelder Innenstadt als Bildungsstandort nachhaltig zu stärken. Wir fordern deshalb den Erhalt des Hannah-Arendt-Gymnasiums als wichtigen, auf Chancengleichheit ausgerichteten Bildungsstandort in der Krefelder Innenstadt.

Das Startchancenprogramm
Das Startchancen-Programm ist bekanntlich ein gemeinsam von Bund und Ländern entwickeltes Programm, das zum Ziel hat, das deutsche Bildungssystems nachhaltig weiterzuentwickeln und zu stärken. Dies soll durch die Verbesserung von Bildungs- und Chancengerechtigkeit geschehen. Konkret sollen bundesweit rund 4000 Schulen mit einem hohen Anteil an soziökonomisch benachteiligten Schülerinnen und Schülern durch folgende Maßnahmen gefördert werden: 
a)    Investitionen in zeitgemäße Lernumgebungen (z.B. Ausstattung von Räumlichkeiten, Digitalisierung), 
b)    ein Buget für bedarfsgerechte Schul- und Unterrichtsentwicklung (z.B. Fortbildungen für Lehrpersonal, Entwicklung von Unterrichtsmaterialien)
c)    Einstellung von Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams (z.B. Schulsozialrarbeiterinnen/arbeiter).
Das Programm ist auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt. Damit soll sichergestellt werden, dass oben genannte Maßnahmen Zeit haben zu greifen und Veränderungsprozesse sich tiefgehend und dauerhaft etablieren können.
(https://www.schulministerium.nrw/system/files/media/document/file/bund-laender-vereinbarung_startchancen.pdf, abgerufen am 20.09.2026, 11:44 Uhr). 
 

Begründung

 
Das Hannah-Arendt-Gymnasium als Startchancen-Gymnasium
Das Hannah-Arendt-Gymnasium ist seit dem Schuljahr 2024/2025 eines von lediglich zwölf Startchancen-Gymnasien in Nordrhein-Westfalen und das einzige Startchancen-Gymnasium der Stadt Krefeld.
Im ersten Jahre des Programms lag der Schwerpunkt vorrangig auf der Planung und Konzeption passender Maßnahmen. Einige von ihnen wurden bereits angestoßen: 
a)     Eine zusätzliche Schulsozialarbeiterin wurde eingestellt, die die Schülerinnen und Schülern in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung unterstützt.
b)    Zur Förderung der emotionalen Entwicklung von Schülerinnen und Schülern wurde zudem eine Theater-AG ins Leben gerufen, die ihnen die Möglichkeit eröffnet, ihre Ausdrucksfähigkeit und ihre sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln.
c)     Auch fachlich werden Schülerinnen und Schüler gefördert: Im sprachlichen Bereich wurde beispielsweise ein standardisierter Sprachtest durchgeführt, um den individuellen Lernstand der Schülerinnen und Schüler zu erfassen und auf dieser Grundlage gezielte Fördermaßnahmen zu entwickeln. Entsprechendes gilt für den Bereich Mathematik.
d)    Auch die Lernumgebung wird gezielt weiterentwickelt. Ein Beispiel sind der Gebrauch von Sichtschutzwänden, die Schülerinnen und Schüler mit Konzentrationsschwierigkeiten nutzen können, um sich einen individuell abgegrenzten und möglichst störungsarmen Lernbereich zu schaffen.
Gerade angesichts der aktuellen PISA-Ergebnisse erscheint es wichtig, dem Hannah-Arendt-Gymnasium die Möglichkeit zu geben, das Potential des Startchancen-Programms zu nutzen und begonnene Maßnahmen weiterzuentwickeln und ihre Wirkung über einen ausreichenden Zeitraum zu überprüfen.

Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe 
Die Bedeutung des Hannah-Arendt-Gymnasiums für Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zeigt sich weit über das Startchancen-Programm hinaus. Ein Beispiel dafür sind die vielfältigen musikalischen Projekte der Schule. In den vergangenen Jahren wurden zweimal jährlich Konzerte und alle zwei Jahre ein Musical veranstaltet, bei denen jeweils rund 80 bis 100 Schülerinnen und Schüler gemeinsam auf der Bühne standen. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher kultureller und religiöser Hintergründe, aus Integrationsklassen und internationalen Vorbereitungsklassen wirken gemeinsam mit. So entsteht ganz selbstverständlich kultureller Austausch und Integration – etwa wenn muslimische Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit anderen in einer Kirche Weihnachtslieder singen. Die Schule schafft damit Räume, in denen Vielfalt nicht nur nebeneinander besteht, sondern gemeinsam gelebt wird.
 
Unsere Forderungen ganz konkret
A. Erhalt des Schulstandorts
Die geplante auslaufende Schließung des Hannah-Arendt-Gymnasiums soll nicht umgesetzt und der Schulstandort als städtisches Gymnasium in der Krefelder Innenstadt erhalten werden.
B. Zeit für das Startchancen-Programm
Das Hannah-Arendt-Gymnasium soll die notwendige Zeit erhalten, um das Startchancen-Programm vollständig umzusetzen, die bereits begonnenen Maßnahmen weiterzuentwickeln und deren Wirkung über einen ausreichenden Zeitraum zu beobachten und zu evaluieren.
C. Raum für Schul- und Unterrichtsentwicklung
Die durch das Startchancen-Programm geschaffenen Möglichkeiten sollen genutzt werden, um weitere zeitgemäße und wissenschaftlich fundierte Ansätze der Unterrichts- und Schulentwicklung zu erproben, ihre Ergebnisse zu überprüfen und erfolgreiche Konzepte langfristig zu verankern.
D. Prüfung von Alternativen zur Schließung
Vor einer endgültigen Entscheidung über die Zukunft des Hannah-Arendt-Gymnasiums sollen mögliche Alternativen zur Schließung geprüft werden. Dazu gehört insbesondere die Möglichkeit, den Schulstandort mindestens für die Dauer der laufenden Startchancen-Förderung zu erhalten und anschließend auf Grundlage der bis dahin gewonnenen Erkenntnisse über seine Zukunft zu entscheiden.
E. Integration und Teilhabe erhalten
Die Möglichkeit, die am Hannah-Arendt-Gymnasium bereits gelebte Integration, kulturelle Teilhabe und das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Hintergründen weiterzuentwickeln, soll erhalten bleiben. Diese Möglichkeit sollte weder den Schülerinnen und Schülern und ihren Familien noch der Stadt Krefeld genommen werden. Auch die Stadt sollte die Chance behalten, an einem innerstädtischen Bildungsstandort Erfahrungen mit neuen Ansätzen zu sammeln und diese langfristig zum Teil einer sich weiterentwickelnden Innenstadt zu machen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Sarah Ernst, Krefeld

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 21.09.2026
Sammlung endet: 20.03.2027
Region: Krefeld
Kategorie: Bildung

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Neue Sprachversion

Man kann nicht eine Schule, die erst seit kurzem an dem wissenschaftlich begleiteten Startchancenprogramm teilnimmt, schließen wollen. Die Gesellschaft braucht dringend gefestigte Erkenntnisse, wie die Benachteiligung von Kindern aus sozial schwachen Familien durchbrochen werden kann. Dieses Wissen liefert genau dieses Gymnasium. In Krefelds Innenstadt gibt es mehr als genug Kinder aus allen Bevölkerungsschichten, die das Lernen in so einer Schule verdienten.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Ich möchte mein Abi im Hannah Arendt Gymnasium machen. Die Lehrkräfte sind sehr gut und die Atmosphäre ist auch sehr schön.

Eine ehemalige Traditionsschule in Krefeld sollte bleiben.

Aus meiner Sicht ist es essentiell, einen Innenstadt Standort für ein Gymnasium nicht aufzugeben.

Viele Kinder wohnen in der Nahe

Ein tolle schuhe in der Stadt, kinder freunde dort in der schuhe

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