Petition richtet sich an:
Gemeinderat der Gemeinde Marxzell und Bürgermeisterin Sabrina Eisele
Petition zum Erhalt des Naturkindergartens Wald- und Wiesenknirpse in Marxzell-Burbach
Für den Erhalt der Betreuungsplätze, die Aufnahme in die kommunale Bedarfsplanung und eine bedarfsgerechte kommunale Finanzierung
Adressat: Gemeinderat der Gemeinde Marxzell und Bürgermeisterin Sabrina Eisele
Unsere Forderung: Die Wald- und Wiesenknirpse müssen eine Zukunft haben!
Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition, setzen uns für den Erhalt des Naturkindergartens Wald- und Wiesenknirpse im Marxzeller Ortsteil Burbach ein.
Wir fordern den Gemeinderat auf, am 26. Oktober 2026 eine positive Entscheidung für den Fortbestand dieser besonderen Kindertageseinrichtung zu treffen und die notwendigen Voraussetzungen für eine langfristig tragfähige Weiterführung zu schaffen.
Konkret fordern wir:
- Den Erhalt der Betreuungsplätze und die verbindliche Aufnahme des Naturkindergartens in die kommunale Bedarfsplanung.
- Die Ermöglichung einer bedarfsgerechten kommunalen Finanzierung, die einen verlässlichen und wirtschaftlich tragfähigen Kindergartenbetrieb sicherstellt.
- Bei einer positiven Grundsatzentscheidung die vollständige Ausarbeitung und detaillierte Vorstellung des bereits vorliegenden tragfähigen Lösungskonzepts bis zur nächsten Gemeinderatssitzung, unter Berücksichtigung aller bis dahin bekannten Rahmenbedingungen, Fakten und Wünsche der Beteiligten. Dazu gehören ein beschlussfähiger kommunaler Finanzierungsplan und die Vorstellung des vorgesehenen operativen Trägers. So kann der Gemeinderat auf einer fundierten Grundlage über die kommunale Finanzierung entscheiden.
Warum die Wald- und Wiesenknirpse erhalten bleiben sollen
Die Wald- und Wiesenknirpse sind mehr als ein Betreuungsplatz. Sie stehen für eine besondere Form der frühkindlichen Bildung, bei der Kinder die Natur unmittelbar erleben, sich viel draußen bewegen und ihre Umwelt mit allen Sinnen entdecken.
Viele Familien entscheiden sich ganz bewusst für dieses pädagogische Konzept. Der Naturkindergarten stärkt damit die Wahlfreiheit der Eltern und die Vielfalt der Kinderbetreuung in Marxzell.
Auch wenn Kinder grundsätzlich in anderen Einrichtungen betreut werden könnten, ersetzt ein anderer Betreuungsplatz nicht automatisch das besondere Angebot eines Naturkindergartens.
Eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung bedeutet nicht nur, ausreichend Plätze bereitzustellen, sondern auch, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien und die Vielfalt pädagogischer Konzepte zu berücksichtigen.
Die aktuelle Situation erfordert eine Entscheidung
Der im Juni 2025 gegründete Naturkindergarten wurde bislang von der Lenitas gGmbH getragen. Durch deren Insolvenz ist die Zukunft des Standorts ungewiss. Die Zukunftsschmiede wird den Kindergarten nach der aktuellen Berichterstattung nicht übernehmen.
Am 26. Oktober 2026 soll der Gemeinderat über die Zukunft der Einrichtung beraten. Dabei steht auch ein mögliches Überangebot an Kindergartenplätzen in der Gemeinde im Raum.
Wir sind der Auffassung, dass die Entscheidung nicht allein anhand der Gesamtzahl vorhandener Betreuungsplätze getroffen werden darf. Auch der konkrete Bedarf an unterschiedlichen Betreuungsangeboten, die Wünsche der Familien und die Möglichkeiten einer wirtschaftlich tragfähigen Weiterführung müssen berücksichtigt werden.
Ein mögliches Überangebot an Plätzen ist kein ausreichender Grund, ein bewusst gewähltes pädagogisches Angebot aufzugeben, ohne dessen Zukunftsperspektiven sorgfältig zu prüfen.
Eine konkrete Lösung ist möglich
Für die Weiterführung liegt bereits ein tragfähiges Lösungskonzept vor. Es gibt Überlegungen zur Organisation des Betriebs, eine Betriebskostenplanung und einen vorgesehenen operativen Träger, der die Einrichtung weiterführen könnte.
Jetzt gilt es, das Konzept unter Berücksichtigung aller bekannten Faktoren vollständig auszuarbeiten und die finanziellen Rahmenbedingungen transparent darzustellen. Ziel ist eine konkrete Entscheidungsgrundlage, auf deren Basis der Gemeinderat über die kommunale Finanzierung beschließen kann.
Bei einer positiven Entscheidung ist außerdem die Gründung eines Fördervereins geplant, der den Standort durch persönliches Engagement, Projekte und finanzielle Unterstützung aktiv stärken soll.
Wir fordern, die Idee und die geplanten Möglichkeiten des Fördervereins ebenfalls bis zur nächsten Gemeinderatssitzung vorzustellen, damit er als ergänzender Baustein für die Zukunft der Wald- und Wiesenknirpse berücksichtigt werden kann. Die notwendige Grundfinanzierung des regulären Kindergartenbetriebs kann ein Förderverein jedoch nicht ersetzen.
Unsere Bitte an den Gemeinderat
Wir bitten den Gemeinderat und die Bürgermeisterin, sich klar für die Zukunft der Wald- und Wiesenknirpse einzusetzen.
Dazu gehören die verbindliche Aufnahme in die kommunale Bedarfsplanung, die Ermöglichung einer tragfähigen kommunalen Finanzierung und die zeitnahe Schaffung aller notwendigen Entscheidungsgrundlagen.
Wir wünschen uns außerdem eine transparente, regelmäßige und lösungsorientierte Kommunikation zwischen Gemeinde, künftigem Träger, Eltern und Unterstützenden. Kurze Wege für kurze Menschen bedeuten, Herausforderungen frühzeitig gemeinsam anzugehen, Missverständnisse zu vermeiden und Lösungen effizient zu ermöglichen.
Die Wald- und Wiesenknirpse verdienen eine faire Chance. Setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass dieses besondere Betreuungsangebot in Marxzell-Burbach erhalten bleibt!
Unsere Unterschrift
Mit meiner Unterschrift unterstütze ich die Forderung, den Naturkindergarten Wald- und Wiesenknirpse zu erhalten, seine Betreuungsplätze verbindlich in die kommunale Bedarfsplanung aufzunehmen und eine bedarfsgerechte kommunale Finanzierung für seine Weiterführung zu ermöglichen.
Jede Stimme zählt – für unsere Kinder, für die Familien und für die Vielfalt der Kinderbetreuung in Marxzell.
Es ist ein wunderbares pädagogisches Konzept.
Kinder erfahren dadurch die Natur und sind auch ausgeglichener.