Sowohl die neue Bundes- als auch die neue sächsische Landesregierung haben angekündigt, die Verkehrsverbindungen im ländlichen Raum zu verbessern. Dazu brauchen sie öffentliche Unterstützung. Denn die aktuellen Verkehrsplanungen des ZVON in der Oberlausitz sehen im Gegenteil eine starke Verschlechterung des ländlichen Bahnverkehrs vor.

Während die Züge bisher auch außerhalb der Städte an den ländlichen Bahnstationen stündlich fahren, sollen sie ab 2019 fast immer nur noch zweistündlich dort halten. Außerdem sollen die Verbindungen am Abend stark reduziert werden, so dass man Nachts kaum noch nach Dresden bzw. zurück kommt. Diese aktuellen Planungen findet man schon sehr konkret hier: www.zvon.de/de/Zielnetz-20182019/

Wir fordern daher eine Neuplanung des künftigen Bahnverkehrs der Oberlausitz, welche die stündlichen Bahnverbindungen im ländlichen Raum der Oberlausitz erhält. Die Weiterführung dieser stündlichen Verbindungen in Form von Bedarfshalten ist nicht aufwendig und erfordert eine Planung, die nicht aus Sicht von "städtischen Experten", sondern aus Sicht des ländlichen Raums gemacht wird.

Begründung

Diese starke Reduzierung des Bahnverkehrs in der Oberlausitz ist sowohl aus regionalpolitischer und verkehrsökonomischer, als auch aus ökologischer Sicht problematisch.

Regionalpolitisch führt es dazu, dass viele Menschen schlechter als bisher oder gar nicht mehr mit der Bahn zu Arbeitsstellen oder Schulen oder in die Städte fahren können. Die Folgen sind noch mehr Abwanderung der jungen Menschen, die sich noch kein Auto leisten können, in die Städte. Und es führt zu weiterem Frust im ländlichen Raum und zu noch mehr Wählerabwanderung an den rechten Rand.

Verkehrsökonomisch gesehen gibt es eine gut ausgebaute Bahninfrastruktur, d.h. Bahnhöfe, Schienen wurden und werden mit viel öffentlichen Mitteln gebaut und unterhalten; und Bahnanbieter sind auch vorhanden. Dies alles nicht entsprechend zu nutzen, und stattdessen vielleicht weitere Busse zu kaufen und neue Straßen zu bauen, ist auch volkswirtschaftlich gesehen unsinnig. Der ZVON spart zwar kurzfristig ein paar Stationsgebühren, doch langfristig hat es viel größere regionalökonomische Folgekosten.

Auch ökologisch gesehen ist die weitere Verlagerung des Verkehrs von der Schiene auf die Straße unverantwortlich. Wer die aktuellen Klimaforschungen kennt der weiß, dass die Meeresspiegel schneller steigen als erwartet und bis 2100 viele Küsten überfluten werden. Es wäre daher sinnvoller, die Bahnverbindungen auszubauen als abzubauen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bündnis Zukunft Oberlausitz aus Hochkirch
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer der Petition zur Erhaltung des regelmäßigen Bahnverkehrs im ländlichen Raum der Oberlausitz,

    dank Ihrer Hilfe wurden die angepeilten 1000 Unterschriften gut erreicht, und daraufhin die Petition Anfang Juni den beiden Landräten (mit Bitte um Behandlung der Sache in den Kreistagen), sowie dem ZVON und der sächsischen Landesregierung übergeben.

    Nun sind wir gespannt darauf, was das bewirkt und werden Sie/Euch darüber auf dem Laufenden halten, wenn es Neuigkeiten gibt.

    beste Grüße
    Fedor Thielscher, Maik Hosang, Franziska Schubert u.a.

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