Es eilt: Gerechtes Kindertagegeld

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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  1. Gestartet 27.04.2026
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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Gesetzlich versicherte Elternteile können aktuell pro Kind 15 Arbeitstage Kinderkrankengeld erhalten, Alleinerziehende 30 Tage und bei mehreren Kindern liegt die Obergrenze bei 35 beziehungsweise 70 (Alleinerziehende) Arbeitstagen im Jahr. Das Kinderkrankengeld beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.

Die Große Koalition von CDU/CSU und SPD will das Kinderkrankengeld am Mittwoch auf 85% kürzen!

Gleichzeitig besteht in der Realität ein harter Ausschluss: Ist das Kind über den privatversicherten Elternteil versichert, erhält das gesetzlich versicherte Elternteil kein Kinderkrankengeld. Dies gilt auch im umgekehrten Fall.

Diese aktuelle gesetzliche Regelung benachteiligt Familien in gemischten Versicherungsverhältnissen. Sie trifft zum Beispiel Konstellationen, in denen ein Elternteil selbständig ist und der andere angestellt. 

So wenn ein Elternteil als Soldat oder Lehrkraft privat beziehungsweise beihilfeberechtigt ist oder ein Elternteil wegen eines höheren Einkommens oberhalb relevanter Grenzen privat versichert ist. Wenn in solchen Fällen das Kind beim privatversicherten oder besserverdienenden Elternteil abgesichert ist, entfällt der Anspruch des gesetzlich versicherten Elternteils auf Kinderkrankengeld. Damit entsteht eine Versorgungslücke genau dann, wenn Familien ohnehin unter Zeitdruck, Einkommensverlusten und organisatorischer Belastung stehen.

Besonders problematisch ist das, weil Sorgearbeit in Deutschland noch immer ungleich verteilt ist. Bei den Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern waren 2023 rund 1,4 Millionen Mütter, aber nur rund 301.000 Väter. Auch wenn diese Petition alle Familien im Blick hat, wirkt sich ein unzureichendes System deshalb oft zulasten von Frauen und Müttern aus.

Eltern tragen dieses Land mit

Sie stemmen den demografischen Wandel, halten Arbeitsalltag und Fürsorge zusammen und kämpfen gleichzeitig mit maroden Schulen, fehlenden Kitaplätzen und zu viel Bürokratie. In Deutschland gibt es rund 14 Millionen Minderjährige, während etwa 18,7 Millionen Menschen 65 Jahre oder älter sind. Gerade deshalb braucht Familienpolitik mehr öffentliche Aufmerksamkeit – und breite Unterstützung auch von Großeltern und Senior:innen, die mit ihrer Stimme Zukunftspolitik möglich machen können.

Gefordert wird:

  • Kinderkrankengeld am Bedarf des betreuenden Elternteils ausrichten > keine Kürzung! Anspruch auf Kinderkrankengeld soll bestehen, wenn das betreuende Elternteil gesetzlich versichert ist und wegen der Betreuung eines kranken Kindes tatsächlich Verdienstausfall hat – unabhängig davon, ob das Kind über den anderen Elternteil privat oder gesetzlich versichert ist.
  • Die gesetzliche Lücke schließen. Familien in gemischten Versicherungsverhältnissen dürfen nicht länger durchs Raster fallen, nur weil das Kind aus den geltenden Versicherungsregeln heraus privat abgesichert ist.
  • Zugang vereinfachen und verständlich machen. Informationen zu Kinderkrankengeld und ähnlichen Unterstützungsleistungen sollen bundesweit verständlich, digital, barrierearm und in mehreren Sprachen verfügbar sein, damit Eltern ihre Rechte überhaupt kennen und nutzen können.
  • Familienpolitische Infrastruktur ernst nehmen. Wer von Eltern Leistung erwartet, muss verlässliche Kitas, funktionierende Schulen und unbürokratische Unterstützung schaffen.

Begründung

Als Vater, Angestellter und ehrenamtlicher in der Kommunalpolitik aktiver Mensch, erlebe ich, dass hier eine gute Lösung noch an der Realität hakt. Ich selber habe keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld, da mein Sohn bei meiner Frau versichert ist, die sich privat versichern muss. Ähnliches erlebe ich im Freundes- und Bekanntenkreis.

Diese Reform trifft Eltern, und insbesondere Mütter. Das ist mehr als nur ein falsches Signal, es ist ein Problem!

Eine exemplarische Beispielrechnung:

  • Annahme gemäß durchschnittlicher Arbeitszeit und Gehälter: 2.000 € netto / Monat & 20 Arbeitstag, Teilzeit
  • entspricht 100€ Netto pro Tag
  • Kinderkrankengeld = 90 € / Tag > werden 85 € / Tag
  • bei 15 Tagen / Jahr > 75 € weniger je Kind
  • bei Alleinerziehenden x2 > bis zu 150 € / Jahr
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Friedrich Jeschke, Köln
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 27.04.2026
Sammlung endet: 26.10.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Familie

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Als berufstätige Mutter zweier Kinder erlebe ich die Auswirkungen des Gender-Pay-Gaps tagtäglich am eigenen Leib. Da ich die Hauptverantwortung für die Betreuung trage und bei Krankheit der Kinder zu Hause bleibe, ist Teilzeit für mich keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit. Die Konsequenzen sind bitter: ein geringeres monatliches Einkommen und eine drohende Rentenlücke. Dass nun auch noch das Kinderkrankengeld gekürzt wird, verschärft diese finanzielle Belastung massiv. Es ist unverständlich, wie dieser Staat die Zukunft – unsere Kinder – derart vernachlässigen kann. Wenn die Rahmenbedingungen für Mütter so prekär bleiben, darf man sich über sinkende Geburtenraten nicht wundern. Denn eines ist klar: Ohne Kinder gibt es keine Zukunft.

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