• Von: Johanna Boettcher mehr
  • An: Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke
  • Region: Kiel mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 512 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Fairer Start ins Leben - für alle

-

Sichere Geburten und Kinderimpfungen in Kiel

Wir fordern die Landeshauptstadt Kiel auf, unter Schutz der persönlichen Daten auch für die in Kiel lebenden Menschen ohne Krankenversicherung Folgendes zu ermöglichen:

1. Medizinische Betreuung in der Schwangerschaft

2. Geburt in einem Krankenhaus

3. Öffentlich empfohlene Impfungen für Kinder

Weitere Informationen finden Sie unter www.fairerstart.de und www.medibuero-kiel.de.

Begründung:

Wie überall in Deutschland gibt es auch KielerInnen ohne Krankenversicherung. Besonders betroffen sind Menschen ohne Papiere und MitbürgerInnen aus den neuen EU-Ländern. Sie alle haben große Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischer Versorgung.

Am problematischsten ist dies für Menschen, die besondere medizinische Aufmerksamkeit benötigen, wie Schwangere und Kinder. Unterbleiben bei ihnen Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen oder werden Geburten ohne medizinische Betreuung durchgeführt, bedeutet dies Gefahr für Mutter und Kind. Unterlassene Impfungen können auch Kontaktpersonen gefährden. Nach einer Geburt im Krankenhaus sind Frauen ohne Krankenversicherung hoch verschuldet und viele können ihre Schulden bei der Klinik nicht zurückzahlen. Öffentlich empfohlene Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen scheitern häufig ganz an der Finanzierung.

Bei Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus führt außerdem die permanente Angst vor Abschiebung beim Kontakt mit öffentlichen Stellen zu Verzögerung oder sogar Verzicht auf die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen.

Diese Zustände verstoßen gegen §25 der UN-Menschenrechtskonvention ("Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung") und sind unserer Gesellschaft unwürdig.

Wir möchten, dass die Landeshauptstadt Kiel sich dieser Realität stellt, gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus diesem Arbeitsfeld ein Modell für die Umsetzung entwickelt und die Kosten dieser Behandlungen übernimmt.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kiel, 06.12.2012 (aktiv bis 05.06.2013)


Neuigkeiten

Was als kleine Initiative von sozial, medizinisch und flüchtlingspolitisch Engagierten begann, ist mittlerweile eine Kieler Institution. Die Ehrenamtlichen vom Medibüro Kiel, medizinische Versorgung für Menschen ohne Papiere, vermitteln seit zwei Jahren ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Jeder kann in die Lage kommen, dass er medizinische Hilfe braucht. Warum sollte jemand, der sie nicht bezahlen kann, sie nicht erhalten. Menschenwürde ist unteilbar und kein Luxusgut!

PRO: Zumindest die notwendigste Versorgung sollte gesichert sein und darunter verstehe ich natürlich auch Schwangeren und Geburtsbetreuung.Man könnte den Solidaritätsbeitrag für den Osten auch endlich mal umleiten und stattdessen für solche Notwendigkeiten ...

CONTRA: Richtet doch einen Fond ein, dort kann jeder FREIWILLIG EINZAHLEN statt mit sozialistischen Forderungen uns Leistungsträger abzuzocken. Der Sozialismus ist mit dem Fall des Ostblocks tot und hier nicht mehr erwünscht.

CONTRA: Neosozialistischer Schrott. Lernt Medizin und arbeitet selber umsonst, aber zwingt nicht fremde Leute zu irgendwas!

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Kurzlink