19 Unterschriften
Petition richtet sich an: Das Auswärtige Amt und die zuständigen deutschen Botschaften/Konsulate.
Tausende Iranerinnen und Iraner leben seit vielen Jahren in Deutschland. Sie arbeiten hier, zahlen Steuern, sind gesellschaftlich integriert und viele besitzen inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit. Dennoch sind sie seit langer Zeit von ihren Eltern, Kindern und Geschwistern im Iran getrennt.
Besonders betroffen sind zwei Visakategorien:
1. Schengenvisa für Familienbesuche
Der Besuch von Eltern, Kindern und Geschwistern ist keine touristische Reise, sondern Ausdruck des grundrechtlich geschützten Rechts auf Familienleben. Dennoch werden seit Monaten kaum Termine vergeben. Für viele Familien ist ein Besuch faktisch unmöglich.
2. Visa zur Familienzusammenführung – insbesondere von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten
Viele Menschen kommen mit einem Arbeitsvisum nach Deutschland, arbeiten hier und zahlen Steuern. Nach ihrer Ankunft wird die Familienzusammenführung jedoch in der Praxis offensichtlich sehr niedrig priorisiert. Termine sind selten verfügbar, Bearbeitungszeiten extrem lang, und verlässliche Informationen fehlen. Viele Familien warten seit über 18 Monaten allein auf einen Termin – trotz bestehender rechtlicher Ansprüche.
Die deutsche Botschaft im Iran arbeitet seit Mitte 2025 aufgrund der regionalen Sicherheitslage nur stark eingeschränkt. Die anhaltend angespannte politische Situation im Iran, einschließlich Demonstrationen, Unruhen und wiederholter Internetabschaltungen, macht es für Betroffene nahezu unmöglich, mit einer kurzfristigen Normalisierung der Visaverfahren zu rechnen.
Zusätzlich können viele in Deutschland lebende Iranerinnen und Iraner aus Sicherheitsgründen nicht in den Iran reisen. Betroffene Familien stehen damit unter doppeltem Druck: einerseits durch die politische Situation und Repressionen im Iran, andererseits durch die anhaltenden administrativen Einschränkungen, die den Familienkontakt zusätzlich verhindern.
Diese Situation verletzt faktisch das Recht auf Familienleben und führt zu massiver psychischer Belastung, sozialer Isolation und langfristigen familiären Schäden.
Wir fordern die zuständigen Stellen daher auf:
- Familienbesuche nicht länger wie touristische Reisen zu behandeln, sondern als schutzwürdige familiäre Anliegen zu priorisieren.
- Familienzusammenführungen – insbesondere von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten – deutlich höher zu priorisieren und die Bearbeitungskapazitäten spürbar zu erhöhen.
- Transparente und verbindliche Informationen über Terminvergabe und realistische Bearbeitungszeiten bereitzustellen.
- Solange reguläre Verfahren eingeschränkt sind, verbindliche Alternativen zu schaffen, z. B.:
- Antragstellung in anderen Auslandsvertretungen oder Nachbarländern,
- digitale Vorprüfungen und Terminvergaben,
- Sonderkontingente für Familienfälle.
- Das Recht auf Familienleben aktiv zu schützen und nicht faktisch auszuhöhlen.
Menschen, die in Deutschland leben, arbeiten, Steuern zahlen und zur Gesellschaft beitragen, dürfen nicht dauerhaft von ihren Familien getrennt werden.
Begründung
Ich lebe seit 13 Jahren in Deutschland, meine Eltern und Geschwister wohnen im Iran. Wegen des aktuellen Kriegs zwischen Iran und Israel, Demonstrationen und abgeschaltetem Internet kann ich sie nicht besuchen. Gleichzeitig gibt es kaum Termine für Familienbesuche oder -zusammenführung.
Viele Familien warten seit über 18 Monaten auf einen Termin, obwohl sie in Deutschland arbeiten, Steuern zahlen und Teil der Gesellschaft sind.
Diese Trennung verletzt das Recht auf Familienleben und verursacht massive psychische Belastung. Angesichts der anhaltenden politischen Unruhen ist kurzfristig keine Entspannung in Sicht.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
30.01.2026
Sammlung endet:
29.07.2026
Region:
Deutschland
Kategorie:
Familie
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Ich unterstütze das, weil es eine sinnvolle Sache ist und wir auch etwas erreichen wollen. Ich hoffe, Ihr schafft das und könnt uns auch Helfen, die Delta Waldeck Frankenberg GmbH zu erhalten.
Es sollen wichtige Arbeitsplätze im sozialen Bereich vernichtet werden.
Viele Menschen erhielten durch uns Arbeit, Integration, Sprachkenntnisse, Wohnungen und einfach eine Chance, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Ausbildungssuchende Jugendliche, Schulabbrecher, Rentner, Langzeitarbeitslose, Obdachlose und viele andere hilfebedürftige Menschen erhielten von uns professionelle Unterstützung und haben dadurch eine wesentlich höhere Lebensqualität, die sie alleine niemals erreicht hätten.
Hoffe auch auf Eure Unterschriften. Ich verbreite auch gerne Eure Petition.
Vielen Dank
Hier der Link:
openpetition.de/!hqbgx
Ich wünsche mir die gleichen Rechte wie Thomas und Stefanie. Ich zahle hier meine Steuern und leiste meinen Beitrag zur Gesellschaft. Dennoch fühle ich mich, wenn es um die Möglichkeit eines Familienbesuchs geht, nicht als gleichberechtigtes Mitglied dieser Gesellschaft, sondern wie ein Bittsteller. Der Begriff „Biodeutsch“ macht diesen Unterschied leider sehr deutlich, da er zeigt, dass Menschen mit anderer Herkunft trotz gleicher Pflichten oft nicht die gleichen Rechte und Möglichkeiten erhalten.
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Marcel Ostermann