Familienleben stärken: Für flexible OGS-Abholzeiten an Mönchengladbacher Grundschulen!

Petition is addressed to:
Oberbürgermeister Felix Heinrichs

1,234 Signatures

50 %
1,106 from 2,200 for quorum in Mönchengladbach Mönchengladbach

1,234 Signatures

50 %
1,106 from 2,200 for quorum in Mönchengladbach Mönchengladbach
  1. Launched 19/08/2026
  2. Time remaining > 4 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
personal data
 

I agree that my data may be stored. I can revoke this consent at any time.

Petition addressed to: Oberbürgermeister Felix Heinrichs

Wir, die Eltern und Erziehungsberechtigten in Mönchengladbach, fordern eine grundlegende Flexibilisierung der starren Abholzeiten im Offenen Ganztag (OGS).
Aktuell zwingen die städtischen Vorgaben Familien in ein starres Korsett: Kinder müssen die OGS verpflichtend an 5 Tagen in der Woche bis mindestens 15:00 Uhr, meistens sogar bis 16:00 Uhr besuchen. Ausnahmen für Sportvereine, Musikunterricht, Therapien oder private familiäre Termine müssen wochenlang im Voraus beantragt werden und führen zu einem unzumutbaren bürokratischen „Amtswahnsinn“.
Mit dem ab dem Schuljahr 2026/27 greifenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung droht sich diese Situation durch Platzmangel weiter zu verschärfen. Ein starrer 8-Stunden-Tag ist für Grundschulkinder – insbesondere für Erstklässler – eine enorme psychische und physische Belastung. Er beschneidet das verfassungsmäßige Recht der Eltern auf Erziehung und die freie Gestaltung des Familienlebens.
Unsere konkreten Forderungen an die Stadt Mönchengladbach:

  • Zusätzliche Abholfenster einrichten: Einführung einer verlässlichen, täglichen Option zur Abholung bereits nach dem Mittagessen/Hausaufgaben (z. B. um 14:00 Uhr).
  • Tagesindividuelle Flexibilität zulassen: Eltern müssen flexibel und ohne Angabe von medizinischen Gründen entscheiden dürfen, ihr Kind an 1–2 Tagen pro Woche früher abzuholen (z. B. für Familienzeit).
  • Schluss mit dem Bürokratie-Dilemma: Abschaffung des komplizierten Antragsverfahrens für regelmäßige Nachmittagsaktivitäten (Vereine, Musikschulen).

Die OGS darf kein Pflichtgefängnis sein, sondern muss eine flexible Unterstützung für berufstätige Familien bieten! Bitte unterstützen Sie diese Petition für mehr Selbstbestimmung in Mönchengladbach!

„Wir richten diese Petition ganz bewusst und direkt an Sie, Herr Oberbürgermeister Heinrichs, und an den Stadtrat von Mönchengladbach. Uns ist bewusst, dass das Land NRW den groben Rahmen für den Offenen Ganztag (OGS) vorgibt. Doch die Wahrheit ist: Sie haben die kommunale Macht und den rechtlichen Spielraum, diese starren Regeln für uns Familien sofort zu ändern!

  • Der Erlass des Landes NRW lässt Ausnahmen explizit zu: Das Schulministerium NRW schreibt keineswegs einen absoluten Einschluss der Kinder vor. Der offizielle OGS-Erlass erlaubt ausdrücklich regelmäßige Ausnahmen aus familiären, ehrenamtlichen, sportlichen oder therapeutischen Gründen. Das Land überlässt die genaue Ausgestaltung jedoch den Kommunen.
  • Die Stadt Mönchengladbach bestimmt die Regeln vor Ort: Wie streng, bürokratisch oder familienfeindlich diese Ausnahmen gehandhabt werden, entscheidet allein die Stadt Mönchengladbach über ihre eigenen Satzungen und Verträge mit den OGS-Trägern. Die aktuelle Praxis des ‚Abhol-Zwangs‘ ist eine rein kommunale Entscheidung.
  • Nutzen Sie Ihre politische Gestaltungsmacht: Als Oberbürgermeister und Stadtrat definieren Sie die Richtlinien der lokalen Schulpolitik. Mit dem Blick auf den kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27 fordern wir Sie auf: Nutzen Sie den kommunalen Handlungsspielraum! Ändern Sie die städtischen Vorgaben so, dass den Schulen die Einrichtung pauschaler, flexibler Abholfenster (z. B. generell um 14:00 Uhr) rechtssicher erlaubt wird.

Hinter dem bürokratischen Erlass des Landes darf sich die Mönchgladbacher Politik nicht länger verstecken. Schaffen Sie jetzt ein familienfreundliches Mönchengladbach!“

Reason

Unsere Forderung nach flexibleren Abholzeiten ist keine bloße Bequemlichkeit, sondern wissenschaftlich und gesundheitspolitisch dringend geboten. Ein starrer 8-Stunden-Zwang für Grundschulkinder widerspricht zentralen Erkenntnissen der modernen Kindheitsforschung:
1. Die psychische Belastung durch den „Schul-Burnout“

  • Deutsches Schulbarometer (März 2026): Die repräsentative Studie der Robert Bosch Stiftung schlägt Alarm. Ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland leidet unter psychischen Belastungen. Als Hauptursachen werden Leistungsdruck und fehlende Mitgestaltungsmöglichkeiten im starren Schulalltag genannt. 
  • WHO-Jugendgesundheitsstudie (HBSC): Der aktuelle Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt europaweit einen drastischen Anstieg von gefühltem Schuldruck und einen gleichzeitigen Rückgang der familiären Unterstützung. Wenn Kinder durch starre OGS-Zeiten bis spät nachmittags blockiert sind, fehlt die Zeit für Regeneration im geschützten, familiären Raum.

2. Internationaler Vergleich: Flexibilität schlägt Zwang
Ein Blick ins Ausland zeigt, dass Ganztagsbetreuung nicht mit Freiheitsentzug für Familien gleichzusetzen ist:

  • Skandinavisches Modell (Schweden/Finnland): In Schweden („Fritidshem“) ist der Ganztag ein freiwilliges und hochflexibles System. Eltern buchen Betreuungszeiten exakt nach ihrem tatsächlichen Bedarf und den Arbeitszeiten. Es gibt keinen gesetzlichen Zwang, das Kind bis zu einer starren Uhrzeit in der Einrichtung festzuhalten, was nachweislich zu einer höheren Zufriedenheit und geringerem Stress bei Kindern führt.
  • Frankreich: Selbst im traditionell stark rhythmisierten französischen Ganztagssystem gibt es fest verankerte, tagesspezifische Ausstiegsfenster nach dem Mittagessen, um Kindern den Besuch von Sportvereinen oder Musikschulen im lokalen Umfeld zu ermöglichen.

3. Politische Präzedenzfälle in Deutschland – Flexibilisierung geht!
Dass Flexibilität rechtlich und organisatorisch machbar ist, beweisen andere Bundesländer und erfolgreiche Petitionen:

Wenn Osnabrück und ganz Niedersachsen das schaffen, darf die Stadt Mönchengladbach ihre Familien beim kommenden Rechtsanspruch ab dem Schuljahr 2026/27 nicht mit einem starren System im Stich lassen! 

Thank you so much for your support, Caroline Veltkamp, Mönchengladbach
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 19 Aug 2026
Collection ends: 02/18/2027
Region: Mönchengladbach
Topic: Family

Translate this petition now

Add a new language version

Why people sign

Persönlich betroffen

Weil ich das auch für Köln möchte

Weil diese starren Abholzeiten und die ganze Bürokratie überhaupt keinen Sinn machen und ein flexibles Familienleben stören. Wenn es die Arbeitszeit zulässt wäre es schön sein Kind einfach mal abzuholen.

Ich bin selbst betroffen

Томущо я працюю

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages. To the tools

Translate this petition now

Add a new language version

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now