Wir schlagen Katharina Hoppe, seit 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie an der Professur für „Biotechnologie, Natur und Gesellschaft“, Fachbereich 03 – Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main, für den 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre vor.

Stimmt ab für Katharina Hoppe bis zum 29.4.!

Begründung

Katharina Hoppe leistet mit ihren Seminaren und inhaltlichen Schwerpunkten – gerade im aktuellen gesellschaftlichen Klima des erstarkenden Antifeminismus bzw. sogenannten Antigenderismus und der kontroversen Verhandlung der Bedeutung feministischer Wissenschaft und Gender Studies – einen wertvollen und wichtigen Beitrag für die kritische und reflexive Auseinandersetzung der Studierenden mit (feministischer) Wissenschaft. Die Verknüpfung des Studiums soziologischer Theorie(bildung) mit aktuellen politischen Fragen ist unserer Ansicht nach ein wertvoller Bestandteil der sozialwissenschaftlichen Ausbildung, den Katharina Hoppe in besonderem Maße in ihre Lehre integriert.

Sie ermutigt die Studierenden stets, sich mit den Seminarinhalten und Texten kritisch auseinanderzusetzen, d.h. diese ernst zu nehmen aber auch auf ihre (theoretischen) Blindstellen hin zu befragen und zur Verantwortung zu ziehen, anstatt etwa „Klassiker*innen“ aufgrund ihres Status im Kanon der wissenschaftlichen Kritik und Reflexion zu entziehen. Indem sie die studentischen Textreflexionen in die Seminardiskussionen einbezieht sowie fundierte, respektvolle und konstruktive Kritik gibt, nimmt sie die Studierenden und deren Interessen ernst und eröffnet ihnen einen von Offenheit und einem Umgang auf Augenhöhe geprägten Raum, um ihre Fähigkeiten als angehende Sozialwissenschaftler * innen auszubilden und zu erweitern. Dies führt in nahezu jeder Seminarsitzung zu intensiven, theoretisch (wie auch politisch) fundierten und kritischen Diskussionen, an denen sich stets eine Vielzahl von Seminarteilnehmer * innen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Vorkenntnissen beteiligen. Durch ihre vielseitige Wertschätzung der (Vor-)Kenntnisse und Interessen ihrer Studierenden schafft sie eine Atmosphäre von engagiertem, begeistertem, kritischem und mitbestimmtem gemeinsamem Lernen und damit die Grundlagen für einen stets deutlich spürbaren Wissenszuwachs. So vermag sie es wie wenig andere, auch und gerade für komplexe Themen und wissenschaftliche Positionen zu begeistern.

Katharina Hoppe achtet in Diskussionen auf eine ausgewogene Verteilung von Rede- und Diskussionsbeiträgen, die Studierenden auch in sehr großen Seminaren stets mit Namen anspricht und eine inkludierende Sprache verwendet, die zur Förderung der aktiven Teilnahme an der Diskussion und somit auch zu einem praktischen Verständnis der Seminarinhalte beiträgt. Nicht-deutschsprachigen Studierenden gibt sie die Möglichkeit, Leistungsnachweise auch in Englisch zu verfassen. Darüber hinaus ist sie auch in den Lehrveranstaltungen sprachlich flexibel, um den Bedürfnissen der Studierenden, die sich für die von ihr angebotenen Themen interessieren, gerecht zu werden und so auch den Lernerfolg internationaler Studierender maximal zu unterstützen und sprachlich bedingte Hürden abzubauen.

Studentische Kritik und/oder Verbesserungsvorschläge an der Seminarkonzeption sind ihr immer wichtig. Sie weist die Studierenden auch regelmäßig auf themenverwandte außeruniversitäre kulturelle oder politische Veranstaltungen hin, greift auch studentische Initiativen auf und besucht Veranstaltungen gemeinsam mit den Studierenden.

Katharina Hoppe ist aufgrund ihrer stetigen Einschreibung in aktuelle wissenschaftliche, wie auch politische Debatten um (queer-)feministische Wissenschaft(skritik), ihrer Auseinandersetzung mit ökofeministischen Zugängen zu gegenwärtigen Herausforderungen im Spannungsfeld von Gesellschaft und Umwelt, welche zu den großen Themen wissenschaftlicher Theorien im 21. Jahrhundert gehören, und nicht zuletzt durch ihre wissenschaftlichen Interventionen zum Science March („Don´t silence feminist science!“, feministische studien blog, 28.06.2017) ein empowerndes Vorbild für junge Nachwuchswissenschaftler*innen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, KritischeLehre aus Frankfurt am Main
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Neuigkeiten

Pro

das u.g. Contra-Argument scheint mir eher als Pro-Argument zu gewichten

Contra

Noch kein CONTRA Argument.