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Petition addressed to: Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg
Nur 97.000 Euro im Jahr sind nötig, damit betroffene Familien weiterhin auf ihrem Weg Unterstützung finden können. Dies sollte bei einem Landeshaushalt von fast 135 Milliarden Euro eine Ausgabe sein, die weiterhin finanzierbar ist.
Über Fehlgeburt spricht kaum jemand. Über Totgeburt noch weniger. Und über den Tod eines Kindes im ersten Lebensjahr fast niemand. Aber genau in diesen Momenten brauchen Eltern Hilfe. Eine zentrale Anlaufstelle, die den Überblick behält und an die passende Unterstützung weitervermittelt, fehlt jedoch oft.
In Baden-Württemberg wurde diese Lücke mit der Landesstelle „Früher Kindstod" geschlossen. Doch genau diesem deutschlandweit einzigartigen Projekt droht nun das Aus. Dagegen wehren wir uns!
Die Landesstelle vermittelt betroffene Familien an die für sie richtige Unterstützung und vernetzt und schult alle, die an ihrer Versorgung beteiligt sind. Sie ist die einzige Koordinierungs- und Vernetzungsstelle ihrer Art in Deutschland.
Bis Ende 2026 ist diese Arbeit finanziert. Danach ist offen, ob und wie es weitergeht.
Wir fordern das Land Baden-Württemberg deswegen auf:
Sichern Sie die Finanzierung der Landesstelle dauerhaft, über 2026 hinaus!
Reason
Nach einer Fehl- oder Totgeburt, wenn das Kind bei der Geburt oder im ersten Lebensjahr verstirbt, sind Eltern oft orientierungslos und fühlen sich allein. Genau in solchen Momenten brauchen Eltern Unterstützung. Das gilt nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in ganz Deutschland.
Was macht die Landesstelle?
- Vermittelt Betroffene an für sie passende Angebote (z. B. medizinisches Fachpersonal, Bestatter:innen, Seelsorge, Schwangerenberatungsstellen, Trauerbegleiter:innen und Ehrenamtsgruppen)
- Bildet Fachpersonen fort, schafft flächendeckende Qualität
- Vernetzt Fachpersonen, Ehrenamtliche und Institutionen unterschiedlicher Bereiche
- Stärkt erstmals gezielt die Selbsthilfe und das Ehrenamt
- Forscht unter anderem gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Tübingen: „TROST Studie– Trauer(Begleitung) nach Schwangerschaftsverlust und -abbruch: Online-Studie zur Versorgungslage"
Dabei geht es nicht nur um Stärkung, sondern auch um Entlastung: Ehrenamtliches Engagement darf staatliche Verantwortung nicht ersetzen.
Warum jetzt entschieden werden muss:
Baden-Württemberg gilt mit der Landesstelle als Vorreiter in Deutschland. Gelingt die dauerhafte Finanzierung, wird Baden-Württemberg zum Vorbild für andere Bundesländer, denn diese schauen genau auf die Landesstelle. Sollte das Projekt aber hier scheitern, wäre das ein fatales Signal.
Gute Begleitung nach dem Tod eines Babys darf kein Zufall sein. Nicht in Baden-Württemberg. Nicht in Deutschland.
Unterstützen Sie diese Petition
- Für Familien, die nach dem Tod ihres Kindes Halt brauchen
- Für Fachpersonen, die auf Vernetzung und Fortbildung angewiesen sind
- Damit in ganz Deutschland solche Anlaufstellen entstehen
Petition details
Petition started:
07/15/2026
Collection ends:
10/31/2026
Region:
Baden-Württemberg
Topic:
Family
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Eltern in dieser Situation sind bestimmt völlig traumatisiert. Gebündelt Hilfe zu bekommen ohne 15 verschiedene Stellen kontaktieren zu müssen ist in dieser Situation mit Sicherheit extrem hilfreich! Oftmals weiß man sonst gar nicht ob / das / wo man Hilfe bekommen könnte.