Fehlgeburt: Staatliche Unterstützung statt Schweigen!

Petition richtet sich an
Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg

1.307 Unterschriften

4 %
797 von 22.000 für Quorum in Baden-Württemberg Baden-Württemberg

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  1. Gestartet 15.07.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg

Nur 97.000 Euro im Jahr sind nötig, damit betroffene Familien weiterhin auf ihrem Weg Unterstützung finden können. Dies sollte bei einem Landeshaushalt von fast 135 Milliarden Euro eine Ausgabe sein, die weiterhin finanzierbar ist.

Über Fehlgeburt spricht kaum jemand. Über Totgeburt noch weniger. Und über den Tod eines Kindes im ersten Lebensjahr fast niemand. Aber genau in diesen Momenten brauchen Eltern Hilfe. Eine zentrale Anlaufstelle, die den Überblick behält und an die passende Unterstützung weitervermittelt, fehlt jedoch oft.

In Baden-Württemberg wurde diese Lücke mit der Landesstelle „Früher Kindstod" geschlossen. Doch genau diesem deutschlandweit einzigartigen Projekt droht nun das Aus. Dagegen wehren wir uns!
Die Landesstelle vermittelt betroffene Familien an die für sie richtige Unterstützung und vernetzt und schult alle, die an ihrer Versorgung beteiligt sind. Sie ist die einzige Koordinierungs- und Vernetzungsstelle ihrer Art in Deutschland.

Bis Ende 2026 ist diese Arbeit finanziert. Danach ist offen, ob und wie es weitergeht.
Wir fordern das Land Baden-Württemberg deswegen auf:

Sichern Sie die Finanzierung der Landesstelle dauerhaft, über 2026 hinaus!

Begründung

Nach einer Fehl- oder Totgeburt, wenn das Kind bei der Geburt oder im ersten Lebensjahr verstirbt, sind Eltern oft orientierungslos und fühlen sich allein. Genau in solchen Momenten brauchen Eltern Unterstützung. Das gilt nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in ganz Deutschland.

Was macht die Landesstelle?

  • Vermittelt Betroffene an für sie passende Angebote (z. B. medizinisches Fachpersonal, Bestatter:innen, Seelsorge, Schwangerenberatungsstellen, Trauerbegleiter:innen und Ehrenamtsgruppen)
  • Bildet Fachpersonen fort, schafft flächendeckende Qualität
  • Vernetzt Fachpersonen, Ehrenamtliche und Institutionen unterschiedlicher Bereiche
  • Stärkt erstmals gezielt die Selbsthilfe und das Ehrenamt
  • Forscht unter anderem gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Tübingen: „TROST Studie– Trauer(Begleitung) nach Schwangerschaftsverlust und -abbruch: Online-Studie zur Versorgungslage"

Dabei geht es nicht nur um Stärkung, sondern auch um Entlastung: Ehrenamtliches Engagement darf staatliche Verantwortung nicht ersetzen.

Warum jetzt entschieden werden muss:
Baden-Württemberg gilt mit der Landesstelle als Vorreiter in Deutschland. Gelingt die dauerhafte Finanzierung, wird Baden-Württemberg zum Vorbild für andere Bundesländer, denn diese schauen genau auf die Landesstelle. Sollte das Projekt aber hier scheitern, wäre das ein fatales Signal.

Gute Begleitung nach dem Tod eines Babys darf kein Zufall sein. Nicht in Baden-Württemberg. Nicht in Deutschland.

Unterstützen Sie diese Petition

  • Für Familien, die nach dem Tod ihres Kindes Halt brauchen
  • Für Fachpersonen, die auf Vernetzung und Fortbildung angewiesen sind
  • Damit in ganz Deutschland solche Anlaufstellen entstehen
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Landesstelle Früher Kindstod Baden-Württemberg, Ettlingen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.07.2026
Sammlung endet: 31.10.2026
Region: Baden-Württemberg
Kategorie: Familie

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Warum Menschen unterschreiben

Ich bin selbst betroffen.

Weil diese Eltern auch Eltern sind und als solche gesehen werden müssen.

Weil wir selbst betroffen sind

Es ist besonders wichtig eine Anlaufstelle für Eltern zu haben, die dieses Schicksal erleben mussten.
Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen.

Weil zwei Freundinnen Fehlgeburten erlitten haben und sie Hilfe benötigt hätten

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