Region: Germany
Health

Finanzierung von Homöopathie durch Krankenkassen stoppen!

Petition is directed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
134 Supporters 129 in Germany
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  1. Launched June 2019
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Das Bundesministerium für Gesundheit, respektive der Deutsche Bundestag wird aufgefordert, ein Verbot der Finanzierung homöopathischer Behandlungsmethoden, insbesondere der Globuli, durch gesetzliche Krankenkassen zu beschließen. Homöopathie darf keine Kassenleistung mehr sein.

Reason

Jeder sozialversicherungspflichtig beschäftigte Mensch in Deutschland bezahlt jeden Monat einen Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser Beitrag dient dazu, der Solidargemeinschaft für die Gesundheit notwendige medizinische Versorgung zu finanzieren (§1 SGB5). Die Fördermittel der Krankenkassen werden also durch alle Bürger gemeinschaftlich finanziert. Daher ist bei der Entscheidung darüber, was als Kassenleistung gilt und was nicht, genaue Begründungspflicht geboten - §2 Abs. 1 des fünften Sozialgesetzbuchs: "Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen".

Jedoch gibt es bis heute keine klinische Studie, die beweist, dass Homöopathie tatsächlich wirkt. Allein die Tatsache, dass mit teilweise so hoher Potenzierung des Wirkstoffes gearbeitet wird, dass dieser in den Milchzuckerkügelchen gar nicht mehr nachgewiesen werden kann, lässt erhebliche Zweifel an ihrer Wirksamkeit aufkommen. Daher ist davon auszugehen, dass Globuli nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirken. Ihre Finanzierung durch gesetzliche Krankenkassen widerspricht somit eindeutig dem o.g. Paragraphen, da die Qualität und Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln keineswegs dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Kenntnisse entsprechen.

Des Weiteren verfehlen sie völlig das in §12 SGB5 angeführte Wirtschaftlichkeitsgebot: "Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen."

Seit Jahren wird der Begriff darüber, was einer Kassenleistung entspricht und was nicht, stets weiter eingeschränkt. Immer wieder werden Debatten über die Beendigung der Förderung von teils schwerwiegenden Behinderungen, z.B. Mukoviszidose, geführt, Brillenträger sind meist auf sich alleine gestellt, und von der Finanzierung von ordentlicher Pflege/Betreuung für's Alter sind wir noch sehr weit entfernt.

Wieso also müssen wir Kassenpatienten jährlich mehrere Millionen Euro für Zuckerkügelchen, die nachweislich nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirken, ausgeben, wo es viele Dinge gäbe, die notwendiger und erwiesenermaßen wirksam sind?

Die Finanzierung von homöopathischen Mitteln durch gesetzliche Krankenkassen verstößt ganz klar gegen ihren eigenen Solidaritätsgrundsatz, ihren allgemeinen Vorschriften und ihrem Wirtschaftlichkeitsgebot und ist damit zu beenden.

Thank you for your support, Florian Widmann from Isny/Bolsternang
Question to the initiator

News

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    Nur Mut dazu, die meisten Menschen, die unabhängig davon zum Thema Homöopathie befragt werden, sind unserer Meinung!

    Vielen Dank bereits jetzt an jeden von Ihnen. Sie sind der Beginn einer großen Bewegung, die jedem von uns zugutekommt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Florian Widmann

Die Vermittlung anti-wissenschaftlicher Weltsichten ist ein generelles gesellschaftliches Problem. Menschen, die ihre Meinung auf "Alternative Fakten" basieren, tragen dazu bei, den sachlichen Diskurs in der Gesellschaft zu untergraben. Homöopathie ist hierbei ein Baustein. Durch das Finanzieren dieser als nicht wirksam erwiesenen "Behandlung", wird sie ungerechtfertigterweise geadelt. Aberglaube und Hokus Pokus gehören nicht in unsere Zeit. Wenn wir akzeptieren, dass nicht faktenbasiert argumentiert wird, fördern wir ideologische Weltsichten, die mit Fakten widerlegbar sind.

Ob die Wirkung homöopathischer Mittel in Studien nachgewiesen ist oder nicht, spielt für den wirtschaftlichen Aspekt keine Rolle. Es kann durchaus finanziell vorteilhaft sein, wenn Menschen durch Homöopathie gefährliche Nebenwirkungen vermeiden und zumindest an eine Besserung ihrer Symptome glauben und schließlich wieder gesund werden. Leider gibt es sogar Ärzte, die bei grippalen Symptomatiken Antibiotika geben, nur damit der Patient mit irgendwas nachhause geht, dass er sich dann in den Rachen stecken kann. Warum keine Petitionen gegen diese oder ähnliche Problematiken?

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