Erfolg
 

Finanzpolitik - Steuermehreinnahmen und Solidaritätszuschlag

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutschen Bundestag

89 Unterschriften

Der Petition wurde entsprochen

89 Unterschriften

Der Petition wurde entsprochen

  1. Gestartet 2008
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Erfolg

Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.

Petition richtet sich an: Deutschen Bundestag

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Steuermehreinnahmen sowie den Solidaritätszuschlag zum Ausgleich des Bundeshaushalts zu benutzen und nicht, wie geplant, die Einnahmen aus dem Emissionshandel.

Begründung

Die Einnahmen aus dem Emissionshandel sollten für das verwendet werden was allen Bürgern auch so verkauft wird, für Maßnahmen und Entwicklungen zu Gunsten der Umwelt. Derzeit werden etliche Millionen Euro immernoch in die neuen Bundesländer \'gepumpt\' obwohl dort, eine große Abwanderung in die alten Bundesländer stattfindet. Etliche Bürgermeister von Städten stehen mit nagelneuen Häusern, Marktplätzen und Straßen da, die jedoch leer und ungenutzt bleiben, da schlicht und einfach die Anwohner fehlen. Nun hat sich jeder Bundesbürger mittlerweile an den \'Solidaritätszuschlag\' gewöhnt, so dass man diese Mittel, inklusive der Steuermehreinnahmen, zum Ausgleich des Bundeshaushalts nutzen könnte. Somit würde dieses Geld sinnvoll genutzt werden und es müssten keine Mittel die eigentlich der Umwelt zugute kommen sollten, zweckentfremdet werden.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 14.10.2008
Sammlung endet: 26.11.2008
Region: Deutschland
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Florian Dotzauer Finanzpolitik Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 28.10.2010 abschließend beraten und
    beschlossen: Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen im Wesentlichen
    entsprochen worden ist.

    Begründung Mit der Petition wird gefordert, die Steuermehreinnahmen sowie den Solidaritäts-
    zuschlag zum Ausgleich des Bundeshaushalts zu verwenden und nicht, wie geplant,
    die Einnahmen aus dem Emissionshandel.

    Zu der öffentlichen Petition gingen 89 Mitzeichnungen und 6 Diskussionsbeiträge ein.

    Zur Begründung des Anliegens wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die Ein-
    nahmen aus dem Emissionshandel für Maßnahmen und Entwicklungen zu Gunsten
    der Umwelt verwendet werden sollten. Damit würden die vereinnahmten Mittel nicht
    zweckentfremdet werden, denn derzeit würden immer noch etliche Millionen Euro in
    die neuen Bundesländer transferiert, obwohl dort gerade eine große Abwanderung in
    die alten Bundesländer stattfinde.

    Wegen weiterer Einzelheiten des Vortrages wird auf den Akteninhalt verwiesen.

    Der Petitionsausschuss kommt in seiner parlamentarischen Prüfung unter Berück-
    sichtigung einer zu der Eingabe eingeholten Stellungnahme des Bundesministeriums
    der Finanzen (BMF) zu folgendem Ergebnis:

    Die Erlöse aus der Veräußerung von CO2-Emissionszertifikaten werden über den
    Einzelplan 16 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicher-
    heit (BMU) im Bundeshaushalt vereinnahmt. Im Jahr 2008 standen dem BMU aus

    dem Verkauf von Emissionshandelszertifikaten rd. 400 Mio. zur Verfügung. Die
    übrigen Ressorts waren 2008 noch nicht beteiligt. Im Jahr 2009 und in der Finanz-
    planung bis 2012 wird mit Einnahmen in Höhe von 900 Mio. brutto jährlich gerech-
    net. Von den erwarteten Erlösen können zwei Drittel verausgabt werden. Die 2009
    zur Verfügung stehenden Mittel werden sich auf 5 Bundesministerien verteilen.

    Die Nettoerlöse aus dem Zertifikatsverkauf der Jahre 2008 und 2009 stehen im
    Rahmen des von der Bundesregierung beschlossenen integrierten Energie- und
    Klimaprogramms für Ausgaben im Bereich Klimaschutz zur Verfügung. Das BMU (mit
    dem größten Anteil an den Gesamterlösen) verwendet die ihm zugewiesenen
    Einnahmen für nationale und internationale Klimaschutzinitiativen.

    Im Fokus der Nationalen Klimaschutzinitiative stehen Verbraucher, Wirtschaft,
    Kommunen sowie soziale und kulturelle Einrichtungen. Ziel ist es, die dort vorhan-
    denen Potenziale zur Emissionsminderung zu erschließen sowie innovative Modell-
    projekte voranzubringen. Konkret fördert das BMU Klimaschutzmaßnahmen zur
    Steigerung der Energieeffizienz und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien.

    Mit der Internationalen Klimaschutzinitiative werden weltweit Klimaschutzprojekte in
    Entwicklungs- und Schwellenländern sowie den Transformationsstaaten Mittel- und
    Osteuropas gefördert. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen:
    Förderung einer nachhaltigen Energieversorgung
    Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
    sowie Schutz von Biodiversität mit Klimarelevanz. Auch die Mittel der anderen Ministerien werden für vergleichbare internationale und
    nationale Klimaschutzmaßnahmen verwendet.
    Nach den vorangegangenen Ausführungen vermag der Petitionsausschuss keinen
    Anlass für ein weitergehendes parlamentarisches Tätigwerden zu erkennen. Er
    empfiehlt deshalb, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen mit der
    derzeitigen Mittelverwendung im Wesentlichen entsprochen wird.

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49 %
243 Unterschriften
115 Tage verbleibend

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