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Bild zur Petition mit dem Thema: Flyball-Hundesport: Trennzaun zwischen den Bahnen soll als Kann-Regelung weiterhin Bestand haben Flyball-Hundesport: Trennzaun zwischen den Bahnen soll als Kann-Regelung weiterhin Bestand haben
  • Von: Andrea Medinger, 1. Vorsitzende der HSF Degerloch ... mehr
  • An: VdH Ressortleiter für Regelwerke im Hundesport ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Tierschutz mehr
  • Status: Der Empfang der Petition wurde bestätigt
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 452 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Flyball-Hundesport: Trennzaun zwischen den Bahnen soll als Kann-Regelung weiterhin Bestand haben

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Der Trennzaun zwischen den Bahnen beim Flyball-Hundesport darf nicht als Hilfsmittel angesehen werden. Dieser Trennzaun dient allein dem Schutz der Hunde vor Verletzungen jeglicher Art durch einen Hund aus der gegnerischen Bahn.

Wir fordern, dass der Zaun auch weiterhin Bestandteil eines Flyball-Parcours bleiben darf, ohne jegliche Reglementierung bei der Punktevergabe und Wertung für evtl. Rekorde.

Wir fordern, die entsprechende Änderung im VdH-Flyball-Reglement unter Pkt. 3.1, gültig ab 01.01.2015, rückgängig zu machen, bzw. entsprechend zu ändern.

Die Flyball-Sportler

Begründung:

Die Teilnahme an einem Hundesport-Turnier stellt für jeden Hund eine Extremsituation dar. Die Hunde sind dann sehr aufgeregt und demzufolge nicht immer berechenbar. Darin unterscheiden sich Training und Wettkampf grundsätzlich bei jedem Hundesport. Die gut ausgebildeten Flyball-Hunde kennen ihre Aufgabe und bleiben auch in einer Turniersituation auf der Bahn der eigenen Mannschaft.

Es gibt aber auch Ausnahmen, z.B.: - Der Ball rollt auf die gegnerische Bahn, der Hund folgt natürlich um diesen zurückzuholen - Der Hund ist irritiert und jagd den Hund auf der gegnerischen Bahn - Der Boxenlader auf der gegnerischen Bahn hat eine so energische Stimme, dass der eigene Hund zu ihm läuft Da unsere Hund keine Maschinen, sondern Lebewesen sind, kann so ein Verhalten plötzlich und ohne jede Vorwarnung auftreten (siehe Petitionsbild).

Ob nun mein eigener Hund Verursacher oder Geschädigter ist, spielt dabei keine Rolle. In beiden Fällen kann ein Hund gravierende Verletzungen davontragen. Im Falle des geschädigten Hundes ist auch ein Trauma zu erwarten, denn dieser Hund wird nach so einem Zwischenfall evtl. nicht mehr vertrauensvoll den Parcours abarbeiten.

Von den Gegnern des Zaunes wird gerne auch das Argument angebracht, dass sich ein Hund im Zaun verfangen und verletzen könnte. Dem stimme ich vorbehaltlos zu! Natürlich könnte er sich in diesem Zaun, der in der Regel ein mobiler Weidezaun ist, verfangen und verletzen, aber dann ist dieser Hund bereits auf dem Weg zur gegnerischen Bahn und wäre ohne den Zaun nicht aufgehalten worden. Dieses Argument kann also nicht als Argument gegen den Zaun genannt werden, es ist vielmehr das Gegenteil der Fall!

Der Zaun zwischen den Flyball-Bahnen wurde seit dem Bestehen eines gültigen VdH Flyball-Reglements ab 01.01.2005 nicht darin erwähnt. Es war folglich immer die Entscheidung der Turnierveranstalter, ob ein Rennen mit oder ohne diesen Trennzaun gelaufen wird. Diese Entscheidung hatte bisher keine Auswirkungen auf die Gültigkeit der Ergebnisse und Rekorde.

Die Frage ist also: Warum musste dieser Passus unter Pkt. 3.1 des aktuellen und rückwirkend zum 01.01.2015 gültigen VdH-Flyball-Reglements nun eingefügt werden? Warum kann nicht auch weiterhin der Veranstalter selbst entscheiden, ob er das Risiko solcher Verletzungen und Zwischenfälle eingehen möchte?

Natürlich lässt die Reglements-Anpassung auch weiterhin Turniere mit Zaun zu. Da in diesem Fall aber keine Wertungen oder Rekorde offiziell gültig sind, kann es sich dabei lediglich um sog. Fun-Turniere handeln.

Als Zaun-Befürworter kann ich also - zum Wohl und Schutz der Hunde - seit 01.01.2015 nur noch Funturniere veranstalten und an solchen teilnehmen. Nur wenn ich risikobereit bin und die Gesundheit der startenden Hunde aufs Spiel setze, kann ich künftig noch Turniere nach dem VdH-Flyball-Reglement durchführen und daran teilnehmen und ggfs. auch einen gültigen Rekord erzielen.

Als Begründung für die Änderungen gibt es im Reglement selbst folgenden Passus: Grund der Änderungen ist eine Anpassung an Reglements in anderen Europäischen Ländern, so dass auch deutsche Mannschaften unter gleichen Voraussetzungen Flyball-Sport betreiben und an internationalen Wettbewerben teilnehmen können.

Hierzu gibt es bereits viele Äußerungen von aktiven Flyball-Sportlern aus Bundesländern, die schon länger ohne den Trennzaun auf Turnieren starten "müssen", weil dies evtl. vom angrenzenden Ausland so übernommen wurde. Diese Sportler äußern sich vielfach positiv über den Trennzaun und empfinden es als befreiend und beruhigend, wenn sie auf einem Turnier mit einem Trennzaun starten.

Zuletzt muss nochmals ganz klar geäußert werden: Der Trennzaun zwischen den Bahnen stellt in keinster Weise ein Hilfsmittel für die Hunde dar! Es werden aufgrund dieses Trennzaunes keine schnelleren Zeiten durch die Hunde erzielt! Auf eine Anpassung an die Reglements anderer Länder kann also in Deutschland verzichtet werden.

Vielmehr sollte es sich der VdH, im Zuge seiner Tierschützerischen Arbeit, zur Aufgabe machen, die FCI dahingehend zu beeinflussen, dass ein Trennzaun zwischen den Bahnen im Flyball-Hundesport zumindest als Kann-, besser noch als MUSS-Option auch im Ausland reglementiert werden soll.

Der VdH hat hier die Möglichkeit, eine Vorbildfunktion zu übernehmen

Bitte setzen Sie sich nicht über die Belange der Hundesportler hinweg!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Esslingen, 19.03.2015 (aktiv bis 15.04.2015)


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