Region: Regensburg
Traffic & transportation

Förderung von großen Elektrobussen statt Stadtbahn in Regensburg

Petition is directed to
Stadt Regensburg
876 Supporters 771 in Regensburg
Collection finished
  1. Launched November 2021
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Ich möchte die Stadtbahn für Regensburg verhindern und stattdessen auf Förderung elektrischer Busse mit eigener Trasse setzen.

Es ist wichtig, jetzt sich zu informieren und dazu Stellung zu nehmen, damit die Planung der Stadtbahn rechtzeitig abgebrochen werden kann, bevor weitere Kosten entstehen.

Reason

Unterschreiben Sie für die Petition

„Förderung von EMILs in Regensburg, NEIN zur Stadtbahn“?

 

Stell dir vor, es gibt eine Stadtbahn und keiner geht hin:

Für den Bau einer Stadtbahn in Regensburg wurde zwar eine Machbarkeitsstudie erstellt, aber m. W. keine „Notwendigkeits-Studie“.

Werden tatsächlich so viele Leute wie von der Stadt hochgerechnet diese Linien benutzen?

Menschen fahren nicht nur von Wutzlhofen nach Burgweinting oder zur Uni-Klinik, sondern kreuz und quer durch Regensburg, z. B. weil sie vor der Arbeit noch etwas erledigen. Es braucht viel mehr Querverbindungen in guter Taktung als gerade diese eine Linie von Nord nach Süd.

Menschen werden in Zukunft neben Fahrrädern und E-scootern auch kleine Elektroflitzer und Car-Sharing nutzen als Ergänzung zum gut vernetzten und getakteten ÖPNV.

Es ist absolut richtig von der Stadt Regensburg, auf eine massive Förderung des ÖPNV zu setzen und den Individualverkehr einzudämmen.

Die angedachte Stadtbahn für Regensburg jedoch ist unflexibel, unkalkulierbar teuer, womöglich nicht nachhaltig und eine ewige Baustelle.

Im einzelnen:

 Sie ist unflexibel:

Eine Umleitung bei Veranstaltungen oder ein Ausweichen im Notfall ist nicht möglich.

Wenn die Straßenbahn in einen Unfall verwickelt ist, sind viel mehr Menschen gleichzeitig betroffen, die dann nicht ans Ziel kommen, und für ein Ersatzfahrzeug muss erst die Schiene freigeräumt werden.

In den engen Straßen Regensburgs hat sich in der Machbarkeitsstudie auch das eine oder andere Nadelöhr aufgetan, z. B. beim Theater. 

Der bedarfsgerechte Einsatz ist leichter mit Bussen zu bewältigen.

Im Übrigen ist es für Radfahrer, Rollstuhlfahrer, E-scooter-Fahrer und Kinderwagen unangenehm, über Straßenbahnenschienen zu fahren.

Auch optisch sind weder die Schienen noch eventuelle Oberleitungen ansehnlich.

Inwiefern eine Stadtbahn das Stadtbild verbessern soll, ist nicht nachvollziehbar.

Die Stadtbahn ist festgelegt auf eine bestimmte Spurbreite, Nachbestellungen könnten schwierig sein.

 

 Sie wird enorme und unkalkulierbare Kosten verursachen:

246 Mio € (ca. 17 Mio € pro km) sind berechnet zum Stand 2018 für den Bau und die Anschaffung.

Dazu kommen Kosten für Wiederherstellung der angrenzenden Straßenflächen, Park & Ride-Flächen, Betriebshaftpflicht, Zinsen, Instandhaltung, usw.

In der Machbarkeitsstudie wird von einem Unsicherheitsanteil bei der Berechnung von +/- 30 % der Kosten ausgegangen. Der Kosten-/Nutzenfaktor liegt knapp um die „1“ herum, d. h. es wird nicht ausgeschlossen, dass der Nutzen kleiner ist als die Kosten.

Zudem steigen die Kosten im Bausektor zur Zeit erheblich, was sich auch nicht wieder abschwächen wird.

Aus verschiedenen Großprojekten ist bekannt, dass die Kosten gerne mal „aus dem Ruder laufen“

Auch verschiedene Unwägbarkeiten wie Lieferschwierigkeiten am Bau oder mögliche archäologische Funde können die Kosten explodieren lassen.

Das gesparte Geld könnte man investieren

- in Markierungen und Ampeln für eigene Busspuren

- in bessere Vernetzung/Querverbindungen in der Stadt

- in bessere Taktung und häufigere Anfahrt von Haltestellen

- in günstige oder womöglich sogar kostenlose Bustickets

und so interessante Anreize zum Umsteigen schaffen.

  

Die Stadtbahn wird eine ewige Baustelle:

Für die Stadtbahn ist eine lange (teure) Planungsphase nötig (5 Jahre). Das Planfeststellungsverfahren dauert eine ungewisse Zeit.

Auch die Bauphase wird lange dauern (5 Jahre), womöglich noch länger als gedacht, falls im Zuge dessen die Galgenbergbrücke ertüchtigt oder erweitert werden muss (Planung bis Fertigstellung 16 Jahre?) oder archäologische Funde auftauchen. Im Übrigen gilt auch hier: Bekanntermaßen dauern solche Großbaustellen immer länger als erwartet.

Die Behinderungen auch für die existierenden Busse werden beachtlich sein, noch mehr Staus bleiben nicht aus. Ein paralleler Ausbau des Busnetzes wird sich schwierig gestalten.

Der Bau als solcher mit Abreissen bestehender Flächen und Neugestaltung ist eine gewaltige Ressourcenverschwendung, incl. erhöhtem Ausstoß von CO2 (s. Gutachten Stadtbahn Tübingen). Haltestellen müssten neugebaut und verlegt werden, was sich auch schwierig gestaltet, wenn man die Länge einer Stadtbahn betrachtet (40 m in der Busbucht Dachauplatz?).

Demgegenüber könnte man elektrische Busse peu à peu anschaffen, sofort damit beginnen/fortfahren und mit jedem weiteren Bus CO2 einsparen.

Bis eine Stadtbahn fertig wäre, hätte man damit schon längst entsprechende Klima-Vorgaben erfüllt.

Sind die beiden ersten Trassen fertig, soll der Bau weitergehen mit der schon ins Auge gefassten West-Ost-Trasse, so dass man mit den Groß-Baustellen gar nicht mehr fertig wird.

Mehrere Alternativen, z. B.:

Solaris Urbino 12 mit Anhänger (Buszug), L 22,99 m; 61 Sitzpl., 133 Stehpl.;

MAN Lions City Hybrid-Gelenkbus, L 18 m, 43 Sitzpl., 99 Stehpl.;

Mercedes Benz eCitaro - eGelenkbus, L18,13m

 Lasst uns sofort mit der Verkehrswende anfangen und viele EMILs - groß und klein - einsetzen!

Thank you for your support, Claudia Böhm from Regensburg
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,
    heute muß die Petition enden, obwohl wir eigentlich jetzt erst so richtig Fahrt aufnehmen. Bitte weist nochmal Familie und Freunde auf die letzte Chance zur Teilnahme heute hin.
    Die Übergabe erfolgt in Kürze, hierzu werde ich wieder informieren.
    Wer dabeibleiben will, wird demnächst Gelegenheit haben, unsere Homepage zu besuchen, wo wir weitere Infos einstellen.
    Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die diesen Weg bis hier mit uns gegangen sind, und hoffe auf ein Wiedertreffen auf der Homepage www.gleisfrei-regensburg.de !
    Liebe Grüße
    Claudia Böhm

  • Liebe Unterstützende,
    am gestrigen Abend, 11.11.22, wurden im Haus der Bayer. Geschichte 820 Unterschriften gegen die Kappung der Buslinien im Norden Regensburgs, die im Zusammenhang mit einem Neubau der Stadtbahn in Regensburg erfolgen würde, an die Oberbürgermeisterin überreicht.
    Vielen Dank für die Sammlung an Ingeborg Pieringer!

  • Liebe Unterstützer,
    heute Abend wird um 17.45 Uhr die Unterschriftensammlung (betr. die Buslinien im Norden) im Foyer des Hauses der Bayer. Geschichte an die Oberbürgermeisterin übergeben. Die Presse sollte anwesend sein.
    Die Petition für Elektrobusse, gegen die Stadtbahn, wird an einem anderen Termin übergeben werden. Infos folgen.
    Bis heute Abend!

Diese Petition wurde im November 2021 gestartet... Zunächst für kleine Emil Busse statt Stadtbahn, nun wurde sie komett umformatiert und hat seit dem von 150.000 Regensburgern knapp 600 Gegenstimmen sammeln können. Ein klareres Votum FÜR eine Stadtbahn kann man gar nicht bekommen als von dieser Petition hier. Danke an die Einreicherin und Initiatorin Claudia Böhm für den demokratischen Beweis, dass eine Riesen Mehrheit der Regensburger die Stadtbahn möchte.

das wichtigste Gegenargument ist eigtl. ein demokratisches: Bei einem Quorum von 1700 Regensburgern, habn sich gerade einmal 100 gefunden, die online (da muss man noch nicht mal ins Rathaus!) dagegen gestimmt haben. Angeblich soll es ja soviele Gegner der Stadtbahn in Regensburg geben. Haben die alle kei Internet?

More on the topic Traffic & transportation

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now