Im Herbst 2017 beendete die Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg den Modellversuch «Schule ohne Noten» an 10 Grundschulen des Landes ohne hinreichende Begründung. Wir fordern die Verlängerung des Modellversuchs inklusive der ursprünglich zugesagten wissenschaftlichen Begleitung.

Begründung

Der Elternbeirat der Paul-Hindemith-Grundschule Freiburg steht hinter dem Modellversuch „Schule ohne Noten“, weil wir die positiven Auswirkungen auf Lernmotivation, Leistung und Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder erleben und wertschätzen. Diesen Wert wollen wir bewahren - auch in Solidarität mit den kommenden Jahrgängen.

Die Entscheidung zur Beendigung des Modellversuchs begründet die Kultusministerin mit der Tatsache, dass der Versuch ohne wissenschaftliche Begleitung durchgeführt wurde und daher keine Bewertungsgrundlage vorliegt und verweist auf die SPD, die das Ministerium zum Startzeitpunkt des Modellversuchs geführt hat. Dies ist ein Versäumnis des Kultusministeriums, ob SPD oder CDU geführt, ist hier nicht relevant. Aufgrund dieses Versäumnisses fehlt nun die Grundlage für eine Bewertung des Modellversuchs. Die logische Konsequenz ist also den Versuch zu verlängern, um eine Bewertungsgrundlage zu erhalten und nicht dessen unbegründete Beendigung. Das Kultusministerium ist hier in der Pflicht, die gegebene Zusage zur wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs in die Tat umzusetzen.

Ziffernoten sind für das Kultusministerium Basis einer qualifizierten Leistungsrückmeldung. Für eine qualifizierte Leistungsrückmeldung sind Ziffernoten jedoch nicht notwendig. Die Vergabe von Noten erzwingt einen gleichen Maßstab für alle Kinder. Durch einen solchen künstlichen Maßstab ist eine individuelle Bewertung ausgeschlossen und somit können Noten keinen Aufschluss über das Leistungsniveau und die Lernperspektive des Kindes bieten. Daher sind sie nicht mit individueller Förderung vereinbar.

An der Paul-Hindemith-Schule arbeiten Lehrer, Schulleitung und Eltern an Konzepten zur individuellen Förderung der Kinder in unterschiedlichen Kompetenzbereichen. Diese Konzepte wurden im Laufe der Jahre immer wieder angepasst und verbessert. Das Prinzip «Schule ohne Noten» ist hier ein entscheidender Faktor.

Wir fordern daher die Fortsetzung des Modellversuchs „Schule ohne Noten“ als Langzeitstudie inklusive wissenschaftlicher Begleitung! Eine Bewertung des Konzepts «Schule ohne Noten» kann nur nach gründlicher Evaluation vorgenommen werden.

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Wir haben einen genauen, erlebten Vergleich wie es ist ein Kind in eine Schule mit Noten oder in eine Schule mit differenzierter Leistungsrückmeldung zu schicken. Sogar an der gleichen Schule, der Gerhart-Hauptmann- Schule Mannheim. Wir beobachten eine pos. Motivation zum früheren neg. Druck. So entsteht eine viel entspanntere Klassenatmosphäre, die tragend für die Schüler sowie Lehrer ist.

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