Das Familienministerium verwendet den Begriff des/der Alleinerziehenden als Sprachgebrauch auf Ihrer Internetseite und in Ihren Publikationen auch für solche Familien in denen es eine Mutter und einen Vater gibt.

www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=122910.html

Dieser Allgemein verwendete Begriff spiegelt allerdings nicht die Anstrengungen all derjenigen geschiedenen Eltern wieder, die trotz einer Trennung gemeinsam für Ihre Kinder sorgen und bereit stehen.

Frau Familienministerin, zeigen Sie die Gleichstellung von geschiedenen Eltern auch in Ihrem Haus. Geschiedene Eltern bleiben Eltern und müssen auch gemeinsam erziehen.

Verwenden Sie den Begriff der gemeinsam Erziehenden und setzen Sie ein Zeichen für unsere Kinder die in einem getrennten Elternhaus leben müssen.

Begründung

Deutschlandweit gibt es jährlich ca. 165.000 Ehescheidungen mit ca. 135.000 betroffenen minderjährigen Kindern. Dies ist insbesondere für unsere Kinder eine extreme und schwierige Situation. Geschiedene Paare die es schaffen dennoch Eltern zu bleiben, müssen vom Staat größtmögliche Unterstützung erfahren. Dabei muss es Ziel sein, beide Eltern in die Verantwortung zu nehmen. Dennoch ist es in Deutschland allgemein üblich, nach einer Trennung von einem Alleinerziehenden/der zu sprechen. Wikipedia schreibt dazu:

"Eine alleinerziehende Person ist eine Person, die ohne Hilfe einer anderen erwachsenen Person mindestens ein Kind unter 18 Jahren großzieht. Man spricht auch von Ein-Eltern-Familien."

Diese Umschreibung macht deutlich, dass der andere sorgende Elternteil mit dieser Begrifflichkeit völlig ignoriert wird. Die Botschaft die mit dem Begriff des/der Alleinerziehenden vermittelt wird ist für den anderen Elternteil erniedrigend. Alle Mütter und Väter die tagtäglich Ihre Kraft dafür geben, trotz einer Trennung den eigenen Kindern Normen und Werte zu vermitteln, werden zu Zahlmeistern degradiert.

Dabei ist es oft nur der gegebenen Umstände geschuldet, dass die Kinder dort leben, wo sie gerade leben. Berufliche und finanzielle Umstände, Wohnsituationen und ein neues Umfeld, all das zwingt Mütter und Väter dazu sich räumlich von Ihren Kindern zu trennen. Eine räumliche Trennung bedeutet allerdings nicht eine Trennung vom Alltag der Kinder. Mütter und Väter die eine andere Adresse haben sind deshalb nicht aus dem alltäglichen Leben der eigenen Kinder verschwunden. Der Kontakt zum Kindergarten oder zur Schule, Arztbesuche und die Fahrt zum Sportverein sind und bleiben Aufgaben beider Elternteile.

Eine 14-tägige Besuchsregelung wird mit dieser Begrifflichkeit zu einem Ausflug der Kinder zu Ihrem anderen Elternteil degradiert. Der Alltag sieht allerdings anders aus und das ist auch gut so.

Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl Eltern die weitaus mehr Zeit mit Ihren Kindern verbringen. Dort gehen die Kinder ein- und aus, obwohl kein offizielles Wechselmodell (50/50 Regelung) vereinbart wurde.

Auch unsere Kinder können mit dieser Begrifflichkeit nichts anfangen. Für Sie bleiben Ihre Mütter und Ihre Väter gleichberechtigt. Sie unterscheiden nicht zwischen einem Hauptwohnsitz und einem Besuch bei Mutter oder Vater.

Wir fordern endlich die Realität in Deutschland wahr zu nehmen und Trennungskinder so zu unterstützen wie sie es verdient haben. Die Realität ist nun mal, dass es eine große Anzahl von geschiedenen Ehen und daraus resultierend auch neue Patchworkfamilien gibt. Die Realität ist auch, dass die Mehrzahl der Mütter und Väter sich Ihrer Verantwortung bewusst sind und sich um Ihre Kinder kümmern. Diese Tatsachen müssen endlich auch in der Politik zur Kenntnis genommen werden.

Diese Petition soll auch zum Nachdenken darüber anregen, welch großen Hürden es immer noch für Trennungsfamilien und sog. Patchworkfamilien gibt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jörn Oberndörfer aus Nordhorn
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Pro

Wenn jemand sagt, er wäre "alleinerziehend", dann ist das ein Alarm-Signal: "Alleinerziehend" bedeutet, ohne anderen Elternteil. Was es bedeutet, wenn der andere Elternteil fehlt, zeigen US-Studien, die die Folgen der Vaterlosigkeit belegen. Demnach sind diese Kinder im Jugendalter bei Themen von Selbstmord, Schulabbruch, Jugendschwangerschaft, Drogen und Gefängnis zu 60 %bis 90 % beteiligt. Bei dem Wort "Alleinerziehend" müsste also sofort das Jugendamt auf der Matte stehen, weil Kinder in Gefahr sind. Das Wechselmodell verhindert dies, dazu gibt es eine Petition hier.

Contra

überflüssige Petition, war die Zeit nicht des Lesens nicht wert.