• Von: Dr. Georg Löser (ECOtrinova e.V. u. weitere ...
  • An: Bundesregierung/Bundeskanzlerin und weitere
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesellschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 213 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

FREIBURGER ERKLÄRUNG zur UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung 2012 - Die Zukunft, die WIR wollen

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FREIBURGER ERKLÄRUNG
zur UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung Rio+20 :
„Global denken - lokal handeln!“ Nachhaltig vor Ort und überall –
die Zukunft, die WIR wollen

Zwanzig Jahre nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (UNCED 1992) findet im Juni 2012 die UN-Weltkonferenz über nachhaltige Entwicklung (UNCSD, Rio+20) statt. Die UNCED 92 hat trotz der dort beschlossenen Konventionen zum Klimaschutz und zur Biodiversität sowie trotz ihrer Erklärung zu Umwelt und Entwicklung, ihrer Wälder-Prinzipien und ihrem weltweiten Aktionsprogramm Agenda 21 bis heute nicht die erhofften positiven Wirkungen entfaltet. Die Beschlüsse wurden von mehreren Staaten nicht ratifiziert oder unterlaufen.

Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Gewalt auf allen Ebenen, Hunger und Armut, Überfluss und Verschwendung von Ressourcen, Externalisierung und Sozialisierung ökonomischer Kosten, Ungleichheit und fehlende Bildungschancen sowie die Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen und die Gefährdung der Biosphäre insgesamt stehen weiterhin und unakzeptabel für den Zustand der Welt.

Positiv entwickelt haben sich vielfach Einsichten und der Wille, diese Zustände vorbildlich zu überwinden. Vor allem vor Ort, regional und gemeinschaftlich sowie in partnerschaftlichen Initiativen an der Basis sind unterschiedlichste konkrete Aktivitäten entstanden, die dezentral aber vernetzt zur Problemlösung beitragen. Leitgedanken hierbei sind „Eine Welt“ für globale Verantwortung und Gerechtigkeit und das Motto „Global denken – lokal handeln“. Dies geschieht, wenn auch noch unvollkommen, in Hunderttausenden Städten und Dörfern insbesondere mit der lokalen Agenda21.

Wir sind ein engagierter Teil der international vernetzten Zivilgesellschaft aus Bürgerinnen und Bürgern von Gemeinden, Städten und Regionen und ihren vielfältigen kulturellen, ethnischen, religiösen bzw. sozialen oder gemeinnützigen Gemeinschaften. Wir fühlen uns vielfach nicht hinreichend repräsentiert durch unsere Staaten und offiziellen Repräsentanten bei den Vereinten Nationen, in internationalen Konferenzen und von demokratisch mangelhaft legitimierten Organisationen wie der Welthandelsorganisation WTO, welche die Ergebnisse der UNCED 92 faktisch entwertet hat. Deshalb gilt es, eine transnationale Demokratisierung voranzubringen, die in einem regional verankerten Rat der Vereinten Zivilgesellschaften (COUNCIL OF UNITED CIVILIANS) gipfelt, der – ausgestattet mit verbindlichem Vorschlags- und Vetorecht - den VEREINTEN NATIONEN (UNITED NATIONS) die Zusammenarbeit anbietet.

Vor diesem Hintergrund erklären wir gegenüber den Mitmenschen, Städten und Gemeinden, regionalen, nationalen und internationalen Institutionen, der Wirtschaft, demokratisch gewählten Delegierten, Regierungen sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern der UN-Konferenz Rio+20:

1. Wir wollen eine solidarische Welt, deren natürliche, kulturelle und soziale Ressourcen nur so genutzt werden dürfen, dass für die derzeitigen und nachfolgenden Generationen ein menschenwürdiges Leben möglich ist. Oberstes Ziel ist die Umsetzung der Menschenrechte und damit der gerechte Zugang aller Menschen zu ihren Lebensgrundlagen. Nur so kann Nachhaltigkeit universell definiert werden und global konsensfähig sein.

2. Wir wollen die Entwicklung zur Nachhaltigkeit für alle Menschen gemeinsam und gleichberechtigt voranbringen und die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Ressourcenverschwendung, Raubbau und Gier müssen gestoppt werden für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft mit der Natur im Rahmen des begrenzten Umweltraumes und einer Umweltdemokratie.

3. Diese Entwicklung setzt Friedensbereitschaft und Verständigung voraus und muss Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Entscheidungsteilhabe schaffen. Sie muss sozial, ökologisch und gesamtwirtschaftlich tragfähig sein und rechtsstaatlichen Standards wie der Verursacherhaftung und dem Vorsorgeprinzip standhalten.

4. Diese Entwicklung muss dezentrale Fundamente haben, sie muss die Menschen, ihre Städte und Dörfer, ihre sozialen Gemeinschaften kooperativ als Mitwirkende und als Akteure mit Selbstbestimmung und Selbstverantwortung anerkennen.

5. Wir wollen die Energiewende weg von fossiler und Atomenergie hin zu 100% erneuerbaren Energien, hin zu hoher Effizienz und Genügsamkeit, hin zu dezentralen, demokratischen Energiestrukturen, zu mehr Energieautonomie und zu nachhaltiger Energie für alle.

6. Wir wollen, dass Risiko- und Herrschaftstechnologien wie Atomwaffen, Atomenergienutzung und Agrogentechnik geächtet werden.

7. Landwirtschaft und Gartenbau müssen vorrangig und in globaler Verantwortung der Ernährung dienen, dies nachhaltig und ökologisch mit konzernunabhängiger Saatguttradition.

8. Die Wirtschaft muss ihre Gemeinwohlorientierung dadurch erweisen, dass sie naturverträglich wird und sich in den Dienst aller Menschen und ihrer dem Frieden dienenden Kooperation stellt.

Freiburg i.Br., 13.2.2012
pdf-Link siehe unten

Begründung:

Die Beweggründe für diese Petition sind im Vorspann obiger Erklärung aufgeführt.

Die obige Freiburger Erklärung (Petition) wurde erstellt anlässlich des kommenden „UN-Erdgipfels“ UN-Weltkonferenz über nachhaltige Entwicklung 2012 (UNCSD, Rio+20) und der großen öffentlichen Gemeinschaftsveranstaltung „Wem gehört die Welt? Finanz- und Ökokrisen: Wir sind die Lösung!“mit der Trägerin des Alternativen Nobelpreises Dr. Vandana SHIVA am13.2.2012 in Freiburg i.Br.

und

erstunterzeichnet von folgenden Organisationen:
Attac Freiburg, BUND Landesverband Baden-Württemberg e.V., BUND RV Südlicher Oberrhein e.V., ECOtrinova e.V., Eine Welt Forum Freiburg e.V., Freiburger Kantstiftung, FreiTaler Verein für nachhaltiges Wirtschaften e.V., Greenpeace Freiburg, Initiativgruppe Gemeinwohl-Ökonomie Freiburg, Innovation Academy e.V., IPPNW-Regionalgruppe Freiburg, Projekt Lebensdorf, Slow Food Freiburg, Transition Town Freiburg.

Die Freiburger Erklärung ist offen für WEITERE UNTERZEICHNUNG durch Einzelpersonen und nichtkommerzielle Organisationen der Bürgerschaft. Sie ist mit Stand 1.6.2012 vor der Veröffentlichung bei Openpetition bereits von rund 500 Einzelpersonen handschriftlich unterzeichnet.

HINWEISE:
Die Freiburger Erklärung samt Leer-Liste ist unabhängig von Openpetition u.a. auch bei einigen der erstunterzeichneten Organisationen im Internet verfügbar, insbesondere bei www.ecotrinova.de auf der Startseite bzw. bei
www.ecotrinova.de/downloads/2012/120213%20FreiburgerErklärungRio+20Endfass20_02_12.pdf

Die Freiburger Erklärung ist nicht identisch mit der einen Monat späteren kurzen englischsprachigen Erklärung “The Declaration on Rio+20 - Freiburg Call for Action” von 63 Umweltpreisträgern aus 37 Staaten vom 10. März 2012 (unsere obige deutschsprachige „Freiburger Erklärung…“ lag den Erstellern der „The Declaration…“ als Anregung vor):
www.european-environment-foundation.eu/text/85/en/the-declaration-.html

HINTERGRUND:
de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_der_Vereinten_Nationen_über_nachhaltige_Entwicklung

Danke für Ihre Unterstützung.

Dr. Georg Löser (Vorsitzender von ECOtrinova e.V.,
gemeinnütziger Verein für Umwelt- und Verbraucherschutz
und Völkerverständigung mit Sitz in Freiburg i.Br.)
und die weiteren erstunterzeichneten Organisationen

79194 Gundelfingen im Breisgau bzw. Freiburg i.Br. bzw. Stuttgart

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Gundelfingen, 04.06.2012 (aktiv bis 17.06.2012)


Neuigkeiten

Bis 17.6.2012 23:50 Uhr haben unterzeichnet: *13 Erstunterzeichner-Vereine und Organisationen mit über 80.000 Mitgliedern und Fördermitgliedern sowie mit zahlreichen Vereinen als Mitglieder: BUND Landesverband Baden-Württemberg e.V., BUND RV Südlicher ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die aufgeführten Punkte sollten im Interesse aller Menschen umgesetzt werden.Ich hoffe dass es eines Tages gelingt.Denn wir müssen schnellstens Umdenken,Denkzettel und Quittungen haben wir schon genug erhalten in Form von Klimakatastrophen,Hungersnöten,Krieg,Armut,Lebensmittelskandale...

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

 100-ee.de  

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