Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues plant ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet von ca. 75 ha auf dem Gebiet der Gemeinde Maring-Noviand. Die Interessengemeinschaft “Pro Weinjuwel Maring-Noviand“ ist ein Zusammenschluss von Bürgern und Unternehmen aus der Verbandsgemeinde Bernkastel. Wir setzen uns für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes auf dem Brauneberg ein und sprechen uns gegen das geplante interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet in Maring-Noviand (zwischen der Weinlage Brauneberger Juffer und dem Ort Maring-Noviand) aus. Zu viele Argumente sprechen in dem Fall „Landschaftsschutzgebiet Mosel“ gegen die neue Ausweisung eines für den Ort riesigen Gewerbe- und/oder Industriegebietes. Zu zahlreich sind die Konflikte zu Landschaft, Natur, Wohnqualität, Fremdenverkehr und Weinbau. Wir fordern eine ehrliche, ökologische und objektive Auseinandersetzung bezüglich Landschaftsschutzgebiet und Region der Umlaufberge bei Maring-Noviand.

proweinjuwel.com

Reason

Ein derartiges Gewerbe-/Industriegebiet ist prinzipiell in einer dörflichen Gegend und erst recht in einem so repräsentativen Tourismusgebiet wie das der Moseltäler deplaziert.

Die Größe übersteigt die Wohnflächengröße des Ortsteils. Das ist unausgewogen und steht in keinem Verhältnis. Mit der Realisierung eines solchen Projektes sind für den kleinen Ort Probleme aller Art vorprogrammiert.

Die Gemeine Maring-Noviand erhält nur einen Bruchteil (voraussichtl. ~ 10%) der Gewerbeeinnahmen, trägt aber zu 100 % die Nachteile!

Die Verbandsgemeinde Bernkastel hat unbestritten ihre Stärken in Natur, Wein und Tourismus – und das auf internationalem Niveau. Es sind Alleinstellungsmerkmale, die sich nicht mit Industriestandorten kombinieren lassen.

Wie ist eigentlich die Haltung der Planer, dass immer mehr und mehr Grünflächen versiegelt werden? Jeder weiß, dass es ein Ende haben muss! Aber: wann wird damit angefangen? Besonders im Landschaftsschutzgebiet einen so großen Einschnitt in die Grünfläche vorzunehmen finden wir zumindest überdenkenswert.

Wir haben das Gefühl, die Initiative „interkommunales Industriegebiet“ kommt nur von ganz wenigen Kommunalpolitikern und fundiert nur aufgrund einer Standortverlegung eines einzigen mittelständigen Betriebes um wenige Kilometer. Eine Grundlage in überregionalen Verwaltungen sehen wir keine. Vielleicht gibt es ja doch keinen konkreten Bedarf oder für viele ist die Moselregion als Industriestandort tabu

Ähnlich den Nebelfeldern, die im Herbst gut sichtbar sind, werden sich auch die Emissionen im Tal halten. Wer klärt den Einfluß auf Wein/Weinberge in Honigberg, Juffer und Sonnenuhr? Keiner kann und will hier Verantwortung übernehmen.

Ein grundlegendes Dilemma ergibt sich ja schon kausal während der Lektüre der Internetpräsentation von Maring-Noviand: „Leben in einer lebendigen Gemeinde – Maring-Noviand ist eine 1600 Einwohner zählende Gemeinde im Herzen der Moselregion in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, geprägt von der Schönheit seiner Landschaft, dem Weinbau und allen Vorzügen ländlicher Lebensqualität. (…) viel unberührte Natur und Zeugnisse und Denkmäler vergangener Zeiten. Die herrliche Landschaft aus Flusslauf, Wiesen, Wälder und Weinbergen lädt Sie zum Genießen, Bestaunen, Wandern, Radfahren und Reiten, zum Begegnen und Verweilen ein.“ (Quelle: www.maring-noviand.de)

Machen wir uns doch nichts vor: Ein Gewerbe-/Industriegebiet in diesem Ausmaß wird das ganze Tal dominieren – nicht nur sichtbar, sondern auch mit Verkehr, Emissionen, Gestank, Lärm (Tag und Nacht) und Schadstoffen. Da helfen auch keine noch so schönen Formulierungen à la „Energiegewinnungsgebiet“, „Vorzeigeprojekt“ und Einklang mit „Natur und Umwelt“, die der Gemeinderat evtl. im Bebauungsplan festschreiben möchte. Wir meinen: DAS will doch jede Gemeinde mit Ambitionen auf Gewerbestandorte. Mag sein, dass für die Verbandsgemeinde die Lage auf dem Brauneberg als Standort ‚übrig‘ bleibt und als Nr. 1 gilt. Über die Kommunalgrenzen hinweg haben wir jedoch keinen Standortvorteil. Ganz im Gegenteil, hier sind wir eher zweite Wahl und deswegen werden sich auch nicht unbedingt „erstklassige“ Industriefirmen ansiedeln. Es wird zu Preiskämpfen kommen, das Buhlen um Firmen. Ich habe große Bedenken, dass wir gerade zu späterem Zeitpunkt hier Zugeständnisse machen müssen – dann, wenn es zu spät ist.

Wir fragen uns auch ernsthaft, wie sich die Mosel in Zukunft nach außen darstellen möchte: Alle sprechen von Kulturlandschaft, einzigartige Region mit hohem Erholungswert. Alle sind doch richtig stolz auf unsere Landschaft. Es gibt Dachmarkenbetriebe, Weinkulturbotschafter und selbst eine Aufnahme in das UNESCO Welterbeverzeichnis wird gerne in den Mund genommen. Versiegelung, Energieparks, gigantische Autobahnschneisen und große Industrieanlagen sprechen gegen solche Sonntagsreden. Man kann nicht beides und alles haben! Wir müssen wirklich langsam Anfangen unsere Landschaft zu schützen.

proweinjuwel.com

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News

  • Hallo zusammen,

    habe leider erst jetzt die Option "eMail an alle" gesehen. Deshalb ist unsere Einladung sehr kurzfristig - aber dennoch:

    Heute Abend findet in der Schulturnhalle eine Infoveranstaltung über das geplante Gewerbegebiet statt. Veranstalter sind wir, die Interessengemeinschaft "ProWeinjuwel".
    Es soll auch eine Plattform sein mit Pro und Contra in die Diskussion zu kommen. Als Moderator konnten wir Thomas Vatheuer gewinnen

    Termin: 12.4.2019
    Uhrzeit: 19 Uhr
    Veranstaltungsort: Schulturnhalle Maring-Noviand, Am Serginer Platz 3

    Viele Grüße von hier

    Markus Fries
    www.proweinjuwel.com

pro

Die Petition richtet sich an alle Bürger, Gäste, Touristen und Freunde der Mosel. Schön, dass die Petition auch überregional zählt. Allein 2017 waren in Maring-Noviand über 7000 Übernachtungsgäste registriert.

contra

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 3 days ago

    Ich bin gegen weiteren Landschaftsverbrauch! Gewerbegebiete gibt es schon genug!

  • 8 days ago

    5 G ist hochgradig gesundheitsgefährdend.

  • Tanja Schumm Obertrubach

    on 29 Jun 2019

    Weil ich den Bürgen zustimmen muss und das Industriegebiet im Nachbarort ist von der Grösse schon nicht zu verachten. Als Vermerk als Aussenstehender find ich sind da etwas viel Autohäuser an einem Ort. Industrie und Wirtschaft sollte sich schon sinngemäss übers ganze Land verteilen, das zudem nicht viel Fahrten vom weiteren Umland an einem Ort muss Arbeitnehmerangebot und Nachfrage vorhanden ist in der näheren Region, um Co2 Einzusparen und sinnlose Rohstoffverschwendung zudem zu verhindern . Ausserdem sollte doch der Flächenfrass im Land ausgebremst werden und generell ökologischer vorgegangen werden. Hab das Gefühl da ist noch sehr viel Luft nach oben um das in Zukunft anders umzusetzen. Es sollte eher in die Höhe gebaut werden und das schon auch irgendwie an an Orten an den es sich gut einfügt ins Landschaftsbild und der regionalen Wirtschaftslage. Dazu sollten allumfassende innovative und umweltverträgliche Umstrukturierungsmassnahmen der Industrie und Wirtschaft erfolgen und definitv ein Schwerpunmkt darauf gelegt werden das die fehlenden und notwendigen Wirtschaftszweige vorgezogen werden als Wirtschaftsbetriebe die es schon x fach gibt. Es muss eine umweltverträgliche und umweltschonende, nachhaltige Wirtschaft im Land aufgebaut werden die zudem auch wenig Platz auf unserer wertvollen Naturfläche verbraucht. Die 3 Autohäuser hätte man schon auch stappeln können ;) Das ist kein gutes Konzept das bisher im Land umgesetzt wurde. Strengt euch an, den das hat keine Zukunft so weiter zu machen. Ausserdem braucht ein Grossteil vom Land viel mehr Naturflächen die nicht durch die extreme Landwirtschaft und die Industrie verseucht wird und seit der Flurbereinigung fehlen oft naturlich bewachsene Begrenzungsbänder zur nächsten Landwirtschaftsfläche, auch im Moselraum. Dachbegrünungen und grüne Architektur an den Bauten wäre auch nicht ganz verkehrt zu dem schwinden Flächen um somit der natur immerhin auf diese Weise etwas Lebensraum zurückzugeben(aber das alleine ist natürlich auch keine Freibrief). Der mensch könnte einiges ganz anderes machen. Ihr solltet euch alle hinsetzen und weiter nachdenken wie die Welt wirklich in Zukunft aussehen soll und worauf alles zu achten ist und nicht nur an das schnelle Geld und einen verhängnissvollen Wirtschaftswachstumsgedanken nachzuhängen und trotzudem allerhand aus Asien und den armen Ländern importieren. Ich finde ehrlich nachdem ich mir die Welt nun einige Jahrzente angesehen habe das hier einiges falsch läuft.

  • Bianka Meier Leichlingen

    on 29 Jun 2019

    Kein Mensch darf dafür bestraft werden wenn er Menschen vor dem ertrinken rettet. In was für einer Welt leben wir ????

  • on 29 Jun 2019

    Weil die Natur so wichtig ist und erhalten bleiben muss.

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