• Von: Britta Greschke mehr
  • An: Mitglieder der Stadtverordnetenversamlung
  • Region: Fürstenwalde/Spree mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 604 Unterstützer
    369 in Fürstenwalde/Spree
    Sammlung abgeschlossen

Für den Erhalt des Platzes Ecke J.-Marchlewski-Straße / Martin-Luther-Straße in Fürstenwalde

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GEGEN das geplante Vorhaben, diesen Platz zur Bebauung freizugeben und damit einen seit Jahren bestehenden, sozialen Treffpunkt zu vernichten.

Wir fordern, dass ein langjährig von der Bevölkerung genutzter und beliebter Platz nicht Bebauungsplänen zum Opfer fällt, die weit entfernt von einer nachhaltigen Entwicklung unserer Stadt sind!

Wir fordern, dass die rd. 3.000 qm große, parkähnliche Grünfläche, die sowohl heute als auch zukünftig eine wichtige klimatische Ausgleichszone darstellt, nicht einfach zerstört wird!

Wir fordern, dass städtebauliche Entscheidungen in dieser Stadt nicht ohne Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner gefällt werden!

Begründung:

Die Anwohner der Martin-Luther-Straße, Julian-Marchlewski-Straße, Mozartstraße und Beethovenstraße und des gesamten Umfeldes haben erstaunt und mit großem Unverständnis die Information aus der Tageszeitung (MOZ-Artikel vom 22.10.2014 „Stadt will Nordpark erweitern“) zur Kenntnis genommen, dass der gepflegte und bisher als soziale Treffpunkt genutzte Platz zur Bebauung freigegeben werden soll.

Mit Erstaunen mussten wir lesen, dass dieser Platz als Brachfläche dargestellt wurde, was in keiner Weise der Realität entspricht. Bereits seit 1912 ist dieser Bereich als Freifläche zur Auflockerung des Wohngebietes vorgesehen und erst vor wenigen Jahren wurde er mit sicher nicht wenigen finanziellen Mitteln verschönert. Er wird von vielen Bürgern als Ruhe- und Kommunikationspunkt genutzt. Ob junge Mütter, Kinder oder ältere Bürger – man trifft alle Bevölkerungsgruppen zu den unterschiedlichsten Tageszeiten dort an. Er bildet städtebaulich auch die Hauptlaufachse vom Bahnhof zum Neubaugebiet Nord und dem Schwimmbad Schwapp. Für Familien, die Veranstaltungen in Stadtmitte ( Weihnachtsmarkt, Stadtfeste u.a.) besuchen wollen, was sicher auch im Interesse der Stadt sein dürfte, stellt dieser Platz eine Zwischenstation zum Ausruhen dar und macht den Weg erheblich angenehmer. Im Rahmen der Vorbereitungen des 500. Gedenkjahres der Reformation 2017 war/ist auch beabsichtigt den Vorschlag einzubringen, diesen Platz in Martin-Luther-Platz zu benennen und damit seine Bedeutung für die Anwohner zu unterstreichen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich nun ernsthaft die Frage, wie sinnvoll eine Maßnahme erscheint, die auf der einen Seite die Vernichtung einer bereits seit vielen Jahren als sozialen Treffpunkt genutzten, parkähnlichen Freifläche von rd. 3.000 qm beinhaltet, um auf der anderen Seite eine ähnliche Fläche (angabegemäss rd. 4.000 qm) als Parkfläche auszubauen. Darüber hinaus erscheint es fraglich, ob eine Fläche von ca. 3.000 qm, die also maximal 5-6 Grundstücke zur Bebauung bieten würde, wirklich den beschriebenen, regelmäßigen Anfragen von Grundstücksinteressenten gerecht wird und nicht vielmehr andere Möglichkeiten einer Bebauung geprüft werden sollten (u.a. auch das nicht mehr genutzte Betriebsgelände Küstriner Straße - Ecke - Strausberger Straße, ehemaliges Firmengelände der Fortschritt Bau GmbH).

Des Weiteren muss man sich fragen, inwieweit das Prinzip der Nachhaltigkeit in der städtebaulichen Entwicklung im Rahmen dieses Vorhabens gewahrt bleibt bzw. überhaupt Berücksichtigung bei den diesbezüglichen Überlegungen fand. Es bedeutet nämlich, sich so zu verhalten, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern eine Welt hinterlassen, in der sie gerne leben. Ziel dabei ist es, einen Dreiklang aus wirtschaftlicher Entwicklung, sozialem Ausgleich und einer gesunden Umwelt zu schaffen. Und es sind gerade diese Aspekte, die für die meisten Menschen bei der Wahl ihres Wohnorts eine übergeordnete Rolle spielen. Stadtgrün ist nämlich nicht nur schön anzusehen, sondern bietet einen ökologischen, sozialen und auch ökonomischen Mehrwert. Parkanlagen und Grünflächen der Stadt gewinnen immer mehr an Bedeutung und haben eine wichtige bioklimatische Ausgleichsfunktion. Grünanlagen wie der Park in der Martin-Luther-Str. dienen der Erho­lung, genießen bei der Bevölkerung einen hohen Freizeitwert und tragen zur Lebensqualität in der eigenen Stadt bei. Es sind Orte, wo man sich begegnen und gemeinsam Zeit verbringen kann, auch ohne viel Geld. Insbesondere Kinder und alte Menschen brauchen das Grün in ihrer unmittelbaren Umgebung, sie sind oft immobil und dies ist ihre einzige Möglichkeit auf ein wenig „Natur“.


Wir denken, das sind mehr als genug Gründe für den Erhalt dieses Platzes !


Wir erheben daher Protest gegen das Vorhaben, den Platz zur Bebauung freizugeben und bitten die Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung dringend, diese Pläne zu stoppen und keine Entscheidung zu treffen, die nicht mehr revidiert werden kann und die Lebensqualität vieler Bürger und kommender Generationen nachhaltig negativ beeinflusst.


Im Namen aller Unterzeichner/innen

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Fürstenwalde, 13.11.2014 (aktiv bis 12.01.2015)


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