GEGEN das geplante Vorhaben, diesen Platz zur Bebauung freizugeben und damit einen seit Jahren bestehenden, sozialen Treffpunkt zu vernichten.

Wir fordern, dass ein langjährig von der Bevölkerung genutzter und beliebter Platz nicht Bebauungsplänen zum Opfer fällt, die weit entfernt von einer nachhaltigen Entwicklung unserer Stadt sind!

Wir fordern, dass die rd. 3.000 qm große, parkähnliche Grünfläche, die sowohl heute als auch zukünftig eine wichtige klimatische Ausgleichszone darstellt, nicht einfach zerstört wird!

Wir fordern, dass städtebauliche Entscheidungen in dieser Stadt nicht ohne Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner gefällt werden!

Begründung

Die Anwohner der Martin-Luther-Straße, Julian-Marchlewski-Straße, Mozartstraße und Beethovenstraße und des gesamten Umfeldes haben erstaunt und mit großem Unverständnis die Information aus der Tageszeitung (MOZ-Artikel vom 22.10.2014 „Stadt will Nordpark erweitern“) zur Kenntnis genommen, dass der gepflegte und bisher als soziale Treffpunkt genutzte Platz zur Bebauung freigegeben werden soll.

Mit Erstaunen mussten wir lesen, dass dieser Platz als Brachfläche dargestellt wurde, was in keiner Weise der Realität entspricht. Bereits seit 1912 ist dieser Bereich als Freifläche zur Auflockerung des Wohngebietes vorgesehen und erst vor wenigen Jahren wurde er mit sicher nicht wenigen finanziellen Mitteln verschönert. Er wird von vielen Bürgern als Ruhe- und Kommunikationspunkt genutzt. Ob junge Mütter, Kinder oder ältere Bürger – man trifft alle Bevölkerungsgruppen zu den unterschiedlichsten Tageszeiten dort an. Er bildet städtebaulich auch die Hauptlaufachse vom Bahnhof zum Neubaugebiet Nord und dem Schwimmbad Schwapp. Für Familien, die Veranstaltungen in Stadtmitte ( Weihnachtsmarkt, Stadtfeste u.a.) besuchen wollen, was sicher auch im Interesse der Stadt sein dürfte, stellt dieser Platz eine Zwischenstation zum Ausruhen dar und macht den Weg erheblich angenehmer. Im Rahmen der Vorbereitungen des 500. Gedenkjahres der Reformation 2017 war/ist auch beabsichtigt den Vorschlag einzubringen, diesen Platz in Martin-Luther-Platz zu benennen und damit seine Bedeutung für die Anwohner zu unterstreichen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich nun ernsthaft die Frage, wie sinnvoll eine Maßnahme erscheint, die auf der einen Seite die Vernichtung einer bereits seit vielen Jahren als sozialen Treffpunkt genutzten, parkähnlichen Freifläche von rd. 3.000 qm beinhaltet, um auf der anderen Seite eine ähnliche Fläche (angabegemäss rd. 4.000 qm) als Parkfläche auszubauen. Darüber hinaus erscheint es fraglich, ob eine Fläche von ca. 3.000 qm, die also maximal 5-6 Grundstücke zur Bebauung bieten würde, wirklich den beschriebenen, regelmäßigen Anfragen von Grundstücksinteressenten gerecht wird und nicht vielmehr andere Möglichkeiten einer Bebauung geprüft werden sollten (u.a. auch das nicht mehr genutzte Betriebsgelände Küstriner Straße - Ecke - Strausberger Straße, ehemaliges Firmengelände der Fortschritt Bau GmbH).

Des Weiteren muss man sich fragen, inwieweit das Prinzip der Nachhaltigkeit in der städtebaulichen Entwicklung im Rahmen dieses Vorhabens gewahrt bleibt bzw. überhaupt Berücksichtigung bei den diesbezüglichen Überlegungen fand. Es bedeutet nämlich, sich so zu verhalten, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern eine Welt hinterlassen, in der sie gerne leben. Ziel dabei ist es, einen Dreiklang aus wirtschaftlicher Entwicklung, sozialem Ausgleich und einer gesunden Umwelt zu schaffen. Und es sind gerade diese Aspekte, die für die meisten Menschen bei der Wahl ihres Wohnorts eine übergeordnete Rolle spielen. Stadtgrün ist nämlich nicht nur schön anzusehen, sondern bietet einen ökologischen, sozialen und auch ökonomischen Mehrwert. Parkanlagen und Grünflächen der Stadt gewinnen immer mehr an Bedeutung und haben eine wichtige bioklimatische Ausgleichsfunktion. Grünanlagen wie der Park in der Martin-Luther-Str. dienen der Erho­lung, genießen bei der Bevölkerung einen hohen Freizeitwert und tragen zur Lebensqualität in der eigenen Stadt bei. Es sind Orte, wo man sich begegnen und gemeinsam Zeit verbringen kann, auch ohne viel Geld. Insbesondere Kinder und alte Menschen brauchen das Grün in ihrer unmittelbaren Umgebung, sie sind oft immobil und dies ist ihre einzige Möglichkeit auf ein wenig „Natur“.

Wir denken, das sind mehr als genug Gründe für den Erhalt dieses Platzes !

Wir erheben daher Protest gegen das Vorhaben, den Platz zur Bebauung freizugeben und bitten die Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung dringend, diese Pläne zu stoppen und keine Entscheidung zu treffen, die nicht mehr revidiert werden kann und die Lebensqualität vieler Bürger und kommender Generationen nachhaltig negativ beeinflusst.

Im Namen aller Unterzeichner/innen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Britta Greschke aus Fürstenwalde
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  • Fürstenwalde (us)
    Die Anwohner von Martin-Luther- und Mozartstraße werden auch künftig freie Sicht haben. Die Abgeordneten im Stadtentwicklungsausschuss beauftragten am Dienstagabend die Verwaltung, alle weiteren Planungen zum Areal zwischen beiden Straßen einzustellen. Die entscheidende Begründung: Der Platz war schon auf Plänen von 1912 als Freifläche eingezeichnet - und das soll sie deshalb auch bleiben.
    Als die Fachgruppe Stadtplanung vor etlichen Wochen die Idee äußerte, aus der Fläche, die der Stadt gehört, Baufelder für Einfamilienhäuser zu entwickeln, weckte das umgehend den Protest der Anwohner. Etwa zehn Ein- und Mehrfamilienhäuser sind rund um den Platz gruppiert, zu einer Informationsveranstaltung am 20.November kamen rund 80 Leute. Die meisten forderten, den Platz so zu erhalten; das habe eine Umfrage ergeben, berichtete Christfried Tschepe.
    Der Stadtplaner im Rathaus nahm im Ausschuss die Gelegenheit war, nochmals ausführlich darzustellen, weshalb man auf die Idee mit der Bebauung gekommen sei. Zum einen gebe es die Nachfrage nach Bauflächen in Nord und insbesondere nach solchen mitten in einem funktionierendem Wohngebiet. Zum anderen liegen hier alle Medien an, wäre also kaum Erschließungsarbeit notwendig. Und schließlich sei da noch das Geld, das durch den Verkauf der vier bis fünf Bauflächen das Stadtsäckel füllen würde - bis zu 133 000 Euro. Darauf wollen die Stadtverordneten lieber verzichten: Sie sehen nicht den großen Nutzen, um gegen die Bürger zu handeln, sagte Käte Random (Linke). Andere äußerten sich ähnlich.

    MOZ vom 11.12.2014

  • Freifläche bleibt frei
    Fürstenwalder Stadtentwicklungsausschuss gegen Bebauung von Grünfläche
    Planungen gestoppt. Hier soll vorerst nicht gebaut werden. Der Stadtentwicklungsausschuss in Fürstenwalde entschied mehrheitlich, dass die Stadtverwaltung die Planungen zur Bebauung der Grünfläche zwischen Luther- und Mozartstraße nicht weiter vorantreibt. Die Stadt wollte hier ursprünglich Platz für Einfamilienhäuser schaffen. Die Anwohner der Grünfläche haben sich in einem Bürgervotum entschieden gegen eine Bebauung ausgesprochen. Sie wollen den kleinen Platz als Grüne Oase und Treffpunkt erhalten. Dem folgte der Stadtentwicklungsausschuss, der die Stadt beauftragte keine weiteren Planungen an dieser Stelle zu verfolgen.
    Quelle: ODF TV

    www.odftv.de/news_oder_spree/Freiflaeche_bleibt_frei-22123.html

  • Fürstenwalde (MOZ)

    Knapp 80 Menschen sind am Donnerstagabend zu einer Anwohnerversammlung in Fürstenwalde-Nord gekommen. In der Gaststätte Sportlerheim wurde diskutiert über die Idee der Verwaltung, die Grünfläche zwischen der Martin-Luther-Straße und der Mozartstraße für den Bau von Eigenheimen zu vermarkten.

    Die Äußerungen der Gäste gingen dabei von Anfang an nur in eine Richtung: Das Grün soll erhalten bleiben. "Wir haben hier Bäume und Bänke, die eine Erholungsbedeutung für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen haben", sagte Anwohnerin Renate Zühlke. Die Fläche sei ein sozialer Treffpunkt, wurde es außerdem genannt. "Und sie war im Winter vor einigen Jahren ein schöner Platz für die Stadt, um Schnee abzuladen", hieß es unter Gelächter. Interessierte Bauwillige, die dort gerne ein Haus errichten würden - sie waren von der Stadtverwaltung ausdrücklich auch eingeladen - gaben sich hingegen nicht zu erkennen.

    Formal beschäftigt sich der Stadtentwicklungsausschuss am 9. Dezember wieder mit dem Thema. Dann geht es um eine Entscheidung, ob die Verwaltung ihre Bebauungs-Idee weiter vorantreiben und mit der konkreten Planung beginnen soll. Der Ausschussvorsitzende Stephan Wende legte sich angesichts des Diskussionsverlaufs bereits fest. "Ich bin sicher, dass es keine Mehrheit für eine Bebauung geben wird", sagte er. Entgegen der Praxis bei zurückliegenden Veranstaltungen wurde die Einwohnerversammlung von ihm geleitet und moderiert, nicht von einem Vertreter der Verwaltung.

    Stadtplanungs-Chef Christfried Tschepe erläuterte, wie es zu der Idee gekommen war. "Es gibt Bedarf an Flächen zur Bebauung, daher haben wir uns Gedanken gemacht, wo dies geschehen könnte", sagte er. Dass ein freier Blick verschwindet, wie von Anwohnern kritisiert, sei der Preis jeglicher Bebauung. Auf Nachfrage aus dem Publikum bestätigte Tschepe, dass der Pflegevertrag für die Grünfläche zum Jahresende ausläuft und bislang von der Stadt nicht verlängert wurde. "Das ist aber keine Vorentscheidung und kann jederzeit nachgeholt werden", sagte er.

    Gegen die Bebauungsidee wurden mittlerweile auch etwa 400 Unterschriften gesammelt. Das teilte Initiator Jens Schaarschmidt nach der Versammlung mit.

    Quelle: www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1348350

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