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Bild zur Petition mit dem Thema: Für den Erhalt des privaten Sammelns // For preserving the right to privately collect Für den Erhalt des privaten Sammelns // For preserving the right to privately collect
  • No: Ursula Kampmann vairāk
  • Adresāts: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
  • Reģions: Deutschland vairāk
    Kategorija: Kultūra mehr
  • Statuss: Petīcija ir daļēji pieņemta.
    Valoda: vācu
  • Daļēja veiksme
  • 48.038 Unterstützende
    35.162 in Deutschland
    Vākšana pabeigta

Īsā saite

Für den Erhalt des privaten Sammelns // For preserving the right to privately collect

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For an English version of this text see below.

Die Novellierung des Kulturgutschutzrechts bedroht mit ihren Regelungen das Sammeln von jeder Form von Kulturgut. Betroffen sind alle, die sich auf traditionelle Sammelgebiete wie zum Beispiel Bücher, Briefmarken, Möbel, Keramik, Münzen, Oldtimer oder Bilder spezialisiert haben. Ihnen werden im neuen Gesetz rückwirkend Sorgfaltspflichten aufgebürdet, die selbst die gewissenhafteste Sammlerin, der gewissenhafteste Sammler nicht leisten kann. Durch die im Gesetz festgelegte Umkehr der Beweislast muss in Zukunft bei einem Streitfall der Besitzer für ein Kulturgut mit einem Wert von über 2.500 Euro nachweisen können, wo sich ein fragliches Stück die letzten 20 Jahre befunden hat; für „archäologisches“ Kulturgut gilt dies bereits bei einem Wert über 100 Euro. Sammler haben Jahrhunderte lang Kulturgüter durch die Zeit gerettet. Das private Sammeln ergänzt staatliche Bemühungen und garantiert eine Vielfalt der Überlieferung, wie sie von Museen nie geleistet werden könnte. Sammeln ist ein immaterielles Kulturgut, das durch die aktuellen Entwürfe zum neuen Kulturgutschutzrecht bedroht ist.

Diese Forderung ist unrealistisch und verleumdet einen Großteil der Objekte, die heute auf dem in- und ausländischen Kunstmarkt völlig legal gehandelt werden, als illegal, was eine starke Wertminderung betroffener Objekte bedeutet.

Deshalb fordern wir ein Kulturgutschutzrecht, in dem folgende Grundsätze beachtet werden:

• Keine Rückwirkung des Gesetzes • Keine Umkehr der Beweislast • Eine klare Definition des Begriffs „nationales Kulturgut“ und eine Beschränkung staatlicher Ansprüche ausschließlich auf „nationales Kulturgut“ • Den von bürokratischen Hürden ungehinderten Verkehr von Kulturgut, das nicht als nationales Kulturgut definiert ist, innerhalb der EU, gemäß der garantierten Warenverkehrsfreiheit • Eine angemessene Beteiligung der Vertreter von Sammlern und Händlern an dem Gesetzfindungsprozess

Pamatojums:

The stipulations of the amendment of the law on the Protection of Cultural Heritage threaten the collecting of cultural objects by private individuals. This law will effect everybody specialized in traditional collecting fields, such as books, stamps, furniture, ceramics, coins, classic cars and paintings. Retroactively, this new law will impose due diligence guidelines that are impossible to follow even for the most meticulous collector. When it comes to a dispute, the law will require, by reversing the burden of proof, the owner of a “cultural good” with a value of at least 2,500 euros to provide proof as to the item’s provenance for the previous 20 years; this affects “archaeological cultural goods” with a value as low as 100 euros.

This is an unrealistic demand which misrepresents most of the objects that are currently traded on the domestic and the international art market in full accordance with the law as being illegal, and will result in a considerable decline in value of the objects in question.

We therefore demand a law on the Protection of Cultural Heritage that observes the following principles:

• No retroactive effect of the law • No reversal of the burden of proof • A clear definition of the term “national cultural heritage” and a limit to claims by the state to “national cultural heritage” only • Free movement, unimpaired by bureaucratic obstacles, of cultural goods which are not classified as “national cultural heritage”, EU-wide, according to the free movement of goods • An appropriate participation by the parties representing collectors and dealers in the law-making process

For centuries collectors have protected cultural heritage. Private collecting adds to national efforts and promotes the tradition’s preservation in all its variety, in a way museums alone could never accomplish. Collecting is an immaterial cultural heritage that is currently threatened by the latest drafts of the new German law on the Protection of Cultural Heritage.

Visu parakstītāju vārdā.

Lörrach, 21.07.2015 (aktiv bis 30.06.2016)


Jaunumi

*english below Liebe Unterzeichner der Petition, wir möchten uns noch einmal herzlich für Ihr Engagement bedanken. Auch wenn das neue Kulturgüterschutzgesetz gekommen ist, ist es doch bei weitem nicht so schlimm geworden, wie der erste Entwurf es hat ...

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