Family

Für eine schnelle Öffnung der Grundschulen in Baden-Württemberg und mehr Selbstverantwortung

Petition is directed to
Kultusministerium Baden-Württemberg
295 Supporters 275 in Baden-Württemberg
Collection finished
  1. Launched 17/04/2020
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Die Krisenmaßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus betreffen uns alle und das Ziel, möglichst viele Leben zu schützen, ist richtig. Allerdings wird nie die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen hinterfragt. Als Mutter zweier Grundschulkinder geht es mir insbesondere um die Schließung der Grundschulen.

Seit mittlerweile 6 Wochen sind die Schulen geschlossen, aber eine Öffnung für die Grundschulen ist auch nach der derzeit geplanten 7-wöchigen Schließung nicht in Sicht, es gibt noch nicht einmal einen klaren Fahrplan für eine Wiedereröffnung.

Unsere Kultusministerin Frau Dr. Eisenmann schrieb in einem Brief an die Baden-Württembergischen Schulleitungen am 20. April 2020 : "An den Grundschulen beginnt der Unterricht zu einem noch festzulegenden, späteren Zeitpunkt mit der Klassenstufe 4. Hier sind dann die Vorbereitung des Übergangs auf die weiterführende Schule sowie der Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht vorrangig. Ergänzende Hinweise folgen rechtzeitig."

Kinder unter 10 Jahren weisen jedoch sehr selten Symptome einer Covid-Erkrankung auf. Es wird jedoch argumentiert, dass die Kinder als Überträger des Virus fungieren könnten und dass in der Grundschule das Abstand halten nicht sichergestellt werden kann.

Mittlerweile ist die Öffnung von Geschäften bis 800 qm ab dem 20.4.2020 beschlossen. Es soll über die Öffnung von Museen nachgedacht werden, es gibt Diskussionen ab wann Tourismus wieder möglich ist, nur die Grundschulen bleiben weiterhin geschlossen? Ich frage mich, wie lange die Grundschulen noch geschlossen bleiben sollen? Bis zum Ende der Pfingstferien, bis zum Ende der Sommerferien oder gleich bis Weihnachten? Wollen wir warten, bis ein Impfstoff verfügbar ist? Laut RKI Chef wird dies nicht vor Frühjahr 2021 sein.

Wie kann es sein, dass die Corona-Krise weiterhin auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird, während die Rolle der Kinder für die Ansteckung nicht abschließend geklärt ist und es unterschiedliche wissenschaftliche Studien hierzu gibt. Die Politik diskutiert über die Machbarkeit der Isolierung von Risikogruppen ( = der eigentlich Gefährdeten), aber über die Isolierung der Kinder wird einfach so verfügt.

Denken Sie bitte auch an die Kinder, die wochenlang keinen Kontakt zu den Schulfreunden hatten (und bis auf weiteres auch nicht haben werden), Eltern, die sich zwischen sogenanntem Homeschooling, Homeoffice und Haushalt aufreiben, soziale Spannungen bei Familien, insbesondere wenn Sie sich den ganzen Tag in einer engen Wohnung ohne Garten aufhalten müssen. Nicht zu vernachlässigen die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen, denn Grundschulkinder können noch nicht alleine zu Hause bleiben. Wo bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Aus meiner Sicht sollte den Eltern mehr Selbstverantwortung zugestanden werden. Wer mit den Großeltern im Haus wohnt oder selbst zur Risikogruppe gehört wird seine Kinder sicherlich nicht zur Grundschule schicken wollen - und sollte dies auch nicht müssen. Aber alle anderen Kinder könnten doch zumindest tageweise wieder in die Schule gehen, denkbar wäre ein Konzentrieren auf die Hauptfächer, ein Aufteilen der Klassen in 2 Gruppen, Präsenzunterricht an der Schule nur an jedem 2. Tag etc.

Nur so ist sichergestellt, dass die schwächeren oder sozial benachteiligten Schüler nicht komplett den Anschluss verlieren und alle Grundschüler wieder einen kleinen Schritt in Richtung Normalität machen. Normalität, die sie dringend brauchen.

Lassen Sie uns dem Vorbild Dänemarks, Schwedens (die Grundschulen waren hier nie flächendeckend geschlossen) oder Islands folgen und schnell die Grundschulen öffnen, da Online Lernen hier nicht möglich ist. Auch in den Niederlanden werden die Grundschulen als erstes geöffnet, da hier das Infektionsrisiko gering ist.

Unsere Kinder werden sowieso für die finanziellen Kosten der Krise aufkommen müssen, warum müssen sie auch alle Nachteile (eingeschränkte Freiheitsrechte, keine Bildung, soziale Entwicklung) tragen? Daher legen Sie einen klaren Fahrplan zur kurzfristigen, zumindest teilweise Wiedereröffnung der Grundschulen und als nächsten Schritt, der Kindergärten vor. Nicht nur die Eltern, auch die Kinder brauchen diese Sicherheit.

Reason

Thank you for your support, Katrin Knagge from Gerlingen
Question to the initiator

News

Einmal pro Woche Aufgaben schicken, abtauchen, auf Signale von oben warten: Bitte, liebe Lehrer, nach fünf Wochen Schulschließungen darf es ein bisschen mehr sein.

No CONTRA argument yet.

More on the topic Family

Help us to strengthen citizen participation. We want your petition to get attention and stay independent.

Donate now