region: Leipzig
Construction

Für einen schönen Leuschner-Platz und gegen hässliche Neubauten in unserer Stadt!

Petition is directed to
Stadtrat Leipzig und Stadtplanungsamt Leipzig, prämierte Architekten zum Neubau des IfL
199 Supporters 160 in Leipzig
5% from 3.300 for quorum
  1. Launched February 2019
  2. Collection yet 3 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. decision
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  • Die Bürger der Stadt Leipzig sollen mitentscheiden: bei Architekturwettbewerben zum Wilhelm-Leuschner-Platz und auch bei anderen identitätsprägenden Bauvorhaben in der Stadt!

  • Die prämierten Architekturbüros des Wettbewerbes zum IfL sollen Ihre Auszeichnungen nicht annehmen und ihre Entwürfe zurückziehen.

Reason

Am Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig soll in den nächsten Jahren eine Reihe von Neubauten entstehen. Für einen dieser Neubauten liegt nun ein Architekturentwurf vor. Es handelt sich um das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL), das seinen ersten Sitz in der heutigen Stadtbibliothek hatte. Die Bausumme für den Neubau beträgt 34,5 Millionen Euro.

In einem Wettbewerb wurden drei Entwürfe mit Preisgeldern von 40.000, 25.000 und 15.000 Euro ausgezeichnet. Der 1. Preis wurde von einer Jury für den Entwurf von Henchion Reuter Architekten, Berlin vergeben.

Kurzlink auf die Website des IfL: t1p.de/p0jn

Mit dieser Petition möchten wir folgende Forderungen zum Ausdruck bringen:

1.) Die Bürger der Stadt Leipzig sollen mitentscheiden: bei Architekturwettbewerben zum Wilhelm-Leuschner-Platz und auch bei anderen identitätsprägenden Bauvorhaben in der Stadt!

Es macht Architektur aus, dass alle Bürger sie täglich ansehen müssen und damit leben müssen. In ein Konzert muss niemand gehen, dem es nicht gefällt. Ein Haus belästigt hingegen unterschiedslos alle Menschen, wenn es hässlich ist. Architektur sollte deshalb nicht nur die Bedürfnisse von Investoren oder „Experten“ befriedigen. Es ist wichtig und demokratisch, unseren Entscheidungsträgern auch die Ansichten von Laien nicht zu ersparen.

Es gibt keinen Grund, bei einem so wichtigen Wettbewerb, mit dem das Gesicht der Stadt für Jahrzehnte geprägt wird und bei dem auch hohe Preisgelder vergeben werden, die Bevölkerung nicht zu berücksichtigen. Wir sind überzeugt, dass es bei großen Teilen der Leipziger einen Konsens gibt: Wir möchten unsere Stadt nicht für solche ideenlosen Nutzbauten hergeben! Menschenfreundliche Architektur bedeutet nicht nur, dass ein Gebäude praktikabel ist, sondern braucht auch eine Vielfalt von Materialien, Farben, Formen, Details und auch dekorativer Elemente.

Wir lieben unsere Altbaubestände und wollen, dass moderne Architektur daneben nicht billig wirkt. Viele Architekten scheinen aber nicht in der Lage, abwechslungsreiche Entwürfe anzubieten und Bauherren geben sich damit zu leicht zufrieden. Daher genügt es nicht, Experten in die Bauplanung einzubinden!

Der Neubau der Universität am Augustusplatz ist ein gutes Beispiel für die positive Wirkung von Bürgerbeteiligung. Erst nachdem der erste Wettbewerb nach Bürgerprotesten eingestampft wurde, entstanden die heutigen Gebäude, die der Geschichte, dem Platz und der Universität würdig sind. Zum Architekten Erick van Egeraat heißt es: „Der Architekt bekennt sich immer wieder dazu, dass seine Bauten gefällig und stylisch sein dürfen, wenn dies den Nutzern gefällt.“ (Linz, Barbara: Glas. Tandem Verlag/ h.f.ullmann, 2009, S. 122)

Das IfL forderte ein Gebäude, das "für öffentliche Veranstaltungen genutzt und einladend gestaltet werden“ soll. Wir Unterzeichner finden es nicht einladend gestaltet!

Auf dem „Wilhelm-Leuschner-Platz/Platz der Friedlichen Revolution“ ist schon einmal ein Wettbewerb am Widerwillen vieler Leipziger gescheitert: der Bau eines „Einheits- und Freiheitsdenkmals“. Bei der Freilegung des Pleißemühlgrabens sowie bei der künftigen Unterbringung des Naturkundemuseums gibt es ebenfalls Unmut über mangelnde Bürgerbeteiligung.

Wir fordern für den Wilhelm-Leuschner-Platz:

  • Einbindung aller Bürger bei der Durchführung von Gestaltungswettbewerben!

  • Bindende Mitbestimmung aller Bürger bei der Auszeichnung oder Nicht-Auszeichnung von Wettbewerbs-Teilnehmern!

2.) Die prämierten Architekturbüros des Wettbewerbes zum IfL sollen Ihre Auszeichnungen nicht annehmen und ihre Entwürfe zurückziehen.

Im Masterplan der Stadt von 2017 heißt es:

„Material und Farbigkeit der Gebäude sollen sich an der Umgebung orientieren und sich bestmöglich in die repräsentative Nachbarschaft von Europahochhaus, Ringbebauung, katholischer Propsteikirche St. Trinitatis und Neuem Rathaus einfügen. Für die Fassaden sollten vorwiegend Naturstein, Werkstein und mineralischer Putz verwendet werden. (...) Das Areal des Wilhelm-Leuschner-Platzes gehört zu den wichtigsten Planungsaufgaben der Stadt und zieht eine hohe Aufmerksamkeit der interessierten Bürgerschaft auf sich.“ Kurzlink auf die Seite der Stadt Leizig: t1p.de/vj7i

Die prämierten Entwürfe orientieren sich in keiner Weise an der Umgebung. Sie würdigen auch die Bedeutung des IfL nicht und lassen dessen künftigen Sitz neben der Stadtbibliothek wie deren Depot wirken. Die Entwürfe sind gestalterisch substanzlos und monoton. Sie lassen keine ästhetische Idee erahnen und sind daher einfach hässlich.

Die Leistung der Architekten ist nicht preiswürdig. Wir fordern die betroffenen Büros daher auf, die Preisgelder nicht anzunehmen und ihre Entwürfe zurückzuziehen.

Kurzlink zu den Entwürfen: t1p.de/q7d8

Wer mag, kann auch auf Facebook mithelfen, das Anliegen bekannt zu machen: t1p.de/sloz

Thank you for your support, Bertrand Zunker from Leipzig
Question to the initiator

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News

pro

Not yet a PRO argument.

contra

Schönheit ist subjektiv. Mir gefällt es richtig gut! Schade das man sich an solchen Oberflächlichkeiten aufhält und somit Stadtentwicklung und somit auch Lebensqualität Steine in den Weg wirft.

Why people sign

  • on 09 Oct 2019

    Ich bin gegen die Verschandelung einer so schönen Stadt wie Leipzig durch profane, moderne Architektur!

  • on 12 Aug 2019

    Die Petition ist wichtig, weil sie eindrucksvoll die demokratischen Bestrebungen der Leipziger Stadtbevölkerung widerspiegelt. Für Repräsentationsbauwerke, auch wenn sie aus privaten Geldern gebaut werden sollen, sollte die Leipziger Bevölkerung bei der Entscheidungsfindung beteiligt werden. Außerdem sind die veröffentlichten Modelle ein Witz und ein Schlag ins Gesicht angesichts der städtebaulichen Entwicklungen und Quantensprünge in Europa, Asien und in den USA der letzten Jahre. Es geht besser. Wenn Leipzig weiter auf verödete Arkadenstraße setzt, laufen die Investoren gleich mit weg. Mit Langeweile und Ödnis lockt man keinen Hund hinter dem Ofen vor, schon gar icht mit Vorgaben, die aus der konservativsten Phase des Städtebaus in Leipzig stammen könnten. Ich, als architekturbegeisterter Historiker@Kunsthistoriker und Leipzig bin dafür, dass der Wettbewerb neu ausgeschrieben werden sollte. Die Preisgelder sollten freiwillig von den "Preisgewinnlern" für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Weiterführend: <a class="theme-link-variant-1" href="https://lindenstadtgeschichten.wordpress.com/2019/05/07/ideenlos-und-langweilig-erste-visualisierungen-des-leuschner-platzes-sehen-nicht-einladend-aus/" rel="nofollow external noopener" target="_blank">lindenstadtgeschichten.wordpress.com/2019/05/07/ideenlos-und-langweilig-erste-visualisierungen-des-leuschner-platzes-sehen-nicht-einladend-aus/</a>

  • on 15 Jul 2019

    Mehr Mitbestimmung für die Bürger wie unsere Stadt gestaltet wird.

  • Mirko Caspary Wuppertal

    on 07 Jul 2019

    ja und das sofort.

  • on 26 Jun 2019

    Bei so zentralen und bedeutenden Bauvorhaben im Herzen der Stadt, sollten die Bürger grundlegend in größerem Maße einbezogen werden, z.B. über eine Abstimmung über eine Auswahl an Entwürfen durch die Jury. Hier sollten dann Optik und Funktionalität zusammen betrachtet und abgewogen werden. Das Ergebnis sowie Kritik sollten dann in die Entscheidung zum finalen Entwurf bzw. zur Überarbeitung einfließen. So könnte der Auswahlprozess transparenter gestaltet werden. Vielleicht fiele es auch mir dann leichter zu verstehen, wie die aktuelle Siegervariante sich durchsetzen konnte und auch noch ausgezeichnet wird! Dass der bunkerförmige Baukörper an der Spitze zum Platz hin mit den an Schießscharten erinnernden Schlitzen von Frau Dubrau noch gelobt wird, ist eine Farce. Was ist daran einladend? Da gab es andere wenngleich auch nicht überzeugende Entwürfe, die zumindest hiermit viel offener umgegangen sind. Das Areal ist das Tor zur Innenstadt! In dem Zusammenhang ist mir nach wie vor auch unklar, wie an diesem ehemals nicht nur prächtig be- sondern auch umbauten Platz ein Kirchenbau mit einer riesigen geschlossenen, fenster- und seelenlosen Fassade quasi sein Hinterteil dorthin richten darf und alle Bezüge verneint als einzubinden. Diese zweifelhaften und kurzsichtigen Entscheidungen bereiten mir große Sorge mit Blick auf die restliche Neubebauung des Leuschnerplatzes und ähnlicher Flächen in der Stadt. Das mögliche Potential zur Gestaltung auch mit modernen Mitteln wird meines Erachtens viel zu selten genutzt, wenn überhaupt erkannt. ...positives Beispiel das Trias-Hochhaus.

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