Region: Nuremberg
Construction

Nein zur Überbauung des Knoblauchslandes!

Petition is directed to
Oberbürgermeister Marcus König und der Stadtrat
5,048 supporters 3,522 in Nuremberg
106% from 3,300 for quorum
5,048 supporters 3,522 in Nuremberg
106% from 3,300 for quorum
  1. Launched 2021
  2. Time remaining > 5 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

I agree that my data will be stored . I decide who can see my support. I can revoke this consent at any time .

 

Die Stadt Nürnberg hat die Entwicklung diverser neuer Bebauungsgebiete beschlossen, u.a. im Knoblauchsland. Mit den Bebauungsplänen 4649 „Wetzendorf neu“ und 4641 „Schnepfenreuth Süd-West“ werden alleine 55 Hektar wertvoller landwirtschaftlichen Boden vernichtet, das entspricht einer Fläche von 77 Fußballfeldern. Die Stadt begründet die Bebauungspläne mit steigenden Einwohnerzahlen und dringend benötigtem Wohnraum.
Folgende Gründen sprechen gegen diese Pläne:
 1. Entwicklung der Einwohnerzahlen in Nürnberg
Die Einwohnerzahlen sind rückläufig. Seit Oktober 2019 sinkt die Zahl um 7.000 Einwohner von 537.086 im Oktober 2019 auf 530.116 im Juni 2021.
Studien des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig und des Ifo-Institutes in München prognostizieren in ihren Gutachten vom Juni 2021 für alle Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohner einen Einwohnerrückgang von rd. 13%. Für Nürnberg bedeutet das rund 60.000 Einwohner weniger in den nächsten 2-5 Jahren. Mobiles Arbeiten wird den Strukturwandel beschleunigen.
 2. Regionale Versorgung und biologische Landwirtschaft
Die Corona-Pandemie hat uns die Verletzlichkeit der globalen Warenströme eindrücklich vor Augen geführt. Industrielle Landwirtschaft und die Abhängigkeit von anderen Ländern bei der Nahrungsmittelversorgung geben mittlerweile nicht nur Fachleuten zu denken. Die steigende Nachfrage nach „Regionalem und Bio“ war aber schon vor der Pandemie deutlich erkennbar.
In regionalen Produkten liegen darüber hinaus auch erhebliche Beschäftigungs- und Wertschöpfungspotenziale. In der Metropolregion Nürnberg wird dies seit über 3 Jahren in dem Forschungsprojekt "ReProLa" (Regionalspezifisches Landmanagement in Stadt-Land-Partnerschaften) untersucht. 
 3. Kulturlandschaft Knoblauchsland
Die geplanten Bebauungsgebiete liegen im südlichen Knoblauchsland, zählen zu einer kulturhistorisch bedeutsamen Landschaft und sind deshalb beim Bundesamtes für Naturschutz gelistet.
 4. Klima
Im Frühjahr 2021 legte das bayerische Umweltministerium die Klima-Prognose für den gesamten Freistaat vor. Im Extrem-Szenario zeigt sich ein Anstieg der Temperatur in Bayern um durchschnittlich 4,8 Grad bis zum Jahr 2100. Die nun nachgelieferten regionalen Auswertungen zeigen, dass es die fränkische Region besonders stark treffen wird.
Mit den jetzigen Bebauungsplanverfahren wird die bisher vorhandene Frischluftschneise mit bis zu 7-stöckigen querstehenden Wohnblocks verschlossen.
 5. Boden
In 0-100 Meter Bodentiefe sind Böden mit Abstand der größte terrestrische Speicher für organisch gebundenen Kohlenstoff. Dabei enthalten Böden in Grundwassernähe deutlich mehr Kohlenstoff. Böden können bis zu viermal so viel Kohlenstoff speichern wie die oberirdische Vegetation.
Im Wetzendorfer Landgraben und im Seegraben haben wir wechselfeuchte Böden mit vorrangiger Arten- und Biotopschutzfunktion. Diese Böden speichern mehr Kohlenstoff.
 Zitat Umweltbundesamt:
„Wir müssen ab sofort unsere vorhandenen landwirtschaftlich nutzbaren Flächen als unverzichtbare Ressource begreifen und diese für uns und unsere Nachkommen bewahren."
 6. Wasser- Grundwasser:
Das Gebiet zeichnet sich durch hohe bis sehr hohe Grundwasserstände aus. Gerade in Trockenzeiten (die in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten sind) sind solche Gebiete extrem wichtig.
 6.1. Wasser - Überschwemmung:
Das Umweltamt hat Folgendes zum Thema Bauen in Überschwemmungsgebieten veröffentlicht:
„Bauen in vorläufig gesicherten und amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist aus Gründen des Hochwasserschutzes gemäß § 78 Abs. 4 und 8 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) grundsätzlich verboten, um die Hochwassersituation durch zusätzliche Bebauung nicht noch weiter zu verschärfen. Neue Baugebiete dürfen von der Gemeinde grundsätzlich gar nicht erst ausgewiesen werden. Für die Errichtung von baulichen Anlagen sind neben den Vorschriften des Baurechts auch spezielle Vorschriften des Wasserrechts zu beachten."
Die genannten Baugebiete sind davon in Teilen betroffen.
 7. Tiere:
Im Gebiet Schnepfenreuth Süd-West lebt die vom Aussterben bedrohte Haubenlerche. Von ihr gibt es deutschlandweit noch 1.700 - 2.700 Brutpaare. Ebenfalls siedeln dort die gefährdete Feldlerche und der stark gefährdete Kiebitz.
Im Wetzendorfer Landgraben leben einige geschützte Fledermausarten, zahlreiche hecken-, höhlen und bodenbrütende Vögel (das stark gefährdete Rebhuhn und die gefährdete Feldlerche) sowie der auf der roten Liste stehende Feldhase. Für Bodenbrüter ist dieses Gebiet künftig nicht mehr nutzbar.

Reason

Wer sind wir?
Die Initiative Knoblauchsland ist eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des wertvollen Bodens im Knoblauchsland als Gemüseanbauland einsetzt und den Stopp der Bebauungspläne 4641 „Wetzendorf-Neu“ und 4649 „Schnepfenreuth Süd-West“ fordert.
Bezahlbarer Wohnraum ist wichtig! Doch das muss clever gelöst werden und im Einklang mit Klima- und Umweltschutz stehen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.initiative-knoblauchsland.de
Bitte unterstützen Sie unser Anliegen mit Ihrer Unterschrift. Vielen Dank!
Hier noch Quellen und einige interessante Links:
https://www.statistik.bayern.de/mam/presse/2021/rbz5_780px.png
https://www.ifo.de/publikationen/2021/aufsatz-zeitschrift/wie-beeinflusst-die-corona-pandemie-die-wohnortpraeferenzen 
https://www.ufz.de/export/data/global/254276_DP_2021_3_Rink_etal.pdf
https://www.bfn.de/bedeutsame-landschaft/knoblauchsland
https://www.br.de/nachrichten/bayern/klima-report-4-8-grad-mehr-in-bayern-bis-2100,SPxQMZ6
https://www.stmb.bayern.de/assets/stmi/buw/baurechtundtechnik/iib4_hinweise_fuer_die_errichtung_und_erweiterung_von__gebaeuden_in_ueberschwemmungsgebieten_2013.pdf
https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/publikationen/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2021/11/2021-stellungnahme-wetzendorfer-landgraben
https://www.stmuv.bayern.de/themen/klimaschutz/klimareport/?include_matomo=true
https://www.nuernberg.de/imperia/md/umweltamt/dokumente/service/gesamtbericht_bodenbrueter.pdf
https://www.nuernberg.de/imperia/md/stadtplanung/bet_foeb/2018/4641_wetzendorf_foeb_ub_20180206.pdf
https://reprola.de/das-projekt-reprola/die-grundidee/

Thank you for your support, Stefan Lueghausen from Nürnberg
Question to the initiator

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News

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Unterstützer,

    bereits Ende Juni hat sich der Bürgerverein Thon-Wetzendorf-Schnepfenreuth e. V. im Rahmen einer Bürgerversammlung mit den Folgen der starken Regenfällen am 16. Mai 2024 befasst, der zu Überschwemmungen von Tiefgaragen, Kellern und Wohnungen in Wetzendorf und Thon geführt hat.

    Leider konnten bei diesem Termin keine Vertreter der Stadt Nürnberg und des Staatlichen Wasserwirtschaftsamtes teilnehmen. Jetzt ist es gelungen, vier Vertreter der zuständigen Behörden für eine Informationsveranstaltung zu gewinnen.

    Wir laden Sie herzlich zu folgender Veranstaltung ein:
    Starkregen in Thon/Wetzendorf – wie geht´s weiter?
    Montag, 22. Juli 2024, um 19.30 h
    im Gemeindezentrum St. Ulrich, Kölner Str.... further

  • Liebe Unterstützer,

    am Donnerstag, den 04.07.2024, findet im Knoblauchsland eine mobile Bürgerversammlung mit Herrn OBM Markus König statt.

    Treffpunkt ist um 17:00 Uhr die Bushaltestelle in der Forchheimer Straße. Eine der Stationen ist um 17:30 Uhr das geplante Baugebiet "Wetzendorf - Neu".

    Unseres Erachtens ist das eine hervorragende Gelegenheit unsere Bedenken zu dieser massiven Bebauung erneut und direkt zu adressieren.

    Sie unterstützen unser gemeinsames Anliegen mit Ihrer Teilnahme vor Ort.

    Hier noch der Link zu weiteren Informationen:

    www.nuernberg.de/internet/stadtportal/ob_tour_norden_2024.html

    Viele Grüße und einen schönen Abend.

  • Liebe Unterstützer,

    hier Teil 2 unserer Veranstaltungshinweise:

    Wald erleben im Irrhain – Mittwoch 26.06.2024 17-19 Uhr
    Seit Jahrhunderten ist der Irrhain ein geschützter Versammlungsort des Pegnesischen Blumenordens. Auf kleiner Fläche gibt es in diesem Waldlebensraum massive Eichen im Alter von mehreren hundert Jahren. Der Förster Fabian Kowollik zeigt die vegetationskundlichen Besonderheiten und geht dabei auf deren Wechselwirkungen im Ökosystem ein.
    Treffpunkt: Am Eingangstor des Irrhain in Kraftshof

    Gemüseanbau im Knoblauchsland – ein Hofbesuch - Donnerstag, 27.06.2024 17-19 Uhr
    Beim Familienbetrieb Haubner zeigt Jochen Haubner bei einem Hofbesuch seinen Betrieb und berichtet von seiner Faszination für aktuelle Trends und unbekannte... further

Besser wieder mehr Weideflächen oder Moore als Wohngebiete im Knoblauchsland

Das Knoblauchsland bleibt zu 99% erhalten trotz der Bebauungsplans. Es ist nur ein kleiner Teil. Dafür entsteht soziale Infrastruktur, es wird Durchgangsverkehr reduziert und das Viertel wächst zusammen. Das ist eine faire Abwägung.

Why people sign

Weil ich seit Jahren Baulärm durch die neue Parkanlage und die Erweiterung des Industriegebietes ertragen muss und nicht in mitten von Baustellen leben will und weil es noch mehr Lebensraum von Vögeln, Hasen, Mader usw zerstören würde. Unteranderem auch wegen der immer mehr zunehmenden Bodenverdichtung in der Gegend und Vernichtung der Natur.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister König,
sehr geehrte Damen und Herren,
Wer im Grünen baut zerstört das Grüne.
Nürnberg ist keine besonders schöne Stadt, was die innerstädtischen sog. Grünanlagen und ihre Bauten (sofern sie in den letzten 100 Jahren erreichtet wurden) betrifft. Vermutlich wurden viele von ihnen von Menschen geplant und abgesegnet, die selbst einen Garten und ein Häuschen im Grünen haben und nicht wissen wie frustrierend es ist, keinen eigenen Balkon oder Garten zu haben, nirgendwo Ruhe, frische Luft und Natur zu finden ohne in ein Auto zu steigen und raus auf‘s Land zu fahren. Auch haben nicht alle ein Auto oder Zeit und Muse mit dem VGN an einem freien Wochenende dorthin zu fahren, wo es vielleicht noch schön ist.
Das Knoblauchsland wird für den Gemüseanbau, aber auch von Vögeln, Insekten und anderen Tieren als Lebensraum genutzt. Und auch Menschen leben und arbeiten hier und viele von ihnen tragen zu unserem regionalen Lebensmittelangebot (dem so oft gepriesenen Gemüse aus Franken, ganz regional!) bei, dass nun dieses Stückchen auch noch bebaut werden soll (selbst in Teilen - der Rest folgt später!) macht mich wütend. Vermutlich geschieht dies dann auch wieder mit dem üblich phantasielosen (oder hässlichen) Baustil, wie er gerade über das ganze Land verbreitet wird. Wieder werden zu jeder Wohnung 1-2 Parkplätze betoniert? Straßen? Also auch dafür Natur und landwirtschaftliche Nutzfläche kaputt gemacht?
Ich hoffe, dass das Knoblauchsland bleiben darf wie es ist.
Lieber Nachverdichtung in der Stadt, falls diese denn überhaupt notwendig ist - dort ist es schon eng, häßlich, laut und die Städter sind‘s gewöhnt.
Vielleicht bringt ja die BUGA was, aber bestimmt nicht eine weitere Planierung von Ackerfläche.
Und: Wir sollten froh sein, dass dieser fruchtbare Boden mit all den fleißigen Gemüsebauern vor den Toren Nürnbergs existiert und es den Menschen dort nicht noch schwerer machen.
Vielen Dank, dass Sie bis zum Ende gelesen haben.
Wünsche Ihnen die Weisheit die richtige Entscheidung zu treffen.
Mit freundlichen Grüßen

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