Region: Nuremberg
Construction

Nein zur Überbauung des Knoblauchslandes!

Petition is directed to
Oberbürgermeister Marcus König und der Stadtrat
4,941 supporters 3,482 in Nuremberg

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  1. Launched 2021
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Die Stadt Nürnberg hat die Entwicklung diverser neuer Bebauungsgebiete beschlossen, u.a. im Knoblauchsland. Mit den Bebauungsplänen 4649 „Wetzendorf neu“ und 4641 „Schnepfenreuth Süd-West“ werden alleine 55 Hektar wertvoller landwirtschaftlichen Boden vernichtet, das entspricht einer Fläche von 77 Fußballfeldern. Die Stadt begründet die Bebauungspläne mit steigenden Einwohnerzahlen und dringend benötigtem Wohnraum.

Folgende Gründen sprechen gegen diese Pläne:

 1. Entwicklung der Einwohnerzahlen in Nürnberg

Die Einwohnerzahlen sind rückläufig. Seit Oktober 2019 sinkt die Zahl um 7.000 Einwohner von 537.086 im Oktober 2019 auf 530.116 im Juni 2021.

Studien des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig und des Ifo-Institutes in München prognostizieren in ihren Gutachten vom Juni 2021 für alle Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohner einen Einwohnerrückgang von rd. 13%. Für Nürnberg bedeutet das rund 60.000 Einwohner weniger in den nächsten 2-5 Jahren. Mobiles Arbeiten wird den Strukturwandel beschleunigen.

 2. Regionale Versorgung und biologische Landwirtschaft

Die Corona-Pandemie hat uns die Verletzlichkeit der globalen Warenströme eindrücklich vor Augen geführt. Industrielle Landwirtschaft und die Abhängigkeit von anderen Ländern bei der Nahrungsmittelversorgung geben mittlerweile nicht nur Fachleuten zu denken. Die steigende Nachfrage nach „Regionalem und Bio“ war aber schon vor der Pandemie deutlich erkennbar.

In regionalen Produkten liegen darüber hinaus auch erhebliche Beschäftigungs- und Wertschöpfungspotenziale. In der Metropolregion Nürnberg wird dies seit über 3 Jahren in dem Forschungsprojekt "ReProLa" (Regionalspezifisches Landmanagement in Stadt-Land-Partnerschaften) untersucht. 

 3. Kulturlandschaft Knoblauchsland

Die geplanten Bebauungsgebiete liegen im südlichen Knoblauchsland, zählen zu einer kulturhistorisch bedeutsamen Landschaft und sind deshalb beim Bundesamtes für Naturschutz gelistet.

 4. Klima

Im Frühjahr 2021 legte das bayerische Umweltministerium die Klima-Prognose für den gesamten Freistaat vor. Im Extrem-Szenario zeigt sich ein Anstieg der Temperatur in Bayern um durchschnittlich 4,8 Grad bis zum Jahr 2100. Die nun nachgelieferten regionalen Auswertungen zeigen, dass es die fränkische Region besonders stark treffen wird.

Mit den jetzigen Bebauungsplanverfahren wird die bisher vorhandene Frischluftschneise mit bis zu 7-stöckigen querstehenden Wohnblocks verschlossen.

 5. Boden

In 0-100 Meter Bodentiefe sind Böden mit Abstand der größte terrestrische Speicher für organisch gebundenen Kohlenstoff. Dabei enthalten Böden in Grundwassernähe deutlich mehr Kohlenstoff. Böden können bis zu viermal so viel Kohlenstoff speichern wie die oberirdische Vegetation.

Im Wetzendorfer Landgraben und im Seegraben haben wir wechselfeuchte Böden mit vorrangiger Arten- und Biotopschutzfunktion. Diese Böden speichern mehr Kohlenstoff.

 Zitat Umweltbundesamt:

„Wir müssen ab sofort unsere vorhandenen landwirtschaftlich nutzbaren Flächen als unverzichtbare Ressource begreifen und diese für uns und unsere Nachkommen bewahren."

 6. Wasser- Grundwasser:

Das Gebiet zeichnet sich durch hohe bis sehr hohe Grundwasserstände aus. Gerade in Trockenzeiten (die in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten sind) sind solche Gebiete extrem wichtig.

 6.1. Wasser - Überschwemmung:

Das Umweltamt hat Folgendes zum Thema Bauen in Überschwemmungsgebieten veröffentlicht:

„Bauen in vorläufig gesicherten und amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist aus Gründen des Hochwasserschutzes gemäß § 78 Abs. 4 und 8 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) grundsätzlich verboten, um die Hochwassersituation durch zusätzliche Bebauung nicht noch weiter zu verschärfen. Neue Baugebiete dürfen von der Gemeinde grundsätzlich gar nicht erst ausgewiesen werden. Für die Errichtung von baulichen Anlagen sind neben den Vorschriften des Baurechts auch spezielle Vorschriften des Wasserrechts zu beachten."

Die genannten Baugebiete sind davon in Teilen betroffen.

 7. Tiere:

Im Gebiet Schnepfenreuth Süd-West lebt die vom Aussterben bedrohte Haubenlerche. Von ihr gibt es deutschlandweit noch 1.700 - 2.700 Brutpaare. Ebenfalls siedeln dort die gefährdete Feldlerche und der stark gefährdete Kiebitz.

Im Wetzendorfer Landgraben leben einige geschützte Fledermausarten, zahlreiche hecken-, höhlen und bodenbrütende Vögel (das stark gefährdete Rebhuhn und die gefährdete Feldlerche) sowie der auf der roten Liste stehende Feldhase. Für Bodenbrüter ist dieses Gebiet künftig nicht mehr nutzbar.

Reason

Wer sind wir?

Die Initiative Knoblauchsland ist eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des wertvollen Bodens im Knoblauchsland als Gemüseanbauland einsetzt und den Stopp der Bebauungspläne 4641 „Wetzendorf-Neu“ und 4649 „Schnepfenreuth Süd-West“ fordert.

Bezahlbarer Wohnraum ist wichtig! Doch das muss clever gelöst werden und im Einklang mit Klima- und Umweltschutz stehen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.initiative-knoblauchsland.de

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen mit Ihrer Unterschrift. Vielen Dank!

Hier noch Quellen und einige interessante Links:

https://www.statistik.bayern.de/mam/presse/2021/rbz5_780px.png

https://www.ifo.de/publikationen/2021/aufsatz-zeitschrift/wie-beeinflusst-die-corona-pandemie-die-wohnortpraeferenzen 

https://www.ufz.de/export/data/global/254276_DP_2021_3_Rink_etal.pdf

https://www.bfn.de/bedeutsame-landschaft/knoblauchsland

https://www.br.de/nachrichten/bayern/klima-report-4-8-grad-mehr-in-bayern-bis-2100,SPxQMZ6

https://www.stmb.bayern.de/assets/stmi/buw/baurechtundtechnik/iib4_hinweise_fuer_die_errichtung_und_erweiterung_von__gebaeuden_in_ueberschwemmungsgebieten_2013.pdf

https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/publikationen/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2021/11/2021-stellungnahme-wetzendorfer-landgraben

https://www.stmuv.bayern.de/themen/klimaschutz/klimareport/?include_matomo=true

https://www.nuernberg.de/imperia/md/umweltamt/dokumente/service/gesamtbericht_bodenbrueter.pdf

https://www.nuernberg.de/imperia/md/stadtplanung/bet_foeb/2018/4641_wetzendorf_foeb_ub_20180206.pdf

https://reprola.de/das-projekt-reprola/die-grundidee/

Thank you for your support, Stefan Lueghausen from Nürnberg
Question to the initiator

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News

  • Liebe Freunde und Unterstützer der Initiative Knoblauchsland,

    der Kiebitz ist 2024 zum "Vogel des Jahres" gewählt worden! Unser Knoblauchsland ist nicht nur eines der größten Gemüseanbaugebiete, sondern beherbergt auch einen der letzten großen lokalen Bestände des in Bayern stark gefährdeten Kiebitzes. Innerhalb von 25 Jahren sind in Deutschland
    90 % der Kiebitze verschwunden.

    Was müssen wir Menschen also tun, damit der Kiebitz im Knoblauchsland überlebt? Die Artenschutzreferentin des Landesbund für Vogelschutz (LBV), Frau Lisa Schenk, wird uns erklären, wie WIR ALLE mitwirken können, den Bestand des Kiebitzes im Knoblauchsland zu erhalten.

    Wir laden Sie deshalb herzlich ein zu einer Veranstaltung des Bürgervereins Thon-Wetzendorf-Schnepfenreuth... further

  • Liebe Freunde des Knoblauchslands,

    wir möchten Sie gerne an die Veranstaltung "Wie sieht unser Knoblauchsland in 10 Jahren aus" erinnern.

    Sie findet am 29.11.2023 um 19:00 Uhr im Gemeindehaus St. Konrad in der Schnieglinger Str. 292 in 90427 Nürnberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zeitfragen" statt.

    An der Diskussion werden u. a. Vertreter aus der Landwirtschaft, des Stadtplanungsamtes und des Bund Naturschutzes teilnehmen.

    Wir freuen uns Sie bei dieser sicher sehr interessanten Veranstaltung zu sehen.

    Die Teilnahme ist kostenlos. Selbstverständlich könne Sie die Einladung auch an Freunde und Bekannte weiterleiten. Die Teilnahme ist kostenlos.

  • Liebe Freunde des Knoblauchslands,

    am 29.11.2023 um 19:00 Uhr findet im Gemeindehaus St. Konrad in der Schnieglinger Str. 292 in 90427 Nürnberg aus der Veranstaltungsreihe "Zeitfragen" ein Informations- und Diskussionsabend zum Thema "Wie sieht unser Knoblauchsland in 10 Jahren aus" statt.

    An der Diskussion werden u. a. Vertreter aus der Landwirtschaft, des Stadtplanungsamtes und des Bund Naturschutzes teilnehmen.

    Zu dieser sicher sehr interessanten Veranstaltung möchten wir Sie herzlich einladen.

    Die Teilnahme ist kostenlos.

Besser wieder mehr Weideflächen oder Moore als Wohngebiete im Knoblauchsland

Das Knoblauchsland bleibt zu 99% erhalten trotz der Bebauungsplans. Es ist nur ein kleiner Teil. Dafür entsteht soziale Infrastruktur, es wird Durchgangsverkehr reduziert und das Viertel wächst zusammen. Das ist eine faire Abwägung.

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