Protest gegen massive Bebauung "St. Anna" in Düsseldorf Niederkassel!

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister und Ausschuss für Planung- und Stadtentwicklung Stadt Düsseldorf

2.293 Unterschriften

48 %
1.732 von 3.600 für Quorum in Düsseldorf Düsseldorf

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  1. Gestartet 2018
  2. Sammlung noch > 3 Monate
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister und Ausschuss für Planung- und Stadtentwicklung Stadt Düsseldorf

Petition für ein lebenswertes und liebenswertes Niederkassel - Lasst Niederkassel l(i)ebenswert!

  1. Das geplante Bauvorhaben auf dem St.-Anna-Gelände ist zu massiv, dicht und hoch! Wir möchten erreichen, dass die Bebauung insgesamt niedriger und aufgelockerter erfolgt.
  2. Die aktuelle Planung muss überarbeitet werden, da sie andernfalls zu einer katastrophalen Verkehrs- und Parkplatzsituation führen wird.
  3. Der dörfliche Charme Alt-Niederkassels darf nicht zerstört werden!
  4. Wir wünschen uns, dass der Dorfmittelpunkt Niederkassels erhalten bleibt. Der Dorfplatz muss deutlich größer werden als aktuell geplant.
  5. Wir möchten erreichen, dass Grünflächen weitgehend erhalten bleiben und weniger alte Bäume gefällt werden. Wir wünschen uns Luft und Raum zum Atmen.
  6. Wir fordern ein Bebauungskonzept, das die Lebensqualität Niederkassels erhält!

Äußerst schmerzlich für Niederkassel war, dass die Kirche St. Anna geschlossen und 2016 entweiht wurde. Die Mitglieder der Kirchengemeinde St. Anna waren dabei über die Vorgehensweise sehr enttäuscht (Kurzfristigkeit, keine Diskussionsmöglichkeit, wenig Information). Tröstlich blieb für die Gemeindemitglieder und Bürger, dass das 7000 qm große St.-Anna-Areal im Eigentum der Katholischen Kirche bleiben würde.
Was wurde den Bürgern von Seiten der Kirche versprochen?

  • dass es als Ersatz für die Kirche auf dem Grundstück eine Kapelle geben werde,
  • dass es einen adäquaten Ersatz für den Pfarrsaal geben werde,
  • dass alle auf dem Grundstück befindlichen Bäume erhalten bleiben würden,
  • dass der Kindergarten St. Anna erhalten bleiben werde, bis die neuen Räumlichkeiten fertiggestellt seien,
  • dass es eine angemessene, sensible und sich in das Dorfbild Alt-Niederkassels einfügende Bebauung geben werde.

Die Bürger durften nicht nur aufgrund dieser Aussagen auf eine soziale und menschliche Planung hoffen. Etwas anderes erschien unvorstellbar, befinden sich auf dem Gelände derzeit doch neben dem Kindergarten auch eine Kleiderkammer für Flüchtlinge, Wohnungen für Flüchtlinge und eine alteingesessene Musikschule für Kinder. Im Pfarrsaal fanden viele schöne Veranstaltungen statt. Der Platz vor der Kirche war bislang der Stadtteilmittelpunkt. Hier gab es immer die Mantelteilung zu St. Martin, Flohmärkte, einen Biwak, die Schützen haben sich dort versammelt. Die Eltern des Kindergartens St. Anna haben hier zu St. Martin mit allen Eltern und Kindern feiern können. Hunderte Kinder aus Nieder- und auch aus dem angrenzenden Oberkassel haben auf dem Vorplatz der St.-Anna-Kirche Fahrrad- oder Rollschuhfahren gelernt.
Auch haben Niederkasseler Familien der Katholischen Kirche einst das Grundstück geschenkt, damit es einen Dorfmittelpunkt mit Kirche, Gemeindesaal und Kindergarten geben konnte. Das Grundstück sollte also für den Stadtteil da sein!
Das Bauvorhaben ist in seinem jetzigen Ausmaß für die Bürger Niederkassels, aber auch für viele Oberkasseler und für die Nachbarn aus dem Lotharviertel schlicht nicht zu ertragen.

Begründung

Umso erschrockener sind nun zahlreiche Bürger darüber, was für das St.-Anna-Gelände geplant ist. Keiner der oben zugesagten Punkte hat mehr Bestand. Statt der Kapelle soll es einen Andachtsraum geben und das, obgleich die einzige katholische Grundschule von Nieder- und Oberkassel direkt neben dem St.-Anna-Areal liegt. Der Pfarrsaal wird durch einen zum Kindergarten gehörenden, viel kleineren Veranstaltungsraum ersetzt. Das, was für die Anwohner wertvoll war, wird eliminiert oder möglichst klein gehalten. Stattdessen ist eine massive Wohnbebauung mit ca. 86 Wohneinheiten geplant. Zwischen den Gebäuden sind geringste Abstandsflächen vorgesehen. Die geplante Bebauung entreißt Niederkassel buchstäblich die Ortsmitte und dem Viertel sein Herz.
In der aktuellen Planung ist zwar wieder ein Platz vorgesehen, dieser ist aber so klein, dass sich dort keine Menschengruppen werden treffen können. Die aktuelle Beplanung des St.-Anna-Areals nimmt dem Bürgern aber nicht nur den Dorfkern, die Ortsmitte und Versammlungsmöglichkeiten weg. Das Schlimmste ist, dass die aktuell geplanten Häuser sehr massiv sind und die Häuser in den angrenzenden Straßen z.T. sehr weit überragen sollen. Diese Planung droht, den Charme des Stadtteils für immer zu zerstören.
Niederkassel ist im hinteren Teil des St.-Anna-Areals durch eine niedrige Bauweise geprägt, insbesondere in der angrenzenden Straße Alt-Niederkassel. Das macht den Charme des Viertels aus. Das ist der Grund, warum viele Menschen dorthin gezogen sind und warum Menschen hier gerne am Wochenende spazieren gehen. Hier nun sollen z.T. äußerst niedrigen alten Häusern hohe und sehr massige Gebäude direkt gegenübergesetzt werden: Die neuen Gebäude sollen auch im rückwärtigen Teil – im vorderen Teil ist die Bebauung noch höher geplant – laut Siegerentwurf eine Firsthöhe von 15,50 Meter (!) haben und eine massiv ausgebaute "Dachlandschaft" erhalten. Dies führt dazu, dass auch eine Reihe von Wänden eine Höhe von 15,50 Meter haben wird. Diese überragen dann die anliegenden Gebäude teilweise um ein Vielfaches! (Zur Verdeutlichung: Der heutige Kirchturm, der als Solitär in der Mitte des Geländes steht, misst ca. 18 Meter.)
Damit jeder den dörflichen Charakter direkt vor Augen hat, sei an dieser Stelle gerne die Beschreibung Alt-Niederkassels auf der offiziellen Internetseite der Stadt Düsseldorf zitiert: „Rund um Alt-Niederkassel erinnert vieles an die lange Zeit, da in diesem Rheindorf die Bauern den Ton angaben und mit ihren Gespannen auch das Treideln besorgten. Unter den niedrigen Dächern ist Gastfreundschaft zu Hause. Da locken traditioneller Speckpfannekuchen genauso wie exzellente italienische Küche.“
Es ist erstaunlich, wie wenig an die Belange der Menschen und an die Belange der Kinder gedacht wird. Der auf dem Gelände befindliche Katholische Kindergarten St. Anna soll zwar von zwei auf vier Gruppen vergrößert werden, er soll aber nur einen Mini-Auslauf erhalten und sein wunderschönes, großes Außengelände verlieren mitsamt einem traumhaften, alten und absolut erhaltenswerten Baumbestand. Überhaupt sollen bis auf wenige „Ausnahmebäume“ unheimlich viele alte, schöne Bäume fallen. Dies wird auch zu einer Verschlechterung der Luft im Viertel führen. Die Straßen des Stadtteils sind genauso dörflich wie das schöne Alt-Niederkassel selbst. Die an das St.-Anna-Areal angrenzende Kanalstraße ist aufgrund der hier erlaubten Dauerparker faktisch einspurig, und in ihr soll es in Zukunft eine Tiefgaragenzufahrt zu den 86 Wohneinheiten geben. Ausreichend Parkplätze für die Bewohner der Neubauten sind in dieser Tiefgarage nicht vorgesehen. Genauso wenig ist an Platz für Schulbusse, Paketlieferanten, Handwerker oder Lieferwagen aller Art gedacht. Es ist programmiert, dass es zu einer katastrophalen Verschlechterung der Parkplatz- und Verkehrssituation in dem Viertel kommen wird, wenn die aktuelle Planung realisiert werden sollte. Darunter werden alle Eltern leiden, die ihre Kinder berufsbedingt mit dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten bringen müssen, denn die Verkehrssituation ist schon jetzt angespannt. Auch betroffen sein werden alle Anwohner Oberkassels, die regelmäßig durch die Kanalstraße oder die Niederkasseler Straße fahren.
Die Bürger haben von Anfang an ihre Bedenken und auch Wünsche vorgetragen und haben das Gefühl, den Planern und Investoren völlig egal zu sein. Wir möchten uns mit möglichst vielen Nachbarn, Freunden und Bekannten dafür einsetzen, dass Alt-Niederkassel seinen dörflichen Charme behalten darf: „Gott schütze den, der bewahrt, der Väter Art!“
Hier noch ein Link zu einem Artikel aus der Rheinischen Post vom 16. Oktober 2018:
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/niederkassel/niederkassel-protest-gegen-neubauplaene-fuer-st-anna_aid-33729087

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ulrich Rosendahl, Düsseldorf
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 01.11.2018
Sammlung endet: 31.12.2026
Region: Düsseldorf
Kategorie: Bauen

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    liebe Nachbarinnen und Nachbarn in Niederkassel,

    nach den Sommerferien sollten wieder alle hier sein und wir möchten daher gerne nochmal auf die Möglichkeit der Stellungnahme zur massiven Bebauung vom Gelände St.Anna aufmerksam machen.

    Mitten in der Ferienzeit hat die Stadtverwaltung den Bebauungsplan für das Projekt „Niederkasseler Straße / Kanalstraße“ (St. Anna) im Internet veröffentlicht. Link: https://www.o-sp.de/duesseldorf/plan/uebersicht.php?pid=42171

    Unser Fazit nach der ersten Sichtung:
    Die Stadt hält an einer massiven Überbebauung fest, wertvoller Grünbestand wird rigoros minimiert und die vorgelegte Verkehrsplanung ist eine absolute Farce!

    Teilen Sie auch die Meinung, dass dieses Mammutprojekt unserem Niederkassel in dieser Form dauerhaft schadet? Dann müssen wir jetzt gemeinsam handeln. Dies ist die letzte offizielle Chance für uns Bürger, direkt auf das Verfahren und die politischen Entscheidungen Einfluss zu nehmen!

    Das müssen wir jetzt tun:

    • Reichen Sie eine offizielle, schriftliche Stellungnahme bei der Stadtverwaltung ein. Jede einzelne Einsendung zählt, erhöht den Druck und gute Argumente zwingen die Behörden zur rechtlichen Prüfung.
    • Die Frist läuft unerbittlich: Ihre Stellungnahme muss bis spätestens Donnerstag, den 17.09.2026, bei der Stadt eingehen.
    • Die Beteiligung ist erfreulicherweise auch komplett online möglich. Nutzen Sie dafür einfach den folgenden Link zum Beteiligungsportal der Stadt: https://www.o-sp.de/duesseldorf/plan/uebersicht.php?pid=42171  (Klicken Sie auf der Seite oben links auf „Teilen Sie uns hier Ihre Stellungnahme mit“)

    Bitte teilen Sie diesen Aufruf  über WhatsApp, E-Mail und soziale Netzwerke mit Freunden, Familie und Nachbarn. Jede Person im Haushalt kann eine eigene Stellungnahme abgeben.

    Mit nachbarschaftlichen Grüßen,
    Eure BI L(i)ebenswertes Niederkassel

  • Seit heute ist der Bebauungsplan in der Öffentlichkeitsbeteiligung.
    Bis zum17.09. sind die Unterlagen einsehbar.

    Über den Link kommt man zu den zahlreichen Unterlagen:
    Niederkasseler Straße / Kanalstraße (04/021) - Bebauungsplan der Innenentwicklung gem. § 13a BauGB (17.08.2026 - 17.09.2026) 
    Hier kann man auch eine Stellungnahme abgeben.

    Zusätzlich liegen die Unterlagen auch im Stadtplanungsamt, Brinkmannstr. 5, aus.

    Als Anlage haben wir nur die gut 90 Seiten der Begründung zur Bebauung eingefügt.
    Alle weiteren Protokolle, Gutachten etc. findet ihr auf der o.g. Seite.

    Eure
    BI L(i)ebenswertes Niederkassel

  • Liebe Unterstützenden,

    der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung und die Bezirksvertretung haben in ihren Sitzungen über die aktuelle Planung zur Bebauung von St. Anna gesprochen und die Offenlegung des Bebauungsplans befürwortet. Lediglich von Seiten der FDP wurde die Bebauung als deutlich zu massiv abgelehnt. Die erhöhte Anzahl von Wohnungen, statt bisher 85 nun perspektivisch 110, wurde durchweg begrüßt. Über Auswirkungen zum Verkehr in den Strassen wurde festgestellt, dass für jede Wohnung ein Stellplatz grundsätzlich zur Verfügung stehen soll und Besucher in den umliegenden Straßen parken können. Vertreter der Grünen halten die Erhöhung der Wohnungszahl für ein wichtiges solidarisches Zeichen des linksrheinischen Düsseldorf, um der Wohnungsnot zu begegnen. Eine zumindest erstaunliche Aussage, wenn man sich die Neubautätigkeiten im linksrheinischen in den letzten Jahren ansieht (Belsenpark, Goldeck, Niederkasseler Lohweg, etc.) und auch, was da noch alles kommen soll ( Oberlöricker Str., Schwalmstr. etc.).

    Der Investor hat inzwischen in der unmittelbaren Nachbarschaft von St. Anna Einladungen zu einer Informationsveranstaltung eingeworfen. Sicherlich freut er sich über eine rege Teilnahme, auch von weiteren interessierten Niederkasseler Bürger und Bürgerinnen. Am 14.7., von 16-18 Uhr, gibt es in der alten Kita auf dem Gelände von St.Anna die Gelegenheit, sich mit dem Investor und dem Kirchenvorstand, Herrn Bahners, auszutauschen.

    Eure
    BI L(i)lebenswertes Niederkassel

Unfassbar, dass man einen Ort sein Herz entreißt. Haben wir noch eine Demokratie? Haben die Menschen die Macht, oder die Projektentwickler und die ihnen hörige Stadtverwaltung?

Ich komme aus Holland und ich verstehe nicht dass Mann so eine schöne Kirche mit eine solche besondere Architektur abreißt. Deutschland hat schon so wenig alte Gebäude. Mache ein Supermarkt davon oder ein koffiebar. Und dann wird Niederkassel noch schöner und beliebter

Warum Menschen unterschreiben

Erhalt des dörflichen, charmanten Charakters von Niederkassel.

Ich lebe hier und bin nach Niederkassel gezogen, weil es ein besonderes dörfliches Flair hat und eben keine riesigen Bauten hier stehen

Weil ich hier lebe

Ich merke, dass linksrheinisch immer alles enge wird.

Als Anwohner der Straße Alt-Niederkassel und Miteigentümer der denkmalgeschützten historischen Hofanlage "An Frerge" Stimme ich den Ausführungen in der Petition voll und ganz zu. Was sagen eigentlich die Denkmalbehörde und der Landeskonservator zu dem Bauvorhaben?

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