Unser Anliegen betrifft die Abschaffung der unbegründeten Diskriminierung sogenannter ‚Kampfhunde‘-Rassen. Des Weiteren sprechen wir uns für die Einführung eines Hundeführerscheins für alle aus.

Eine Bitte an alle Hundefreunde: Bitte unterstützt, verbreitet und unterzeichnet auch die zurzeit laufenden Petitionen für ganz Deutschland, Hessen, Berlin und Bayern. Nur wenn alle zusammenhalten, können wir wirklich etwas bewegen. Der Text dieser Petition darf und soll gerne auch als Vorlage für Petitionen anderer Bundesländer genutzt werden. Ein Hund gehört nirgendwo diskriminiert, egal in welchem Land. Hier die Links zu den anderen Petitionen:

epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_12/_23/Petition_62756.html www.openpetition.de/petition/online/stopt-die-rasseliste-in-35083-wetter-ganz-hessen www.change.org/p/abgeordnetenhaus-von-berlin-f%C3%BCr-eine-%C3%A4nderung-des-hundegesetzentwurfs-gegen-leinenzwang-und-rasseliste-f%C3%BCr-sachkunde-und-tiergerechte-hundehaltung-in-der-stadt www.change.org/p/bayrischer-verfassungsgerichtshof-schaffen-sie-die-rasseliste-ab

Facebook: www.facebook.com/rasselistenabschaffen

Begründung

Seit mehreren Jahren werden durch die Rasseliste einzelne Hunde und deren Halter ohne plausiblen Grund erheblich schlechter gestellt als Halter anderer Rassen.

Hunde der ‚Kategorie 1‘ werden ihr Leben lang dazu gezwungen einen Maulkorb zu tragen und an der Leine zu laufen. Das ist keine artgerechte Tierhaltung. Hunde der Kategorie 1 und 3 müssen sich zudem einem extrem harten und kostenintensiven Wesenstest unterziehen, in welchem sie unter Anderem tolerieren müssen, sich von einem Menschen mit einem Stock bedrohen und anschreien zu lassen. Einem Menschen würde hier das Notwehrrecht zustehen. Ein Tier soll allerdings möglichst zurückweichen und sich diese höchst unangemessene Behandlung lautlos gefallen lassen.

Hiermit muss jetzt endlich Schluss sein. Schleswig Holstein schafft 2016 seine Rasseliste ab. Hamburg (und jedes andere Bundesland!) sollte sich dem Fortschritt nicht verwehren und sich diesem einzig richtigen Weg anschließen.

Das grundsätzliche Verbot der Haltung angeblich gefährlicher Hunderassen, sowie die extrem harten Auflagen zur Haltung dieser, sind nicht mehr zeitgemäß; sie waren es auch nie.

Die Hansestadt Hamburg weigert sich bedauerlicherweise bisher hartnäckig wissenschaftliche Erkenntnisse wahrzunehmen: Dass ein Hund, welcher dazu neigt unbegründet Menschen oder andere Tiere anzufallen, nicht frei auf der Straße laufen kann, wird von niemandem bestritten. Jedoch ist ein Hund nicht aufgrund seiner Rasse gefährlich. Kein Hund wird aggressiv geboren. Es sind die Menschen die einen Hund durch Misshandlungen, falsche Erziehung und unzureichende Sozialisation dazu bringen, Aggressionen zu entwickeln.

Die Regelungen wurden, als Reaktion auf nicht tolerierbare Beißunfälle, überhastet beschlossen. Wie die Beißstatistiken zeigen, ist die Diskriminierung von einzelnen, teilweise willkürlich ausgewählten Rassen keine Lösung des Problems. Auch die teils scherzhaft geforderte Aufnahme des deutschen Schäferhundes oder anderer Rassen (welche des Öfteren in Beißereien verwickelt sind) in die Rasselisten würde und kann dieses Problem nicht lösen. Dies liegt schlicht und ergreifend an der simplen und mehrfach nachgewiesenen Tatsache, dass es nicht die Schuld des Hundes ist wenn er ein gesteigertes Aggressionspotenzial an den Tag legt, sondern die des Halters!

Dem entsprechend sollte umgehend einerseits:

• die Rasseliste abgeschafft werden und andererseits • die Teilnahme an einem Hundeführerschein

für alle Hundehalter eingeführt werden. Dieser sollte sich dabei (bezüglich Umfang, Inhalt und Kosten) an dem bestehenden Hundeführerschein zur Leinenbefreiung orientieren, welcher sinnvoll und völlig ausreichend ist. Als Anreiz zur Teilnahme bietet sich hier vor Allem die Ermäßigung der Hundesteuer an. Ein Wesenstest sollte – wie in Schleswig Holstein – nur noch für auffällig gewordene Hunde (jeder Rasse) Pflicht sein. So kann gewährleistet werden, dass von Hund und Halter keine Gefahr ausgeht; ein Verbot einzelner Rassen ist sowohl sinn- als auch wirkungslos.

Wir bitten die Stadt Hamburg daher eingehend unsere Bitte ernst zu nehmen und umzusetzen, und sich an dem fortschrittlichen Denken der Nachbarn Niedersachsen und Schleswig Holstein ein Beispiel zu nehmen.

Kein Hund wird gefährlich geboren, es sind die Menschen die ihn dazu bringen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Nachdem eine Mail an DIE LINKE Hamburg bzgl. der Petition zunächst leider nicht an der richtigen Stelle angekommen ist, ist gestern Herr Stephan Jersch (Umwelt- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft) persönlich über Facebook auf die Petition aufmerksam.

    Heute kam dann auch schon prompt seine Rückmeldung: er wird sich für die Abschaffung der Rasseliste in Hamburg einsetzen.

    Herr Jersch hat bereits im Sommer letzten Jahres eine „Kleine Anfrage“ bezüglich des Hamburger Hundegesetzes an den Senat gestellt (Hier der Volltext der Antwort des Senats: www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/49639/rassehundeliste.pdf ). Die dabei gestellten Fragen wurden leider (wenn überhaupt) eher ausweichend beantwortet. Die ‚Argumentation‘ hierbei kann nicht wirklich dazu überzeugen, an der bisherigen Gesetzgebung in diesem Punkt weiterhin festzuhalten.

    Trotz des leider erfolglosen Versuchs im letzten Jahr, hat Herr Jersch versichert, sich auch 2016 weiterhin in der Bürgerschaft für die Reform des Hamburger Hundegesetzes einzusetzen.

    Daher möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal herzlichst bei Herrn Jersch – und natürlich vor allem auch bei allen bisherigen Unterstützer/-innen – bedanken. Macht weiter so wie bisher und teilt das Vorhaben gerne mit euren Freunden, Verwandten und Bekannten.

    Kein Hund wird gefährlich geboren – es sind die Menschen die ihn dazu machen.

    www.facebook.com/rasselistenabschaffen

Pro

Die Behandlung der Hunde verstößt gegen das Grundgesetz. Jeder soll und darf jeden Hund oder Hunde halten dürfen. Das freie Hundescheißen auf Gehwegen und Parkflächen inklusive.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.