• Von: Georg Schmidt mehr
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Familie mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 168 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Gegen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechtes / Gesetzliche Verankerung paritätisches Wechselmodell

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Das Aufenthaltsbestimmungsrecht darf nur in vom Gesetzgeber definierten Ausnahmefällen entzogen werden, z.B. wegen Gewalt in der Ehe oder bei strafbaren Handlungen. Es darf nicht weiter der Willkür von Gerichten, Gutachtern und Jugendamtsmitarbeiter überlassen werden, dass ein Elternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht verliert. Erweitert werden sollte das Ganze durch eine gesetzlich verankerte Regelung zum paritätischen Wechselmodell.

Begründung:

Leider wird bei Scheidungen in der Mehrzahl aller strittigen Fälle das Kind der Mutter zugesprochen. Das steht zwar nicht im Gesetz ist aber allgemeine Rechtsprechung. Dieses entspricht nicht mehr den gesellschaftlichen Gegebenheiten, in denen sich zunehmend auch Väter in großem Umfang um die Kinder kümmern. Kommt es zur Trennung, hat das Kind das Recht auf beide Eltern, wenn auch Beide den Willen haben, sich um das Kind zu kümmern. Deshalb sollte das paritätische Wechselmodell der Standard sein, wie in anderen Ländern (z.B. Frankreich, Belgien, Italien, Tschechien, Slowakei, Dänemark, Schweden, Norwegen, Spanien, Griechenland, USA, Kanada und Australien) schon üblich. Ausnahmen sollte es nur geben, wenn ein Elternteil darauf verzichtet oder es dem Kindeswohl nicht zuträglich wäre, z.B. weil ein Elternteil gewalttätig ist. Diese Grenzen sollten auch gesetzlich verankert werden.
Alternativ oder ergänzend sollten klare gesetzliche Regelungen für den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechtes und Sorgerechtes gelten. Was nutzt einem ein Recht, welches einem von Gerichten (geleitet durch Jugendamt und Gutachter) entzogen werden kann, ohne dass man sich etwas hat zu Schulden kommen lassen. In hunderten strittigen Fällen bekommt ein Elternteil das Recht zugesprochen, das Kind dem anderen Elternteil zu "entführen". Wenn sich die Eltern nicht einigen können, sollte das Kind dort bleiben, wo es ist. Das entspricht auch dem Kindeswohl. Jedem Elternteil steht es frei dorthin zu ziehen, wo es hinziehen möchte, aber ohne das Kind oder mit dem Kind bei Zustimmung des anderen Elternteils. Es sei denn, der andere Elternteil ist in diesem Fall nicht bereit, die Betreuung vollständig sicherzustellen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wedel, 23.10.2012 (aktiv bis 22.01.2013)


Neuigkeiten

Beispiele für Länder, in denen das paritätische Wechselmodell bereits gesetzlich verankert ist, eingefügt. Neue Begründung: Leider wird bei Scheidungen in der Mehrzahl aller strittigen Fälle das Kind der Mutter zugesprochen. Das steht zwar nicht im Gesetz ...

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Debatte zur Petition

PRO: Beim Wechselmodell ist es Beiden Elternteilen möglich zu arbeiten. Die Belastungen sind gleichwertig aufgeteilt. Die Doppelbelastung aus Umgang plus Unterhalt entfällt.

PRO: Schlicht falsch ist es, wenn der Senat behauptet, die Initiative zur Doppelresidenz „könne” nur von den Eltern selbst ergriffen werden; gegen den Widerstand eines Elternteils „könne” die Doppelresidenz nicht funktionieren. Nach ...

CONTRA: Ein Kind ist kein Hausratgegenstand, den man nach einer Trennung möglichst gerecht zwischen den Eltern aufgeteilten sollte.

CONTRA: Es würden das deutsche Grundgesetz und die Rechte beider Elternteile sowie die der Kinder beachtet und auch gewürdigt und auch der Wunsch der Kinder auf Erhaltung beider Elternteile zum Wohle ihrer Entwicklung.

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Petitionsverlauf

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