• Von: Thomas Müller mehr
  • An: Stadtplanung Essen
  • Region: Essen mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 481 Unterstützer
    359 in Essen
    Sammlung abgeschlossen

Gegen Gewerbeflächen Essen-Haarzopf / Alte Hatzper Straße. Erhalt der Frischluftschneise!

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Die Einwohnerzahl wird bis 2025 sinken. Das ergibt die aktuelle
Wohnungsnachfrageanalyse 2020+.
Zitat: “Die unterschiedlichen Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass sich
die heutige Bevölkerung von ca. 570000 Einwohnern bis zum Jahr 2025 auf eine
Zahl zwischen 530000 und 555000 Einwohnern reduzieren wird”

Es gibt kein Potential für die geplante Fläche! Ferner sind die Anfrage nur
von externen Firmen, ortsansässige Firmen fragen nicht nach. Die Flächen werden
für einen 24 Stunden Betrieb benötigt, der dort kaum möglich ist. Die Autobahn
ist jetzt schon zu bestimmten Zeiten massiv ausgelastet:
Prognose: Bedarf an wirtschaftlichen Bauflächen für die Stadt Essen (BFR
GSEProjekte)
ris.essen.de/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayEYv8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok5KeyJcyLWsFSq4Ql0Oe.Oa1CXuCWn4Oi0Lg-IbvDauHTp8To1Ok0HbwHau8Vt6Pi7Kj2GJ/Anlage__1a.pdf

Die beschriebene Fläche dient auch als Frischluftschneise und versogt den
Essener Süden. Dort steigen jetzt sogar schon die Temperaturen im Sommer.
Dies ist durch eine Langzeitstudie von Herrn Wilhelm Kuttler (65), Professor für
„Angewandte Klimatologie“ an der Uni Duisburg-Essen nachweisbar. Er führt seit
Jahrzehnten andauernden Messungen im Stadtgebiet durch an mehr als 30 Stationen!
In den letzten 80 Jahren ist bereits die Durchschnitts-Temperatur in Essen um
rund einen Grad gestiegen.
www.derwesten.de/staedte/essen/langzeit-klimastudie-wo-es-in-essen-am-waermsten-wird-id10313877.html
Die Forderung der Stadt Essen steht somit im Widerspruch zu den Zielen der Stadt, formuliert in dem „Strategie- und Maßnahmenkonzept Stand Juni 2014 – Stadt begegnet Klimawandel.



Zusätzlich muss man den Naturschutz betrachten. Das Gebiet müsste aufwendig
entwässert werden! Der NaBu erhält bis heute sogar Fördergelder
für seine Arbeit. Er pflegt dort eine Streuobstwiese, welche der Lebensraum für
unzählige geschütze Lebewesen ist. (Rote Liste).
www.nabu-ruhr.de/nachrichten/stellungnahmen-1/
www.wwf.de/themen-projekte/weitere-artenschutzthemen/rote-liste-gefaehrdeter-arten/

Als letzten Punkt möchte ich noch einen subjektiven Punkt erwähnen. Seit
Jahren verbindet die Kleingartenanlage Jung und Alt. Das 100 jährige
Jubiläum steht kurz vor der Tür. Man findet heute kaum noch Schulkinder, die
Wissen wie das Gemüse oder Obst tatsächlich wächst. Pflanzen und Bäume
sind für viele mittlerweile unbekannt. Alternativen wie eine künstlich "gebaute"
Natur (Krupp-Gürtel) sind nicht vergleichbar.

Begründung:

- Erhalt der Frischluftschneise.
- Senkung der CO2-Belastung.
- Erhalt von Tieren und Pflanzen (Rote-Liste).
- Erhalt der lokalen landwirtschaftlichen Betriebe. Es gibt genügend Lebensmittelskandale.
- Erhalt von Kleingärten für Familien, die in Ballungsgebieten wohnen.
- Konsequenter Stadtumbau, den Abriss von nicht mehr nachfragegerechten Wohnungsbeständen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Essen, 24.02.2015 (aktiv bis 23.08.2015)


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