Die Einwohnerzahl wird bis 2025 sinken. Das ergibt die aktuelle Wohnungsnachfrageanalyse 2020+. Zitat: “Die unterschiedlichen Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass sich die heutige Bevölkerung von ca. 570000 Einwohnern bis zum Jahr 2025 auf eine Zahl zwischen 530000 und 555000 Einwohnern reduzieren wird”

Es gibt kein Potential für die geplante Fläche! Ferner sind die Anfrage nur von externen Firmen, ortsansässige Firmen fragen nicht nach. Die Flächen werden für einen 24 Stunden Betrieb benötigt, der dort kaum möglich ist. Die Autobahn ist jetzt schon zu bestimmten Zeiten massiv ausgelastet: Prognose: Bedarf an wirtschaftlichen Bauflächen für die Stadt Essen (BFR GSEProjekte) ris.essen.de/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayEYv8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok5KeyJcyLWsFSq4Ql0Oe.Oa1CXuCWn4Oi0Lg-IbvDauHTp8To1Ok0HbwHau8Vt6Pi7Kj2GJ/Anlage__1a.pdf

Die beschriebene Fläche dient auch als Frischluftschneise und versogt den Essener Süden. Dort steigen jetzt sogar schon die Temperaturen im Sommer. Dies ist durch eine Langzeitstudie von Herrn Wilhelm Kuttler (65), Professor für „Angewandte Klimatologie“ an der Uni Duisburg-Essen nachweisbar. Er führt seit Jahrzehnten andauernden Messungen im Stadtgebiet durch an mehr als 30 Stationen! In den letzten 80 Jahren ist bereits die Durchschnitts-Temperatur in Essen um rund einen Grad gestiegen. www.derwesten.de/staedte/essen/langzeit-klimastudie-wo-es-in-essen-am-waermsten-wird-id10313877.html Die Forderung der Stadt Essen steht somit im Widerspruch zu den Zielen der Stadt, formuliert in dem „Strategie- und Maßnahmenkonzept Stand Juni 2014 – Stadt begegnet Klimawandel.

Zusätzlich muss man den Naturschutz betrachten. Das Gebiet müsste aufwendig entwässert werden! Der NaBu erhält bis heute sogar Fördergelder für seine Arbeit. Er pflegt dort eine Streuobstwiese, welche der Lebensraum für unzählige geschütze Lebewesen ist. (Rote Liste). www.nabu-ruhr.de/nachrichten/stellungnahmen-1/ www.wwf.de/themen-projekte/weitere-artenschutzthemen/rote-liste-gefaehrdeter-arten/

Als letzten Punkt möchte ich noch einen subjektiven Punkt erwähnen. Seit Jahren verbindet die Kleingartenanlage Jung und Alt. Das 100 jährige Jubiläum steht kurz vor der Tür. Man findet heute kaum noch Schulkinder, die Wissen wie das Gemüse oder Obst tatsächlich wächst. Pflanzen und Bäume sind für viele mittlerweile unbekannt. Alternativen wie eine künstlich "gebaute" Natur (Krupp-Gürtel) sind nicht vergleichbar.

Begründung

  • Erhalt der Frischluftschneise.
  • Senkung der CO2-Belastung.
  • Erhalt von Tieren und Pflanzen (Rote-Liste).
  • Erhalt der lokalen landwirtschaftlichen Betriebe. Es gibt genügend Lebensmittelskandale.
  • Erhalt von Kleingärten für Familien, die in Ballungsgebieten wohnen.
  • Konsequenter Stadtumbau, den Abriss von nicht mehr nachfragegerechten Wohnungsbeständen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Thomas Müller aus Essen
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