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Bild zur Petition mit dem Thema: Gegen Wiedereinführung der Bau- & Fallenjagd, für die Schonung von Füchsen & bedrohten Arten in NRW! Gegen Wiedereinführung der Bau- & Fallenjagd, für die Schonung von Füchsen & bedrohten Arten in NRW!
  • Von: Aktionsbündnis Fuchs mehr
  • An: Frau Christina Schulze Föcking, Ministerin ...
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Tierschutz mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 111 Tage verbleibend
  • 3.909 Unterstützende
    39% erreicht von
    10.000  für Sammelziel

Gegen Wiedereinführung der Bau- & Fallenjagd, für die Schonung von Füchsen & bedrohten Arten in NRW!

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Kein Kniefall vor der Jägerlobby: Gegen die Wiedereinführung der Bau- und Fallenjagd – für die Schonung von Rotfuchs und bedrohten Tierarten in NRW!

Über 50.000 Füchse wurden im vergangenen Jagdjahr alleine in NRW von Jägern getötet. Doch während wissenschaftliche Studien und Erfahrungen aus fuchsjagdfreien Gebieten zeigen, dass Fuchsjagd sinnlos ist, wollen Jäger immer mehr Füchse töten. Nun wollen sie zu diesem blutigen Zweck sogar bereits verbotene, besonders grausame Praktiken wieder legalisieren lassen, indem sie den Fuchs zum Sündenbock für den Rückgang bedrohter Arten machen. Das dürfen wir nicht zulassen!

Wenn auch Sie gegen die Wiedereinführung der grausamen Bau- und Fallenjagd sowie der Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Füchsen sind und die Schonung von Füchsen UND bedrohten Tierarten in NRW befürworten, unterzeichnen Sie jetzt diese Petition!

Forderungen

Wir fordern daher die nordrhein-westfälische Landesregierung dazu auf, die Gesetzeslage dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand und den Anforderungen des Tierschutzes anzupassen. Insbesondere fordern wir,

1) das Ökologische Jagdgesetz nicht aufzuweichen, sondern unter stärkerer Berücksichtigung des Natur- und Tierschutzes weiterzuentwickeln und grausame Jagdmethoden wie die Bau- und Fallenjagd sowie die tierschutzwidrige Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Tieren vollständig zu verbieten,

2) eine ganzjährige Schonzeit für den Rotfuchs einzurichten, da kein vernünftiger Grund für seine Bejagung vorliegt, wie im Detail in unseren Erläuterungen und Quellenangaben dargelegt wird,

3) bedrohte Tierarten wie den Feldhasen durch eine ganzjährige Schonzeit von der Bejagung auszunehmen.

Eine umfassende, wissenschaftlich untermauerte Begründung unserer Forderungen samt zahlreicher Literaturquellen finden Sie in den „Erläuterungen und Quellenangaben“ des Aktionsbündnisses Fuchs: docs.wixstatic.com/ugd/83fe7c_5d524952b89744ceaefb57dd92141019.pdf

(Foto: Initiative zur Abschaffung der Jagd)

Begründung:

Das im Jahr 2015 von SPD und Grünen in NRW eingeführte Ökologische Jagdgesetz räumte dem Tierschutz einen etwas größeren Stellenwert ein: Besonders grausame Jagdformen wie die Bau- und Fallenjagd wurden eingeschränkt, der Abschuss von Haustieren und die Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Füchsen verboten.

Politiker klüngeln mit Jagdverband

Der Landesjagdverband drängt nun jedoch massiv darauf, dass diese Verbesserungen zurückgenommen werden – und von der neuen CDU/FDP-Regierung ist Klüngelei mit der Jägerlobby zu befürchten: Der FDP-Vorsitzende Lindner plant nach eigener Aussage, den Jagdschein zu machen (www.deutschlandfunk.de/christian-lindner-fdp-fahrverbote-muessen-um-jeden-preis.868.de.html?dram:article_id=394379); CDU-Ministerpräsident Laschet kündigte bereits an, den Jägern bei der Jagdgesetzgebung „entgegenzukommen“ (www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/laschet-landesjagdgesetz-100.html). Bereits im Oktober 2017 wurde die Baujagd am Kunstbau wieder landesweit zugelassen – obwohl die Baujagd in veterinärmedizinischen Gutachten als „hochgradig tierquälerisch“ bezeichnet und andernorts bereits vollständig verboten wurde!

Interessanterweise war das Umweltministerium allerdings auch auf Anfrage nicht in der Lage, Gutachten oder Protokolle vorzulegen, die die Beweggründe dieser Entscheidung dokumentieren (www.lokalkompass.de/velbert/politik/tierschutzpartei-nrw-erhebt-vorwuerfe-gegen-das-umweltministerium-d806603.html). Stattdessen wird lediglich auf eine nicht näher wissenschaftlich untermauerte Empfehlung der jägernahen Forschungsstelle für Jagdkunde in Bonn verwiesen.

Fuchsjagd ist sinnlos und kontraproduktiv

Ein derartiger Kniefall vor der Jägerlobby ist aus Sicht von Tierschutz und Wissenschaft nicht nachvollziehbar. Aktuelle Untersuchungen zeigen ebenso wie langjährige Erfahrungen, dass Fuchspopulationen mit jagdlichen Mitteln nicht reduziert werden können, weil steigende Geburtenraten und Zuwanderung aus anderen Revieren die Verluste ausgleichen. Fuchsjagd ist allein aus diesem Grund schon kein geeignetes Mittel zum Schutz bedrohter Arten!

Im Gegenteil: Füchse verteidigen ihre Reviere und halten Konkurrenten fern. Der Tod eines solchen Revierinhabers führt dazu, dass revierlose Füchse und auch andere Beutegreifer in das Gebiet eindringen und den Feinddruck auf Beutearten sogar verstärken.

Füchse als Sündenböcke für schießwütige Jäger und verfehlte Landwirtschaft

Tatsächlich sind bedrohte Arten durch die Zerstörung ihres Lebensraums gefährdet – und nur durch die Schaffung geeigneter nahrungs- und deckungsreicher Habitate kann ihnen nachhaltig geholfen werden. Aber auch die nordrhein-westfälische Jägerschaft muss sich fragen lassen, warum sie im Jagdjahr 2016/17 über 35.000 Feldhasen erlegte, während sie zugleich den Fuchs zum Sündenbock für den Rückgang des Feldhasenbestands macht.

Füchse als Verbündete im Kampf gegen die Borreliose - Fuchsjagd gefährdet Menschenleben

Hinzu kommt, dass im Jahr 2017 zwei weltweit beachtete Studien veröffentlicht wurden: Französische Forscher wiesen nach, dass intensive Fuchsjagd zu einer stärkeren Verbreitung des Fuchsbandwurms (www.e-l-i-z.com/doc_word/ECHINO/COMTE-2017-publi-Em_Nancy-prevetmed.pdf) und einem höheren Infektionsrisiko des Menschen führt. Der niederländische Biologe Hofmeester stellte darüber hinaus fest, dass Füchse wertvolle Verbündete im Kampf gegen die gefährliche Lyme-Borreliose sind (rspb.royalsocietypublishing.org/content/284/1859/20170453). Ihr Einfluss auf das Verhalten von Mäusen, die als Hauptreservoir des Borreliose-Erregers gelten, kann die Infektionswahrscheinlichkeit für den Menschen deutlich reduzieren.

Vorbild Luxemburg: Ganzjähriger Schutz für Meister Reineke

In Luxemburg wurde auf Basis dieser Erkenntnisse vor kurzem das bereits seit 2015 bestehende Jagdverbot auf Füchse erneut verlängert. Die Erfahrungen mit der Schonung des Fuchses sind dort – ebenso wie in anderen Gebieten, in denen Füchse nicht bejagt werden – durchweg positiv.

Aktionsbündnis Fuchs – Wir geben den Füchsen eine Stimme

Das Aktionsbündnis Fuchs (www.aktionsbuendnis-fuchs.de) ist eine Initiative von mehr als 50 deutschen Organisationen aus dem Tier- und Naturschutzbereich, dessen Ziel das Verbot der sinnlosen und grausamen Jagd auf den Rotfuchs ist.

Geben auch Sie den Füchsen ihre Stimme: Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition und folgen Sie uns auf Facebook: www.facebook.com/AktionsbuendnisFuchs/

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Biebertal, 15.02.2018 (aktiv bis 14.08.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Das Verwaltungsgericht Köln gibt Til Macke nach seiner Klage recht: Jäger dürfen auf dem Grundstück des Enkels von August Macke nicht mehr jagen. Die erste Kontaktaufnahme mit der zuständigen Jagdgenossenschaft Uthweiler verlief allerdings wenig erfolgreich. ...

PRO: Der Fuchs gehört zu den Prädatoren und ist für die Gesunderhaltung der Umwelt wichtig.

CONTRA: Wer auf Bodenbrüter, Rebhühner, Fasanen, Wildenten, Feldhasen.... verzichten kann und höhere Infektionsraten mit Fuchsbandwurm wünscht, darf gerne den Fuchs unbejagt lassen. Der Fuchsbalg sollte als Pelz verwertbar sein, wenn er aus heimischer Jagd stammt.

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Weil ich Mensch+Tierfreund bin!

Weil Füchse ihren Platz in der natürlichen Ordnung haben. Der Mensch ist derjenige, der alles durcheinander bringt und zerstört. Auch wenn es die ursprüngliche "Natur" in Deutschland wohl kaum noch gibt, so sollte man versuchen, den Einfluß ...

Ihre Ausführungen haben mich sehr berührt. Mir liegt das Tierwohl (egal welches Tier) sehr am Herzen.

Der Mensch geht zu weit. Das muss ein Ende haben. Die Übergriffe sinnlosen in die Natur muss aufhören.

In meinen Augen ist jegliche Tötung eines Individuum ohne ersichtlichen Grund ( Krankheit,Verletzung ...) MORD.

>>> Zu den Kommentaren


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  • Dagmar Rothfuß Aachen vor 4 Std.
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  • Petra Freude Kaarst vor 14 Std.
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