Schulen stehen heute vor besonderen Herausforderungen: Sie müssen die wichtige Aufgabe der Inklusion leisten, die Integration von schulpflichtigen Kindern stemmen, die aus dem Ausland zugezogen sind (das sind neben Flüchtlingskindern auch EU-Bürger!), ganz nebenbei sollen Schulen auch von der alten Halbtagsschule in attraktive Ganztagsschulen umgewandelt werden. All diese Aufgaben leisten überwiegend Hessens Gesamtschulen, da sie ohnehin integrativ oder mindestens sehr flexibel arbeiten und auch pädagogisch dafür ausgerichtet sind, mit einer heterogenen Schülerschaft zu arbeiten. Aber statt die hessischen Gesamtschulen den neuen Anforderungen entsprechend personell, strukturell und finanziell auszustatten, werden die Schulen vom Kultusministerium nur mit kleinen Häppchen versorgt, die weder von einer Neuausrichtung der Schulpolitik zeugen, noch von dem Willen, Bildung wirklich etwas „wert sein zu lassen“. Als Eltern sehen wir uns schon seit Jahren diesen bildungspolitischen Zerfall unserer Schullandschaft an und wundern uns, dass die Politik noch immer nicht reagieren will.

Deshalb fordern wir:

• Reduzierung der Klassenstärke auf 20 SchülerInnen in allen Inklusionsklassen

• Rückkehr zu max. 12 SchülerInnen in den Intensivklassen

• Doppelbesetzung in allen Stunden

• IGSen als Stammschule für Förderschullehrer

• 110% Zuweisung für qualifizierte Vertretungen

• Ausbildung von qualifiziertem Personal und damit Reduzierung von Kurzfortbildungen

• Reduzierung von zusätzlichen administrativen Aufgaben

• Ausbau der Schulsozialarbeit – angelehnt an die Schülerzahlen einer Schule

• Ausstattung mit genügend Differenzierungsräumen

• Langfristig Erhöhung der Studienplätze für Lehramtskandidaten

Raison

Die Gesamtschulen spielen innerhalb der Bildungslandschaft eine besondere Rolle: Da sie grundsätzlich offenstehen für alle SchülerInnen und sich nicht auf eine bestimmte Schülerklientel konzentrieren, arbeiten Gesamtschulen von ihrem strukturellen und pädagogischen Profil her von sich aus (weitgehend) integrativ. Deshalb sind auch Gesamtschulen in einer besonderen Weise dazu geeignet, auf gesellschaftliche Veränderungen schnell zu reagieren und eine veränderte Schülerschaft qualitativ ins Schulsystem zu integrieren. Dies setzt allerdings auch voraus, dass solche veränderten Aufgaben vom Kultusministerium ebenfalls wahrgenommen werden müssen, damit die Gesamtschulen, ihren neuen Aufgaben entsprechend, personell, strukturell und finanziell ausgestattet werden können. Nur wenn die Rahmenbedingungen für die Gesamtschulen stimmen, können diese auch ihre Aufgaben innerhalb der Gesellschaft erfüllen. Dies sehen wir nur dann gewährleistet, wenn mindestens die gestellten Forderungen erfüllt werden. Andernfalls werden die Bildungsverlierer in unserem Land immer mehr werden. Aber gerade das kann sich weder Hessen noch Deutschland leisten, da die hiesige Wirtschaft noch immer auf gut ausgebildete junge Menschen setzt.

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    Mit besten Grüßen,
    das Team von openPetition

  • Liebe Unterstützer,
    wer noch handschriftlich ausgefüllte Sammelbögen hat, jetzt bitte noch hochladen!
    Ansonsten dürfen Sie gern noch einmal Werbung machen.
    Denn diese Petition wird auf jeden Fall an den Kultusminister übergeben.
    Wir halten Sie über den Termin und andere Neuigkeiten auf dem Laufenden.
    Herzlichen Dank an alle fürs Mitmachen!
    i.A. Melanie Hingott

Pour

Die Gesamtschulen sind ein Schritt zur Entwicklung des Schulwesens hin zu einer inklusiven Schule für alle. Individuelle Potenzialentfaltung und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sind ihr besonderer Auftrag. In der Konkurrenz mit den auslesenden Schulformen muss diese weiterführende Aufgabe auch besonders unterstützt werden

Contre

Pas encore un argument CONTRA.