Mit der Petition wird gefordert, dass reproduktionsmedizinische Maßnahmen bei ungewollter Kinderlosigkeit durch die gesetzliche Krankenkasse zu 100 % finanziert und die Anzahl finanzierter Versuche deutlich erhöht werden sollen.

Begründung

Von unerfülltem Kinderwunsch ist heutzutage jedes siebte Paar betroffen. Die Ursachen sind vielfältig, jedenfalls liegt der Grund des unerfüllten Kinderwunsches zu gleichen Teilen bei beiden Geschlechtern. Reproduktionsmedizinische Maßnahmen werden von den Krankenkassen nur zu 50 % finanziert. Auch die Anzahl der Versuche ist begrenzt, bspw. werden bei IVF und ICSI nur drei Versuche finanziert. Die Wahrscheinlichkeit einer eintretenden Schwangerschaft mit positivem Ausgang einer folgenden Lebendgeburt sind nicht sehr hoch, weshalb es in den meisten Fällen mehrerer Versuche bedarf:- IVF: 15 bis 20 Prozent- ICSI: 15 bis 20 Prozent- ICSI nach TESE/MESA: 10 bis 15 Prozent- Kryotransfer befruchteter Eizellen im Vorkernstadium: 8 bis 12 ProzentBei einer solch geringen Wahrscheinlichkeit eines positiven Ausgangs ist die Finanzierung von maximal drei Versuchen bei den ersten drei obenstehenden Verfahren völlig unzureichend! Zumal die Kosten sowieso nur zu 50 % übernommen werden. Eine aufwendige ICSI-Behandlung kostet insgesamt bis zu 4000,-€/Versuch. Die Würfel werden bei jedem Versuch neu gemischt, eine Erhöhung der Chancen ist bei mehreren Versuchen nur bedingt gegeben.Aktuell ist es in diesem Falle so, dass finanziell besser gestellte Bürgerinnen und Bürger Deutschlands die Kosten von Behandlungsmaßnahmen aufgrund bestehender (verursachender) Erkrankungen oftmals leichter finanzieren können, als finanziell schlechter gestellte. Da es sich hierbei um eine Behandlung anlässlich von Erkrankungen handelt, darf die finanzielle Leistungsfähigkeit des/der Erkrankten nicht auf deren Therapieerfolg auswirkend sein!Deutschland hat ein demographisches Problem, einen gravierenden Mangel an Kindern. Andere Länder, bspw. Israel finanzieren ungewollt kinderlosen Paaren alle notwendigen Maßnahmen bis zur Geburt des dritten Kindes. Dies sollte auch die deutsche Politik umsetzen, nicht nur im Hinblick auf den demographischen Wandel, sondern vor allem aufgrund des lebenslangen massiven Leidens mit Folgeerkrankungen der Betroffenen.

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