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Bild zur Petition mit dem Thema: Gesetzliche Krankenversicherung - Leistungen - - Übernahme von Kosten für tiergestützte Therapie in Hospizen/Palliativstationen als Regelleistung Gesetzliche Krankenversicherung - Leistungen - - Übernahme von Kosten für tiergestützte Therapie in Hospizen/Palliativstationen als Regelleistung
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • Letzter Tag
  • 1.717 Unterstützende
    3% erreicht von
    50.000  für Quorum 

Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.
Weiterleitung zum Unterschreiben auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestags:

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Gesetzliche Krankenversicherung - Leistungen - - Übernahme von Kosten für tiergestützte Therapie in Hospizen/Palliativstationen als Regelleistung

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Kosten für die tiergestützte Therapie in Hospizen und auf Palliativstationen von den gesetzlichen Kassen und den privaten Versicherungsgesellschaften als Regelleistung übernommen wird. Aktuell muss dieses Therapieangebot über Sponsoren finanziert werden.

Begründung:

Es ist aktuell nicht möglich eine Anerkennung der tiergestützten Therapie zu erreichen. Entweder werden die Online-Anfragen überhaupt nicht beantwortet oder es werden nicht erbringbare Studienergebnisse gefordert. Bei sterbenden Menschen kann nur sehr eingeschränkt wissenschaftliche Evidenz erzielt werden. Es existiert aber eine internationale Guideline: AHAIO WHITE PAPER 2014 und eine Dachorganisation: ESAAT (European Society for animal assisted therapy). Tiergestützte Therapie“ umfasst bewusst geplante pädagogische, psychologische und sozialintegrative Angebote mit Tieren für Kinder, Jugendliche, Erwachsene wie Ältere mit kognitiven, sozial-emotionalen und körperlichen Einschränkungen. Eine positive Beziehung zu Tieren hat Einfluss auf das soziale, psychische und körperliche Wohlbefinden, Ziele die mit der Palliativmedizin und der Hospizart gemeinsam sind. Tiergestützte Therapie findet im Einzel- und Gruppensetting statt. Basis der tiergestützten Therapie ist die Beziehungs- und Prozessgestaltung im Beziehungsdreieck Klient – Tier – Bezugsperson. Tiergestützte Therapie beinhaltet Methoden, bei denen Klienten mit Tieren interagieren, über Tiere kommunizieren oder für Tiere tätig sind. Die Durchführung erfolgt zielorientiert anhand einer klaren Prozess- und Themenorientierung unter Berücksichtigung tierethischer Grundsätze mit anschließender Dokumentation und fachlich fundierter Reflexion. Tiergestützte Therapie steht in enger Beziehung zu anderen verwandten Wissenschaftsdisziplinen wie Psychotherapie, Psychologie, Medizin, Pädagogik und Veterinärmedizin. Aktuell muss diese Therapieform ausschließlich durch Spenden finanziert werden. Mit Kosten von ca.1200 Euro pro Monat kommen schnell erhebliche Kosten zusammen und es erfordert einen sehr aktiven Förderverein, um dies zu gewährleisten. Eigentlich befindet sich diese Therapie im unteren Kostenbereich und die meisten Tiertherapeuten müssen persönlich Geld bezuschussen, da die Entlohnung nicht kostendeckend ist. Es gehört also viel persönliches Engagement dazu und viele Menschen entscheiden sich deshalb gegen diese wichtige Arbeit. Der Bedarf an dieser Therapieform ist aber immens. Aus meiner Sicht werden viele unsinnige Kurse von den Krankenkassen finanziert: Hatha Yoga, Essen nach Feierabend, Progressive Muskelrelaxation. Warum gibt es kein Budget für die wirklich wichtige Symptomkontrolle und Aufrechterhaltung der Lebensqualität am Lebensende? Im Rahmen des neuen Hospiz-und Palliativgesetzes hat sich der Gesetzgeber die Förderung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland auf die Fahnen geschrieben. Die Anerkennung der tiergestützten Therapie würde diesem Auftrag gerecht werden.

16.03.2018 (aktiv bis 28.05.2018)


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