Großwale in der Ostsee: Früher erkennen, bevor es zu spät ist.

Petition richtet sich an:
Das BMUV, Umweltministerien SH und MV, BfN und WSA

559 Unterschriften

1 %
50.000 für Sammelziel

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50.000 für Sammelziel
  1. Gestartet Mai 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
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Petition richtet sich an: Das BMUV, Umweltministerien SH und MV, BfN und WSA

Translation for international signers:

https://canva.link/the-petition-guardianspirit-of-animals

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Wir fordern Bund, Länder, zuständige Behörden und Forschungseinrichtungen auf, präventive Frühwarn- und Schutzansätze für Großwale in den Ostseezugängen wissenschaftlich zu prüfen, zu fördern und in Pilotprojekten zu erproben.

1. Frühzeitige Erkennung erforschen:
Es soll untersucht werden, ob Großwale mit passivem akustischem Monitoring (PAM) und Hydrofonen frühzeitig erkannt werden können, bevor sie weit in problematische Bereiche der Ostsee gelangen.

2. Wissenschaftliche Pilotprojekte ermöglichen:
Geeignete Mess- und Monitoringkonzepte sollen unter realen Bedingungen getestet werden. Dabei müssen unter anderem Zuverlässigkeit, Reichweite, Fehlalarme, Umweltbedingungen sowie Kosten und Nutzen untersucht werden.

3. Möglichkeiten zum frühzeitigen Handeln erforschen:
Früherkennung soll kein Selbstzweck sein. Parallel soll wissenschaftlich untersucht werden, welche sicheren, wirksamen und tierschutzgerechten Maßnahmen nach einer Detektion möglich sind, um ein weiteres Einschwimmen in problematische Bereiche möglichst zu verhindern oder eine sichere Rückkehr in geeignetere Gewässer zu unterstützen.

Dabei legen wir ausdrücklich keine bestimmte technische Lösung wie Pinger oder eine akustische Barriere vorab fest. Welche Verfahren geeignet sind, muss wissenschaftlich geprüft werden.
Unser Ziel: Großwale möglichst früh erkennen, damit überhaupt noch Zeit bleibt, sinnvoll zu handeln – bevor ein Tier geschwächt ist, strandet oder stirbt.

Begründung

Schutz für Großwale – Früherkennung erforschen, bevor es wieder zu spät ist

Wenn ein Großwal weit in die Ostsee gelangt, wird er häufig erst bemerkt, wenn bereits viel Zeit vergangen ist. Manche Tiere finden zurück, andere werden geschwächt, stranden oder sterben. Danach bleibt immer wieder dieselbe Frage: Hätte man früher wissen können, dass dieser Wal dort ist – und hätte eine frühere Erkennung mehr Zeit geschaffen, um sinnvoll zu reagieren?

Genau hier setzt WSE – Whale Safety Early Warning – an. Wir möchten wissenschaftlich untersuchen lassen, ob Großwale bereits in den Übergangsgewässern zwischen Nord- und Ostsee erkannt werden können, bevor sie weit in problematische Bereiche gelangen.

Eine mögliche Grundlage dafür ist Passive Acoustic Monitoring (PAM). Hydrophone zeichnen Unterwasserschall auf, ohne selbst Schall auszusenden. Solche Verfahren werden international bereits in der Meeressäugerforschung eingesetzt und könnten helfen, vokalisierende Tiere zu registrieren, bevor sie von Land, Schiffen oder aus der Luft gesehen werden.

Ein Hydrofon im Wasser ist jedoch noch kein Frühwarnsystem. Nicht jeder Wal vokalisiert jederzeit. Schallausbreitung, Wassertiefe, Hydrographie, Schiffsverkehr und Hintergrundlärm beeinflussen die Erfassbarkeit. Auch automatische Detektions- und Klassifikationsverfahren können Fehler machen. Deshalb müssen Reichweite, Zuverlässigkeit, Fehlalarme, Sensoranordnung und artspezifische Grenzen zunächst unter realen Bedingungen geprüft werden.

Früherkennung darf dabei kein Selbstzweck sein. Ihr Wert liegt darin, ein Zeitfenster zu schaffen, in dem Fachleute und zuständige Stellen die Situation früher bewerten und gegebenenfalls handeln können. Parallel muss erforscht werden, welche sicheren, wirksamen und tierschutzgerechten Maßnahmen nach einer Detektion überhaupt möglich sind. Langfristig soll dort, wo es fachlich vertretbar ist, ein weiteres Einschwimmen in problematische Bereiche möglichst verhindert oder eine sichere Rückkehr in geeignetere Gewässer unterstützt werden.

Wir legen bewusst keine bestimmte technische Lösung wie Pinger oder eine akustische Barriere vorab fest. Frühere Überlegungen wurden im Zuge der wissenschaftlichen Weiterentwicklung von WSE angepasst. Welche Maßnahmen geeignet sind, muss anhand von Wirkung, Risiken und möglichen Auswirkungen auf andere Meerestiere geprüft werden.

Dass sich Bestände einzelner Großwalarten – etwa Buckelwale – in manchen Regionen erfreulich erholt haben, macht das Schicksal einzelner Tiere nicht bedeutungslos. WSE behauptet nicht, dass das Überleben einer Population davon abhängt. Aber eine stabile Population bedeutet aus unserer Sicht auch nicht, dass vermeidbares Leiden oder der vermeidbare Tod eines einzelnen Tieres einfach hingenommen werden sollte.

Großwalereignisse in der Ostsee sind selten. Wie sich Veränderungen der Meeresumwelt, der Nahrungsverfügbarkeit und der Verbreitung verschiedener Arten künftig auf solche Ereignisse auswirken, lässt sich heute nicht sicher vorhersagen. Gerade deshalb halten wir es für sinnvoll, mögliche Präventionsansätze jetzt wissenschaftlich zu untersuchen – und nicht erst nach dem nächsten Todesfall.

Auch Kosten und Nutzen gehören zur Forschung. Wir fordern keinen sofortigen flächendeckenden Aufbau eines teuren Systems. Eine Pilotstudie muss zuerst zeigen, ob Früherkennung zuverlässig möglich ist, welche Infrastruktur nötig wäre, welche Reaktionsmöglichkeiten bestehen und ob Aufwand und Nutzen in einem vertretbaren Verhältnis stehen. Sollte sich ein Ansatz als ungeeignet, unsicher oder unverhältnismäßig erweisen, wäre auch das ein wichtiges Ergebnis.

WSE befindet sich derzeit in der wissenschaftlichen Konzeptphase. Das Konzept wurde in den vergangenen Monaten umfangreich weiterentwickelt. Wir standen und stehen dabei im Austausch mit Fachleuten und wissenschaftlichen Institutionen; Rückmeldungen daraus sind in die Weiterentwicklung eingeflossen. Ein fertiges Frühwarnsystem existiert ausdrücklich noch nicht. Der nächste Schritt ist, gemeinsam mit geeigneten wissenschaftlichen und institutionellen Partnern eine belastbare Machbarkeits- beziehungsweise Pilotstudie zu entwickeln.

Mit dieser Petition möchten wir zeigen, dass öffentliches Interesse daran besteht, präventive Großwalbeobachtung, Frühwarnung und mögliche Schutzmaßnahmen wissenschaftlich zu untersuchen und Forschung, Behörden und Meeresschutz stärker miteinander zu vernetzen.

Wir behaupten nicht, bereits alle Antworten zu haben. Wir fordern, dass die offenen Fragen wissenschaftlich untersucht werden.
Früher erkennen. Früher verstehen. Früher handeln können.

Dafür steht WSE.

Gemeinsam für die, die im Wasser singen und an Land verstummen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Nadja Sander, Klingenthal
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.05.2026
Sammlung endet: 10.11.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Tierschutz

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