Der "Hirnzigenpark" in Daberstedt - vielen Erfurtern noch als „Klubhaus EMS im Kulturpark“ - oder liebevoll „Kuller“- bekannt, war für jede Altersgruppe ein beliebtes Freizeitziel – Im Park gab es neben den abwechslungsreichen Grünflächen unter anderem zwei große Spielplätze, eine Sonnenterasse und einen Teich; die Räume der ehemaligen Villa Topf standen als Kulturtreff für Freizeitaktivitäten zur Verfügung: Es wurde gemalt, gebastelt, diskutiert und bei Konzerten oder Feiern auch mal wild getanzt. Ein kleines Restaurant lud zum Verweilen ein und den Rand des Parks schmückte die älteste Kleingartenanlage Erfurts. Trotz dieser intensiven Nutzung gab es immer eine reiche Tier- und Pflanzenwelt im Park – Pirole, Nachtigallen und Käuzchen fanden hier ihr Zuhause.

Das alles gehört nun seit dem Jahr 2000 der Vergangenheit an. Kurz nach dem Verkauf an die Erfurter Wohnungsbaugenossenschaft Einheit e.G. wurde der seit der Wende verwildernde Park geschlossen und verwahrlost seitdem weiter. In letzter Zeit waren statt Vogelstimmen immer öfter Kettensägen zu hören – Viele der alten Bäume und Sträucher verschwanden und mit ihnen auch der Lebensraum der Tiere.
In der früher einmal waldähnlichen grünen Kuppe des Parks klaffen immer mehr lichte Stellen im Baumbestand. Trotzdem wurden Anfang Februar 2017 nicht etwa die dringend benötigten Ersatzpflanzungen, sondern die Fällung weiterer 27 Bäume angekündigt!

Nachdem die geplante Teilbebauung des Grundstücks mit 140 Wohnungen bekannt wurde, die einen versprochenen gleichzeitigen Erhalt dieses historischen Parks aber unmöglich machen, haben sich empörte Anwohner zusammengefunden, um mit der Gründung der „Bürgerinitiative Hirnzigenpark“ diese Gefahr für unsere Grünflachen zu stoppen - Dabei werden wir auch vom BUND Thüringen e.V. Stadtverband Erfurt tatkräftig unterstützt.

Begründung

Wenn wir jetzt nicht sofort handeln, wird unser einst so grüner, historischer Park wider dem Willen und der Mitsprache der Bürger*innen den Kettensägen und nur den Interessen der Wohnungswirtschaft in dieser Stadt zum Opfer fallen - So einen Umgang mit unseren Grünflächen müssen wir verhindern. Es gibt Grenzen der innerstädtischen Verdichtung, sagen wir dem Stadtentwicklungsamt und den Stadtfraktionen, die in Zeiten des Klimawandels für Menschen und Tiere der Stadt zu beachten sind!

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die „Bürgerinitiative Hirnzigenpark“ und damit konkret ihre folgenden drei Ziele:

  1. Der „Hirnzigenpark“ soll schnellstmöglich wieder als Erholungs- und Freizeitort für alle Erfurter geöffnet werden.
  2. Die intransparenten Baumfällungen hinter geschlossenen Zäunen sowie die Zerstörung von Lebensraum bedrohter und geschützter Tierarten müssen sofort gestoppt werden.
  3. Eine Bebauung, die den ersten beiden Zielen entgegensteht, soll verhindert werden.

Die gesammelten Unterschriften sollen im Laufe der Bürgerinitiative als Zusatz zu weiterer Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen dem Erfurter Stadtrat und anderen Organen der Stadtverwaltung etc. vorgelegt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative Hirnzigenpark aus Erfurt
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  • Update zur Situation:
    17 von den 27 in der zu einem früheren Zeitpunkt in der Petition genannten Bäume wurden zwischenzeitlich aus Sicherungsgründen, wie die Genehmigungsbehörde es sagt, gefällt. Die Akteneinsicht nach Umweltinformationsgesetz (UIG) wurde vom BUND Erfurt beantragt, um in die Begründungen der Genehmigungen zu den Fällungen Einsicht zu erhalten. Ein Termin wurde vom Umweltamt in Aussicht gestellt.

    Die aktuellsten Neuigkeiten zur Arbeit unserer Bürgerinitiative, zusätzliche Informationen, und, wie Sie ansonsten noch aktiv werden können, lesen Sie auf unserer Internetseite

    initiative-hirnzigenpark.blogspot.com/

    Vielen Dank für die zahlreichen Unterschriften und Unterstützung -
    Gemeinsam können wir unseren Hirnzigenpark retten!

Pro

Die geplante Bebauung der Gärten mit ca. 140 Wohneinheiten und der notwendigen Tiefgaragen bedeutet das Ende der meisten Bäume des Parks. Wer für die Bebauung stimmt, sei es auch nur in Teilen, der nimmt die Zerstörung der Bäume des Parks billigend in Kauf. Die Verhinderung der Bebauung muss somit das vorrangige Ziel sein. Nur so kann der Park gerettet werden.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.