Region: Bielefeld
Welfare

Hammer Mühle muss bleiben

Petition is directed to
Oberbürgermeister Pit Clausen
3,070 Supporters 2,605 in Bielefeld
Collection finished
  1. Launched September 2021
  2. Collection finished
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  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Die Hammer Mühle mit ihrem schönen Biergarten unter uralten Platanen ist seit 1901 ein beliebtes Ausflugslokal und gern genutzter Treffpunkt am Grünzug der Lutter. Nun soll sie mitsamt ihrer historischen Innendekoration abgerissen werden und durch einen weitaus größeren, höheren Neubauklotz ersetzt werden. 

Wir meinen, das historische Denkmal der Bielefelder Geschichte soll und kann erhalten bleiben. Die Renovierung und der Betrieb unter einem neuen Pächter ist möglich. Nicht noch eine schöne Ecke in Bielefeld darf im Investor-Interesse zerstört werden. Aus der Politik gibt es viel Unterstützung für diese Forderung. Jetzt geht es darum, möglichst breite Unterstützung aus der Bürgerschaft zu organisieren.

Reason

Ein fünfstöckiger Neubau auf dem Platz der Hammer Mühle vernichtet nicht nur einen sozialen Treffpunkt, sondern bedeutet einen massiven Eingriff in die Funktion des Lutter-Grünzugs als Kaltluftschneise. Zudem wäre dann auch die Freilegung des Lutter-Bachs als Flutschutz bei Starkregen durch diese massive Verengung riskant und daher sinnlos. Die großartigen, über weit mehr als 100 Jahre alten Bäume auf dem Grundstück sollen auch weg! Und das für ein Millionenprojekt im Investoren-Interesse gegen die sozialen Bedürfnisse der Anwohner.

Wir Menschen im Mühlenviertel und dem weiteren Umfeld des Bielefelder Ostens brauchen die Hammer Mühle als Erholungsraum und Treffpunkt. Zudem ist sie auch für Radausflügler und die Bewohner der inneren City ein beliebtes Einkehrlokal. Als historischer Identifikationspunkt für die Bielefelder Mitte und die industrielle Vergangenheit der Stadt hätte sie längst unter Denkmalschutz gestellt werden müssen. Und schließlich sind die ökologischen Auswirkungen für das City-Klima und den Flutschutz massiv, denn so würde der Grünzug als Kaltluftschneise und natürlicher Entwässerungslauf beeinträchtigt. Die Folgen ähnlicher Planungsfehler haben wir in den Tälern von Ahr und Erft erleben müssen, aber auch zuletzt am 11.9.21 in Bielefeld. Auch hier könnte es noch viel schlimmer kommen.

Thank you for your support, Hans E. Latzke from Bielefeld
Question to the initiator

News

  • Liebe Leute,

    Man fragt mich, was denn nun mit der Hammer Mühle ist, auch wenn es nur noch um das Grundstück geht. Es tut mir leid, aber ich weiß genau, wann die "Macht der Fakten" zu akzeptieren ist. Ich beobachte das weiterhin, aber was ist überhaupt noch möglich?

    Durch zu viel Gegenwind der üblichen Verdächtigen habe ich davon abgesehen, mich weiter politisch zu isolieren und lächerlich zu machen. Das Drama ist beendet, der Vorhang gefallen. Alles kommt, wie es kommen muss. Ob es am politischen Personal liegt? Ich habe mit vielen Akteuren gesprochen, ich hatte nie den EIndruck, sie seien nicht "bemüht".

    Nun weiß jeder Arbeitnehmer, der ein Zeugnis mit dem Wort "bemüht" bekommt, was es bedeutet. Nämlich: er hat es nicht geschafft – und... further

  • Liebe Leute,

    Am Samstag, 15.01.2022, hat das Westfalenblatt einen Vorschlag der SPD zur Hammer Mühle veröffentlicht (Bild anbei). Dieser Vorschlag zielt auf eine der Platzsituation angepasste Neubau-Lösung in Form eines Vertrags, berücksichtigt jedoch nicht die juristische Situation der derzeitigen Sachlage. Also nur ein Wunsch! Über eine Abstimmung mit den Grünen als Koalitionspartner kann Herr Suchla offensichtlich nichts sagen.

    1. Damit ist jede Forderung nach Wiederaufbau der Mühle oder gar des Denkmalschutzes durch eine "geheime Koalition" von FDP, CDU, SPD (und Grüne?) vom Tisch.

    2. Das Konzept eines Mühlenplatzes ("Mühlen-Plaza") als dezentrales Stadtteilzentrum wird noch nicht einmal erwähnt. Damit hält die SPD jedoch weiterhin... further

  • Liebe Leute,
    aufgrund zahlreicher Anfragen will ich gern erklären, warum ich seit Anfang Dezember keine News und Stellungnahmen mehr veröffentlicht habe.

    Für den letzten Post, meine "Anklage" nach mit Muster des "J’accuse" von Emile Zola (1898), hat man mir eine Beleidigungsklage angedroht. Danach überschlugen sich die Ereignisse:

    Auf der Online-Konferenz konnte sich die Verwaltung auf "geltende Rechtslage" berufen. Zu einer politischen Lösung konnten sich die Parteien nicht durchringen bzw. es gab auch, wg. der Weihnachtspause, keine Gelegenheit mehr zu einer Beschlussfassung. So also geschah das Unvermeidliche, nämlich der komplette Abriss der Mühle. Nur der Keller, zur Begehung durch den "Denkmalschutz", blieb erhalten. Damit war das... further

Mit einer renovierten Hammer Mühle könnte der heute ungenutzte, kaum erkennbare Platz zwischen Mühlenstraße und Huberstraße mit seinen Geschäftslokalen zu einer Stadtteil-Plaza umgestaltet werden, als ein Zentrum für urban-grünes Leben. Diese Aufwertung liegt nicht nur im Interesse der Anwohner, sondern könnte auch den Lutter-Grünzug als Radweg deutlich attraktiver machen und damit helfen, Autoverkehr im Sinn einer Dezentralisierung und neuer, klimaneutraler Stadtkonzepte zu vermeiden.

Das Gebäude ist renovierungsbedürftig und hat evtl. bauseitige Schäden. Es ist zudem in Privatbesitz und steht nicht unter Denkmalschutz – was ein schwerer Fehler der Verwaltung ist. Dennoch kann über einen Abriss erst nach einer Kostenabschätzung entschieden werden. Da das Grundstück aber kapitalisiert werden soll, dürfte sie nicht vorliegen. Doch selbst wenn der Bau nicht zu erhalten ist, kann ein deutlich größeres Gebäude dort nicht genehmigungsfähig sein. Die Alternative wäre ein neuer Lokalpavillon mit größerem Biergarten, der die Engstelle öffnet, aber nicht weiter verschließt.

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