Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Personen in einem Handwerksberuf auch ohne Meisterbrief selbstständig sein dürfen (Änderung der Handwerksordnung).

Begründung

Jedem, in diesem Fall Personen in einem Handwerksberuf, steht eine freie Berufswahl zu (Artikel 12 GG), die durch die aktuelle Regelung verletzt wird, da sie verhindert, dass Menschen frei ihre berufliche Tätigkeit bestimmen können. Dies wird dadurch verstärkt, dass eine Meisterprüfung den Anwärter ca. 1000 € kostet: Er muss also für berufliche Freiheit Geld bezahlen.Der Verbraucherschutz, der hier als Argument gegen die Forderung angebracht werden könnte, wird eindeutig von dem Wert der Entscheidungsfreiheit der Bürger überwogen: Kunden sollten selbst entscheiden dürfen, wer für sie Dienstleistungen ausführen soll! An dieser Stelle ist es am sinnvollsten, wenn die freie Marktwirtschaft greift, da die Nachfrage von alleine reguliert, welche selbstständigen Dienstleister sich halten können (also eine Leistung bringen, die die Kunden zufrieden stellt), und welche nicht.Das Ansehen des Berufs bzw. des Status "Meister" würde durch eine Abschaffung nicht verringert werden, da der Kunde ja immer noch entscheiden kann, ob er einen Dienstleister, der (ohne, dass er muss) eine Meisterprüfung abgelegt hat, einem ohne diese vorzieht (wobei hier für Transparenz gesorgt sein müsste). Dies unterstreicht wieder den Aspekt der selbstständigen Regulierung durch den Markt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Was ein Quatsch! Wo wird denn die Berufswahl beschnitten? Warum ist der Petent anonym? Der Meisterbrief gewährleistet dass im Betrieb mindestens einer ist, der tiefergreifende Kenntnisse hat und zudem darfer ausbilden, was eine wichtige Grundlage für die Zukunft eines Berufes ist